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Jens Matheuszik — 29. November 2009, 10:36 Uhr

Demissionierung von Lochthofen unrechtmäßig? / Jürgen Rüttgers veröffentlicht mal wieder bei der WAZ-Mediengruppe


WAZ-LogoDie Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) ist immer wieder mal Thema hier im Pottblog, ob mit der Offline-Ausgabe oder aber mit dem Internet-Portal DerWesten der gesamten WAZ-Mediengruppe. In der lockeren Beitragsreihe WAZ gibt’s Neues? werden mehr oder weniger aktuelle Themen, Entwicklungen usw. angesprochen – Beiträge die es nicht zu einem vollwertigen Beitrag geschafft haben, aber dennoch (hoffentlich!) interessant genug sind um nicht unerwähnt zu bleiben.

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Sergej LochthofenDass Sergej Lochthofen, der bisherige Chefredakteur der Thüringer Allgemeine (TA), nach Meinung der WAZ-Mediengruppe sein Amt abgeben soll, war vor kurzem hier bereits Thema im Pottblog.

Der MDR Thüringen berichtet jetzt, dass rund 100 Redakteure einstimmig eine Erklärung gegen die Abberufung von Lochthofen verabschiedet haben. Sie sehen in der Entscheidung der WAZ-Mediengruppe übrigens nicht nur eine Entscheidung, die dem Verlag und den Gesellschaftern schaden wird, sondern auch eine, die dem Redaktionsstatut der TA (welches von der WAZ-Mediengruppe akzeptiert wurde) nicht entspricht, da eine Abwahl des Chefredakteurs nur von 2/3 der Belegschaft erreicht werden kann.

Eine weitere Diskussion zum Thema gibt es übrigens in der Thüringer Blogzentrale.

PS: Das verwendete Bild von Lochthofen stammt immer noch von der „Thüringer Allgemeine“-Seite der WAZ-Mediengruppe, die man anscheinend noch nicht den neuen Begebenheiten angepasst hat.

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Dass die WAZ-Mediengruppe (insbesondere ihr Geschäftsführer Bodo Hombach und WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz) nicht das allerschlechteste Verhältnis zu NRW-Ministerpräsident Jürgern Rüttgers hat, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Einem Kommentar bei medienmoral-nrw.de zufolge, könnten jüngste Personalentscheidungen nach „Reitzscher Aufrüstung für die pechschwarze Berichterstattung im Landtagswahlkampf“ aussehen.

In der gestrigen WAZ (und dank Content News Desk sicherlich auch in NRZ und WR) fand sich dann ein Artikel über Jürgen Rüttgers‘ neues Buch Berlin ist nicht Weimar: Zur Zukunft der Volksparteien. Dieser Artikel ist auch bei DerWesten als Online-Artikel Buchvorstellung: Jürgen Rüttgers stellt fest: „Berlin ist nicht Weimar“ verfügbar.

Keine Frage, wenn der Ministerpräsident ein Buch schreibt bzw. herausgibt, dann ist das eine Nachricht wert. Schade jedoch, dass zum Verlag nur folgendes im Artikel steht:

Es ist ein Sammelband mit Wahlanalysen, den Rüttgers herausgibt und der im Essener „Klartext”-Verlag erscheint.

Irgendwie fehlt mir bei dem Artikel der Hinweis, dass der Klartext-Verlag ein Verlag innerhalb der WAZ-Mediengruppe ist. Insofern dürfte man das neue Buch wohl auch in den WAZ-Geschäftsstellen erwerben können. Was vielleicht auch besser ist, denn bei amazon.de dauert der Versand bis zu fünf Wochen… 😉

Ich persönlich finde es jedoch irgendwie merkwürdig, wenn ein Objekt der Berichterstattung auf recht enge Art und Weise (es ist auch nicht das erste Buch, so wurde beispielsweise bereits auch Wer zahlt die Zeche?: Wege aus der Krise von Jürgen Rüttgers herausgegeben und im Klartext-Verlag veröffentlicht) mit den Berichterstattern zusammenarbeitet.

Ich vermisse hier ein wenig die Transparenz und auch die Sensibilität, denn in solchen Fällen sollte man meiner Meinung nach die Leser darüber informieren bzw. es (das Veröffentlichen von Büchern) lieber gleich sein lassen.


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