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Jens Matheuszik — 17. Februar 2010, 06:42 Uhr

In eigener Sache: Pottblog bei SPIEGEL ONLINE und Serverlast


SPIEGEL Online-Artikel über das PottblogAm gestrigen Dienstag ging morgens bei SPIEGEL ONLINE (SPON), der führenden deutschen Internetseite, der Beitrag Google Verwirrung: Web-Nutzer halten Blog für ihren Internetprovider online.

Wie man es sich jetzt denken (bzw. in der Überschrift lesen) kann, geht es um das Pottblog in dem Artikel. Aufhänger des Artikels ist die kürzlich statt gefundene Verwechslung zwischen dem sozialen Netzwerk Facebook und dem Blog ReadWriteWeb, bei dem viele Besucher des Blogs irrtümlich dachten, sie wären bei Facebook gelandet und sich darüber ärgerten, dass das Layout so ganz anders war, dass man sich nicht einloggen konnte usw.

Hintergrund

Treue Leser des Pottblogs kennen dazu die analogen Geschichten hier im Pottblog und Anlass für den aktuellen SPON-Artikel war der Beitrag West Eins heißt die neue Internet-Firma der WAZ (Westdeutschen Allgemeinen Zeitung). Aufgrund dieses Beitrages erreichen mich immer wieder Kündigungen für den Internet-Provider Cityweb – per eMail, Kommentar und Briefpost. Grund hierfür ist wohl, dass anscheinend der Internet-Provider Cityweb bei den Bankabbuchungen den Text „West Eins GmbH & Co. KG“ nennt – und die Leute via Google danach suchen und dann bei mir landen, weil ich halt mal über diesen Namen gebloggt habe.

Diese Verwechslungen finden nicht nur mit West Eins statt, sondern auch mit anderen Dingen und auch Personen. Ob nun Astroh Küchen, Center TV Ruhrgebiet oder auch Gerhard Schröder – man hielt in der Vergangenheit das Pottblog schon für die Internet-Seite von diversen Personen oder Firmen.

Der SPON-Artikel

Ehrlich gesagt ging ich nicht davon aus, dass der SPON-Artikel großartig beachtet werden würde. Zwar weiß ich, dass im deutschsprachigen Raum für den so genannten Slashdot-Effekt (der erklärt, warum bestimmte, gerade verlinkte Webseiten innerhalb kürzester Zeit nicht mehr erreicht werden) SPON prädestiniert ist und auch schon die eine oder andere Seite davon „mitgenommen“ wurde. Nichtsdestotrotz ging ich davon aus, dass das jetzt nicht der Fall sei – denn das ist jetzt nicht das erste Mal, dass das Pottblog bei SPON verlinkt wurde und bei den ersten Malen waren die Zugriffszahlen doch eher überschaubar (was natürlich auch daran gelegen haben könnte, dass beispielsweise der Artikel Blogs im Wahlkampf: Privilegien per Preisausschreiben eher langweilig war).

Doch diesmal war es anders – von SPON klickten sich recht viele Besucher zum Pottblog durch, so dass ich am Ende des Abends doch glatt noch im vierstelligen Rahmen zusätzliche Besucher hatte, was mich natürlich gefreut hat.

Übrigens: Bei SPON wird der Beitrag auch diskutiert – und zwar hier im Forum.

Weitere Reaktionen

Neben Reaktionen via Facebook, Kommentar, Twitter und auch SMS (nochmals Danke an alle, die sich gemeldet haben, um mir das mitzuteilen!) bekam ich auch eine eMail von meinem Provider domainfactory (df). In diesem wurde mir vorsorglich mitgeteilt, dass der Webserver des Pottblogs im Moment sehr stark ausgelastet sei und das natürlich nicht so gut sei – vor allem weil davon auch unbeteiligte andere Seiten betroffen sind.

