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Jens Matheuszik — 9. April 2010, 00:50 Uhr

NRW: Wahlkampflieder für SPD und Grüne… sowie die CDU


Eine der unglücklichsten Fügungen in Wahlkämpfen ist es, dass oftmals irgendwelche Leute auf die Idee kommen, dass es doch eine gute Idee wäre, die Wahlkampagne musikalisch zu untermalen. Während das in anderen Ländern wie in den USA meistens doch irgendwie akzeptabel bis sogar gut klingt (ich erinnere mich da an die Auswahl des Kampagnensongs für Hillary Clinton) ist die deutsche Variante des Wahlkampfliedes dann doch eher … suboptimal.

Diese Lieder sind meistens gut gemeint und damit das Gegenteil von gut gemacht – wer das nicht glauben will, der kann sich vor der weiteren Lektüre dieses Beitrages die Hymne der Jungen Union anschauen und vor allem anhören (aber die vollen 03:13 durchhalten!).

Weiter im Text:

Die Hoffnung, dass die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liedtechnisch nicht begleitet wird, die hat sich nicht bestätigt. So textete Corinna Weiss von DerWesten im Blog Wahl & Kampf „Ein … Lied für Rot-Grün“:

Rot und Grün, wie lieb ich Dich
Rot und Grün, ich hoff auf Dich
Rot und Grün muss ja der Landtag sein
Rot und Grün ist unsere Anti-Rüttgers-Kur.

[…]

Ah ja. Okay, wenigstens ist das nur ein Scherz und nicht ernst gemeint. Schlimmer ist jedoch, wenn Wahlkampflieder dann doch noch ernst gemeint sind und glaubt man, dass dieses vermeintlich rot-grüne Lied nicht noch getoppt werden kann – da kommt die CDU daher und präsentiert (gottlob nur in einem Ausschnitt!) den Wahlkampfsong NRW in guten Händen (klicken und anhören auf eigene Gefahr!).

Bitte, liebe Parteien in NRW! Bringt keine Wahlkampf-Songs auf den Markt! Das kann doch nur ein Schuß in den Ofen werden…

Wobei: Von einer Partei wie der BüSo würde ich gerne mal einen Wahlkampf-Song sehen… solange er nicht so lang ist, wie das aktuelle Wahlvideo, wo schon direkt am Anfang damit gedroht wird, dass es über 30 Minuten dauern wird.

Übrigens – selbst wenn man keine Wahlkampf-Songs auf den Markt bringt, kann man sich politisch mit Musik in die Nesseln setzen. So lädt die CDU am kommenden Samstag zum Wahlkampfauftakt nach Oberhausen ein. Einer der musikalischen Gäste ist Roger Cicero. Weiß die CDU eigentlich nicht, dass Cicero jetzt für demokratische Wahlen nicht unbedingt eines der Aushängeschilder darstellt – beim Eurovision Song Contest errang er mit Platz 19 (von 24) jetzt nicht gerade das, was die CDU am Wahltag anstrebt.
Und ob die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers unbedingt Ciceros in Deutschland erfolgreichstes Lied namens Frauen regier’n die Welt hören will, sei mal dahingestellt. Aber wenn man Wir in NRW glauben darf, dann kommen sowieso viel weniger als erwartet zum CDU-Wahlkampfauftakt, so dass inzwischen sogar schon Roger Cicero-Fanclubs angeschrieben werden, damit es etwas voller wird.

PS: Ich selber bin am selben Tag wahrscheinlich in Düsseldorf beim Wahlkampfauftakt der NRWSPD, wo unter anderem auch Culcha Candela auftreten. Gefällt mir musikalisch irgendwie mehr… aber auch die sollen lieber kein Wahlkampflied singen!


2 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Borusse 1909 @ 1. Mai 2010, 09:50 Uhr

    Ich würde eine SPD/FDP Koalition präferieren, was aber nach dieser Wahl nicht möglich sein wird.

    Bevor diese Linksextreme Partei weiter bagatelisiert wird und von Sozialdemokraten und Grünen in die Regierungsverantwortung gebracht wird, soll es halt noch einmal eine CDU/FDP Koalition geben.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 3. Mai 2010, 23:21 Uhr

    @Borusse 1909:
    Das ist jetzt eine interessante Einstellung, die cih so in diesem Wahlkampf zum ersten Mal höre.


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