Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 9. November 2009, 13:04 Uhr

Wo war ich am 9. November 1989?


Die Frage Wo warst Du am 9. November 1989? stellt Cem Basman in seinem Blog und beantwortet sie für sich selber. Ich finde solche Fragen ja immer ganz interessant, und deswegen würde ich auch gerne selber drauf antworten.

Doch ehrlicherweise kann ich darauf nicht antworten – ich kann mich nur höchst diffus an diesen Tag erinnern, was auch der Grund war, warum ich bei Annabells Schreibwettbewerb zum 9. November 1989 vor drei Jahren nicht teilnehmen konnte. Ich erinnere mich nur dunkel daran, dass ich im Fernseher Bilder aus Berlin gesehen habe. Mehr nicht. Für den 3. Oktober 1990 habe ich da schon mehr Details in Erinnerung (beispielsweise das Feuerwerk, die große Deutschlandflagge vor dem Reichstag usw.).

Faszinierenderweise habe ich jedoch für weiter zurückliegende Ereignisse dann doch deutlich bessere Erinnerungen:

DDR-WappenÜber meine „Erfahrungen“ in der DDR habe ich in dem Beitrag Die DDR und ich informiert. Eine weitere Episode will ich noch hinzufügen:

Das Wirtschaftssystem der DDR
Das das Wirtschaftssystem der DDR nicht wirklich solide war, war mir relativ schnell aufgrund einer gewissen Begebenheit klar geworden:
Wir waren in der nächstgrößeren Stadt in irgendeinem Laden und haben dort irgendwas gekauft (ich glaube irgendwelche Beeren). Diese haben einen relativ geringen Preis (ein paar Pfennig) gehabt. Wenn wir dem selben Laden jedoch Beeren des selben Types verkauft hätten, dann hätten wir mehr dafür bekommen, als die Kunden dort gezahlt haben. Das dieses System nicht aufgehen konnte, lag auch für mich kleinen Jungen irgendwie auf der Hand.

Nichtsdestotrotz wollte ich danach für das von mir zu den Zeiten oft gespielte Computerspiel Kaiser eine Art „DDR-Erweiterung“ programmieren, wo man für das Korn einen höheren Verkaufspreis als Kaufpreis hätte… meine entsprechenden Programmierversuche zeigten jedoch, dass damit das Spiel wenig Spaß machte. Sprich: Dieses Wirtschaftssystem taugte nicht mal bei einem Spiel… 😉

PS: Das oben abgebildete Wappen der DDR (welches ich in dem eigentlichen Beitrag „Die DDR und ich“ bereits verwendet habe) entstammt dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag bzw. der Bilddatenbank Wikimedia Commons. Die Verwendung des Bildes ist gemeinfrei.


4 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Ulrich Voß @ 9. November 2009, 13:38 Uhr

    Ich weiss noch, was ich gemacht habe: Den ganzen Tag mit offenem Mund vor der Glotze gehangen. Und überlegt, ob ich nicht nach Berlin fahre. Nebenher noch ein wenig darüber gefreut, dass ein ehemaliger Klassenkamerad, der sich in Berlin vor dem Bund drücken wollte, jetzt wohl doch ran muss …


  2. (2) Pingback by kopfzeiler.org » Blog Archive » 20 Jahre Mauerfall: Was wir verpasst haben @ 9. November 2009, 21:12 Uhr

    […] du am 9. November 1989?” tagSEOBlog: 20 Jahre Mauerfall – die Medien und die Mauer Pottblog: Wo war ich am 9. November 1989? e13: Wo warst Du am 9. November […]


  3. (3) Kommentar by Jens @ 12. November 2009, 21:34 Uhr

    @Ulrich Voß (1):
    Aber nicht gefahren, oder?

    Und musste der Klassenkamerad noch zum Bund?


  4. (4) Kommentar by Ulrich Voß @ 12. November 2009, 21:40 Uhr

    Nee, war dann nicht nach Berlin.

    Ob der Klassenkamerad am Ende noch musste, weiss ich nicht. Nicht sofort, weil er studierte. (Wobei das IIRC auch nicht logisch ist, denn wer sich drückte, konnte sofort (unabhängig von allen anderen Regeln) gezogen werden). Und danach weiss ich nicht. War (wie man an meiner leichten Gehässigkeit schon erkennen kann) kein Mensch, mit dem ich den Kontakt halten wollte …


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.