Ich finde es erstmal sehr schön von df, dass man da vorsorglich informiert wird – ich kenne das auch anders, denn vor rund vier Monaten (siehe den Beitrag In eigener Sache: Pottblog, Überlastung, Sperrung) wurde aufgrund eines ähnlichen Vorfalles das Pottblog durch den Provider gesperrt. Das ganze konnte jedoch schnell geklärt werden und im Zuge dessen zog das Pottblog auf einen neuen (besseren) Server um. Was anscheinend nicht lange gereicht hat…

Nachdem ich die Vorabinformation erhielt, informierte ich noch von unterwegs (ich war ja eigentlich beim Karneval in Olfen unterwegs!) df darüber, dass ich mich gleich zu Hause um entsprechende Maßnahmen kümmern würde. Daher installierte ich kurzfristig zwei Cache-Plugins, die den Zugriff auf das Pottblog zwischen speichern und in vielen Fällen statische Seiten ausliefern anstatt diese dynamisch neu zu berechnen (so dass die Serverlast dadurch eigentlich sinken sollte).
Hier möchte ich noch einmal all denen danken, die mir via Twitter, Telefon & Co. ihre Hilfe angeboten haben! Ihr seid großartig! Namentlich möchte ich hier nur eben Stefan Evertz von hirnrinde.de nennen (der auch der technische „Hausmeister“ des Projektes zwanzig10.de zur Kulturhauptstadt 2010 ist, welches ohne seine Arbeit so bzw. überhaupt gar nicht funktionieren würde und keinerlei Potential hätte), der mir einige wertvolle Tipps gab.

Doch leider reichte das wohl nicht, denn auch nach Installation (und Aktivierung…) der Cache-Plugins sank die Serverlast nicht wirklich. Seitens df teilte man mir mit, dass es sich primär um folgende Scripte handeln würde:

  • index.php
  • post.php
  • wp-cron.php

Wer sich mit WordPress auskennt, der weiss, dass es sich hierbei um „Standardscripte“, die zu jeder WordPress-Installation gehören, handelt. Inwiefern man hier noch was optimieren kann weiß ich nicht, versuche ich aber herauszufinden.

Konsequenzen?

Ich versuche jetzt der hohen CPU-Last auf den Grund zu gehen. Beim letzten Mal (schade, dass ich so eine Formulierung überhaupt verwenden kann…) zeigte sich, dass es nicht an irgendwelchen WordPress-Plugins lag, sondern an WordPress selbst. Das entspricht ja auch anscheinend der aktuellen Situation.

Das kann ich jedoch nicht wirklich verstehen – dieses Blog wird jetzt nicht wirklich sooo häufig aufgerufen, durchschnittlich habe ich rund 2000 + x Besucher am Tag (laut WordPress-Statistik müssten das „richtige“ Besucher sein und keine hochgejazzten Zugriffszahlen, wie sie Hosting Provider gerne anbieten). Insofern kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum es jetzt diese Probleme gibt – vor allem weil ich auch schon tägliche Zugriffe mit fast 6000 Besuchern ohne Probleme hatte.


12 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Andreas F. @ 17. Februar 2010, 10:49 Uhr

    Zuerst mal: Glückwunsch. :-)

    Zur Nachricht Deines Providers fällt mir ein: 😉
    „Sehr geehrter Herr M, leider mussten wir feststellen, daß Sie heute besonders viel unterwegs waren und damit den Strassenverkehr stark belastet haben, was natürlich nicht so gut ist, weil es sich negativ auf andere Nutzer der Strassen auswirkt… Sollte diese Auslastung bestehen bleiben, müssten wir Ihre Reisegeschwindigkeit für den Rest des Monats auf 10km/h beschränken“ (oder so :).

    Ich hänge ja der Theorie an, dass nur diejenigen Hostingdienstleister wirklich gut sind, die eine stärkere Nutzung der Dienste nicht als schlecht ansehen, sondern als positiven und begrüssenswerten Erfolg der Kunden.

    P.S. Würde Dir ja gerne Hilfe anbieten – aber nicht bei WordPress.


  2. (2) Kommentar by Dennis @ 17. Februar 2010, 22:11 Uhr

    Glückwunsch Jens zu diesem Link von Spon. Ansonsten schließe ich mich Andreas an: Eigentümliche Geschäftspolitik von DF.


  3. (3) Pingback by Wie Menschen 2010 das Internet nutzen. | MEDIEN/UMBRUCH @ 17. Februar 2010, 22:34 Uhr

    […] (Das Pottblog selbst brach zwischenzeitlich erneut unter der SpOn-Leserschaft zusammen. ) […]


  4. (4) Pingback by Pottblog bei SPIEGEL Online: Zahlen aus den Logfiles » Pottblog @ 21. Februar 2010, 11:24 Uhr

    […] bei SPIEGEL Online: Zahlen aus den Logfiles Wie im Beitrag In eigener Sache: Pottblog bei SPIEGEL Online und Serverlast berichtete ich darüber, dass das Nachrichtenmagazin SPIEGEL Online im Artikel Google […]


  5. (5) Kommentar by Jens @ 21. Februar 2010, 23:58 Uhr

    @Andreas F. (1):
    Hehe, wobei in der Mail auch was von „freuen uns über die Beliebtheit der Seite“ (sinngemäß) steht.

