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Jens Matheuszik — 10. Februar 2010, 09:36 Uhr

Fettes Brot: Kontrolle – Video exklusiv bei Spreeblick zu sehen


KontrolleAls Fan von Fettes Brot freut es mich, dass ich gerade bei Spreeblick den Beitrag Exklusiv: Fettes Brot – Kontrolle gesehen (und gehört) habe.

Hierbei handelt es sich um die „weltexklusive“ Premiere eines neuen Videos, welches es jetzt erstmal nur bei Spreeblick gibt (da sich die Brote und Johnny Haeusler gut kennen). Es gibt auch einen offiziellen Pressetext daz, der – wie Johnny schrieb – „dermaßen großartig und -kotzig [ist; Anm. d. Bloggers]“, dass ich mich gerne anschließe und ihn nachfolgend veröffentliche:

„Sicherheit ist die allerschlimmste Droge.“ (Jimi, H)
„Mein Leben steht im Internet.“ (Boris, L)
„Leben etwa Kofferbomber zwischen Spiessern?“ (Björn, W)

„Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.“ (Leni, N)
„Kontrolle ist gut. Kontrolle ist besser“ (Fettes, B)

Wolfgang Schäuble ist nicht mehr Innenminister. Die Stasi hat 1989 den Geheimdienst eingestellt. Am Hindukusch werden unsere Grenzen wahlweise verteidigt oder aufgezeigt. Und doch fürchten wir uns. Gläserne Menschen twittern freiwillig ihre paar läppischen Geheimnisse durch die Blog-o-Sphäre, unverblümter als Sex-Kontaktanzeigen. Und fürchten sich nicht.

Geändert hat sich alles oder nichts, außer dem Klima, denken wir, während wir in der Frühe gemütlich den Dauer-Schnee aus der Garageneinfahrt schippen, und im TV das ARD-Morgenmagazin verkrampft in die Townships von Johannesburg schaltet, um zukünftige Besucher der Fussball-WM in Sicherheit zu wiegen. Afrika still shocks. Ein extremer Wackelkontakt zwischen Sorglosigkeit und Verfolgungswahn hält uns unter Spannung.

Fettes Brot haben dazu einen Pop-Song aufgenommen, der zu gleichen Teilen verführerisch und eingängig, doch gleichzeitig verstörend und gespenstisch ist. Eine phuturistische Paranoia-Peitsche über Sicherheit, Misstrauen, Kontrollgewinn und –verlust. Eine halblegale Waffe aus Punk, Soul und Elektronik. German Engineering 2010.

Den Zeitgeist beim Spuken erwischen. Angst und Musik genial kombinieren. Seit „Schwule Mädchen“ oder „Bettina, zieh dir bitte etwas an“ die Königsdisziplin für die einzige einheimische Pop Group, die solche Inhalte immer wieder in den Mainstream platschen lässt und gehört wird.

PS: Das Bild stammt aus dem oben verlinkten Beitrag von Spreeblick.


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