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Jens Matheuszik — 18. Oktober 2009, 11:23 Uhr

Neuer Run auf .de-Domains ab kommender Woche


In Deutschland wird vor allem die so genannte Top Level Domain (TLD) .de verwendet ((für die ehemalige DDR gab es die faktisch nie verwendete TLD .dd, über die es hier einen interessanten Beitrag gibt)), wie beispielsweise im Pottblog, welches primär via www.pottblog.de erreichbar ist.

Die Preise für einen .de-Domainnamen sind inzwischen teilweise im unteren Cent-Bereich gelandet, so dass es nicht verwundert, dass Ende August 2009 bereits 13 Millionen .de-Domains registriert waren ((siehe einen Golem-Artikel)).

Ab dem 23. Oktober 2009 werden durch die Denic, die für die Verwaltung der .de-Domains zuständig ist, die Vergaberegeln liberalisiert. Zukünftig dürfen auch Domainnamen mit nur einem oder zwei Buchstaben registriert werden ((übrigens gab vw.de den Ausschlag für die Änderung der Regeln, denn Volkswagen wollte diese Domain und hat sich das gerichtlich gegen die Denic erstritten…)), auch dürfen die Bezeichnungen von KFZ-Kennzeichen (COE = Coesfeld usw.) und reine Nummern-Domains registriert werden.

Ohne die reinen Zahlen-Domains können also rund 1330 neue .de-Domains registriert werden. Die neuen Domains werden durch die Denic nach dem „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzip vergeben. Ben schreibt bei Generation ZweiNull dazu:

Das wird spannend, zumal auch einige Hoster (s.o.) wieder “Vorregistrierungen” anbieten werden. Eigentlich praktisch, da ich z.B. dann im Urlaub bin. Natürlich werden sicherlich auch viele Leute bei unterschiedlichen Anbietern die Vorregistrierung nutzen, um ihre Chancen zu erhöhen. Am Ende wird das schon ein schönes Chaos werden und einige Leute freuen sich, dann einige schöne Kurzdomains verkaufen zu können.

Besim schreibt in blog@netplanet dazu:

Es gilt also, für Popcorn- und Cola-Vorräte vorzusorgen und abzuwarten, wie sich Inhaber von Namensrechten mit Domaingrabbern streiten werden und welche Kommune die erste sein wird, die jemanden auf Herausgabe des passenden Kfz-Domainnamens oder der korrespondierenden Vorwahl oder der Postleitzahl verklagt.

Mein Provider domainfactory ermöglicht natürlich auch die Registrierung der neuen .de-Domains an, dies wird jedoch nicht innerhalb von 6 Sekunden klappen (wie sonst üblich), denn das Verfahren wird diesmal etwas anders ablaufen. Im df-Blog wird auf einen Foreneintrag verwiesen, in dem unter anderem folgendes dazu steht:

Denn jedes DENIC-Mitglied darf pro Minute nur vier Vorregistrierungen vornehmen. Das bedeutet, die insgesamt über 270 Mitglieder werden bereits 60 Sekunden nach dem Start zusammen über 1.000 Domainregistrierungen versucht haben, nach 5 Minuten bereits über 5.000.

In dieser beispielhaft genannten Zeitspanne von gerade einmal fünf Minuten werden wir hingen nur zwanzig (!) dieser insgesamt mehr als 5.000 Registrierungsversuche unternehmen dürfen und können.

Das entspricht einem Anteil von gerade einmal 0,4%.

[…]
Aus den o.g. Gründen haben wir uns für eine Startplatzauktion bei domainFACTORY […] entschieden:
[…]
* Jedes Voranmeldung umfasst ein Platzierungsgebot in Euro (inkl. MwSt.) und einen zugehörigen Domainnamen. Das Platzierungsgbot ist nur zu zahlen, wenn die zugehörige, beauftragte Domain erfolgreich durch uns registriert wird. dF garantiert keine erfolgreiche Zuteilung/Registrierung der Domain.
* Für die entgegennahme der Voranmeldung fällt eine erfolgsunabhängige Servicegebühr in Höhe von 25,00 € inkl. ges. Mehrwertsteuer je Gebot (d.h. je Domain) an. Diese Kosten sind auch dann zur Zahlung fällig, wenn keine erfolgreiche Registrierung möglich sein sollte.
[…]
* Die am Ende tatsächlich vereinnahmten Platzierungsgebote der erfolgreich registrierten Domains werden durch dF an eine gemeinnützige Organisation gespendet.
[…]
Uns ist klar, dass aufgrund der Gesamtsituation keine der theoretisch denkbaren Optionen letztendlich alle Kunden gleichermaßen zufrieden stellen könnte. Denn auch z.B. die Anwendung des von bisherigen Voranmeldungen bekannten „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzipes würde 99,x% unserer Kunden von jeder Erfolgschance ausschließen – denn es würde nur Minuten dauern, bis hunderte oder tausende Voranmeldungen (denen eine niedrige, zweistellige Zahl erfolgreicher Registrierungen gegenüber sehen wird) vorliegen würden und damit jede weitere Anmeldung faktisch unmöglich wäre.

Grundsätzlich hätte ich zwar Interesse an einer dieser neuen Domains gehabt – aber dieses Verfahren ist dann doch eher unpraktisch und unsicher für mich.


7 Kommentare »

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