    Tja, von WordPress würde ich eher nicht umsteigen wollen – da kenne ich mich halt mit aus.

    @Dennis (2):
    Naja, so eigentümlich ist es ja nicht. Ich bin mit dem Pottblog auf einem Server wo auch diverse andere Seiten zu finden sind. Durch eine erhöhte Abrufzahl meiner Seite könnten die anderen Seiten in Mitleidenschaft gezogen werden. Insofern ist das vom Provider an und für sich vernünftig.
    … und ich finde es gut, dass man diesmal erst mal informiert wird und dann gesperrt wird (wie damals im Oktober 2009).


  6. (6) Kommentar by Local newspaper @ 27. Mai 2010, 12:58 Uhr

    „… weil ich halt mal über diesen Namen gebloggt habe.“ Es ist schon interessant, dass mal darüber bloggen mehr Gewicht hat, also die Homepage der diversen Frmen selbst. Wenn ich ein SEO wäre würde ich annehmen, dass diese Firmen einen hohen Nachholbedraf haben. Andererseits kann ich Pottplg nur gratulieren so populär zu sein :-)


  7. (7) Kommentar by Jens @ 29. Mai 2010, 19:55 Uhr

    @Local newspaper (6):
    Ja, suchmaschinentechnisch ist da noch einiges zu verbessern…


  8. (8) Kommentar by Lukas @ 2. Juni 2010, 19:48 Uhr

    Hi,
    erstmal Glückwunsch zu deinem Blog. Finde es sehr interessant, dass domain Factory problemee wegen deines Blogs bekommt. Ein Hoster sollte doch eigentlich in der Lage sein so einen relativ normalen Traffic bewälzigen zu können?
    Oder wird bei diesen Servern nur auf kleine Noobs spekuliert die im Nirvana von Googlee verschwinden. Ist ja an sich eine komische Politik……..finde es so interessant weil ich selber eine Domain bei DF gehostet habe und in Zulunft auch höhere Trafficzahlen anstrebe……bin gespannt was das geben wird.
    Besten Gruß
    Lukas


  9. (9) Kommentar by Jens @ 2. Juni 2010, 23:20 Uhr

    @Lukas (8):
    Tja, keine Ahnung, warum das wirklich so traffic-technisch eskaliert ist. Aber seitdem war’s ja gottlob ruhig.


  10. (10) Kommentar by Tatjana @ 13. Juni 2010, 02:30 Uhr

    Hey,
    ich habe von dem Problem ebenfalls schon gehört. Ein Freund von mir vertreibt Fußballvideos übers Netz. Immer wenn er bei einem Spiel war stellt er seine Aufnahmen zum Download bereit. Einmal haben sich so viele das Video geladen, das Domain Factory seinen Laden für zwei tage dicht gemacht hat. Begründung: „Durch den ganzen Traffic wären über 2000 seiten nicht erreichbar gewesen.“
    Die sollten ihre Serverpolitik mal überdenken!


  11. (11) Kommentar by Jens @ 13. Juni 2010, 14:42 Uhr

    @Tatjana (10):
    Jein. Es kommt ja drauf an, was man für einen Tarif hat. Das man für beispielsweise nur 3,50 Euro/Monat keinen Hochleistungsserver, der tausende Zugriffe in kürzester Zeit verarbeiten kann, bekommen kann, dürfte klar sein. Ärgerlich finde ich es dennoch.


  12. (12) Kommentar by Martin Norker @ 16. Juli 2010, 10:09 Uhr

    Sehr interessanter Artikel, hätte nicht gedacht dass euer Server so schnell in die Knie geht. Natürlich blöd wenn die Leute sich nicht vorher richtig informierren und dich als Verantwortlichen anschreiben. Wie siehts da eigentlich aus mit Datenschutz ? Was machst du mit all den persönliuchen Daten die dir die „Kunden“ mit der Kündigung schicken ?

    LG Martin


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