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Jens Matheuszik — 16. Oktober 2009, 05:23 Uhr

Flip, Flip, Hurra! – der Einzug der mobilen Taschenkameras in die Verlagsstuben an Rhein und Ruhr


Flip MinoHDImmer mehr Verlage setzen inzwischen auf Video im Internet, Webvideo oder wie auch immer man das ganze nennen möchte1.

Zwei Verlage bzw. Verlagsgruppen aus dem Ruhrgebiet bzw. Nordrhein-Westfalen gehören zu den Vorreitern:
Auf der einen Seite die WAZ-Mediengruppe, die (wie im Beitrag DerWesten nutzt die Flip MinoHD für Videos in über 80 Redaktionen berichtet) ab Mitte Oktober über 130 Taschenkameras des Modells Flip Mino HD in die knapp 80 Redaktionen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westfälische Rundschau (WR) und Westfalenpost (WP) einziehen lässt.

Daneben experimentiert der Verlag Lensing-Wolff (vor allem durch die Ruhr Nachrichten und die Münstersche Zeitung bekannt) mit der Flip Mino. Ohne HD – denn laut Philipp Ostrop bei Twitter ist der Verzicht auf HD praktischer. Damit spricht er vor allem das Datenproblem an – denn so eine mobile Kamera erzeugt (vor allem in HD-Auflösung) schon einiges an Datenmengen, die erstmal vom Hof in Vinnum, dem Schützenfest in Lennestadt oder aber dem Konzert in Dinslaken übertragen werden müssen.

Inzwischen gibt es erste Erfahrungen mit den Kameras:

DerWesten und die Flip MinoHD

Markus Hündgen, der noch bei DerWesten für die Video-Aktivitäten verantwortlich ist, berichtet auf seiner neuen Posterous-Seite in einem Flip-Tagebuch über die Nutzung der Flip. Momentan werden bei der WAZ-Mediengruppe die Redakteure, die bereit sind die Flip zu nutzen, geschult und in dem Tagebuch findet man Informationen dazu – und natürlich auch ein erstes Video:

Bei DerWesten selbst findet man zwar (wenn ich mich nicht irre) noch keine Videos, aber da die Schulungen jetzt erst angefangen haben, finde ich das nicht verwunderlich. Das Video mit dem NRZ-Redakteur Harry Seelhoff aus Moers ist jedoch schon recht aufschlußreich.

Ruhr Nachrichten und die Flip Mino

Nachdem es logistisch erstmal einige Zeit dauerte, bis die Flip Mino-Kameras bei den Ruhr Nachrichten waren (denn normalerweise kann man die ja nicht einfach im Laden vor Ort kaufen, da die Flip Minos offiziell auf dem deutschen Markt noch gar nicht vertreten sind), sind bei den Ruhr Nachrichten die ersten Videos bereits online. Ob nun in Castrop-Rauxel der Rundgang durch das neue City-Center oder aber die in Ickern unter dem Lärm des Schwerlastverkehrs leidenden Anwohner – beide Videos hat Christoph Witte gedreht und ins Netz gestellt. Letzteres Video bezeichnet Philipp Ostrop, vom RegioDo-Desk der Ruhr Nachrichten, übrigens als „Meisterstück“ und sagt dazu: „Genau so muss man es machen!“

Auch in meiner Heimatstadt Olfen nutzt die zuständige Lokalredaktion in Selm (in diesem Fall Theo Wolters) die Flip Videokameras um über Olfen zu berichten – in diesem Fall recht aktuell über ein unschönes Ereignis, einen am gestrigen Abend stattgefundenen Verkehrsunfall zwischen Olfen und Lüdinghausen.

Abgesehen davon, dass es natürlich etwas unpassend ist, wenn vor einem Verkehrunsfall-Video ein besonders sicheres Auto in der Werbung angepriesen wurdde2 kann man dadurch doch schon einen gewissen Eindruck gewinnen. Das „Meisterstück“ finde ich vom Inhalt halt sehr gut, weil es sehr verdeutlicht worum es geht. Steht in der Zeitung, dass „ständig LKWs über die Straße fahren“ dann kann man sich das nicht so gut vorstellen, wie bei dem Live-Termin vor Ort, wo innerhalb kürzester Zeit wirklich zwei dicke LKWs direkt daherrauschen.

Technisch gesehen gefällt mir jedoch das Videomaterial vom Westen beser, wobei man das meiner Meinung nach nicht vergleichen kann, denn das ist ja redaktionsintern und nicht im Außeneinsatz entstanden. Insofern wäre es da dann spannend die ersten DerWesten-Flip MinoHD-Videos von draußen zu sehen.
Nichtsdestotrotz kann man festhalten, dass die Flip Mino-Videos der Ruhr Nachrichten doch etwas „pixelig“ wirken – ob das an der Flip selber oder aber am Videoplayer oder dem Encoding der Videos liegt, kann ich nicht beurteilen.

Bei DerWesten sieht man zwar auch die Probleme der Datenübertragung3, setzt jedoch dennoch auf HD-Videos. Markus Hündgen erklärte auf Nachfrage gegenüber dem Pottblog, dass dies geschieht, da dadurch die Nachbearbeitung mehr Möglichkeiten erhält die Videos zu „veredeln“. Hierfür gibt es (wie im NRZ-Video des Flip-Tagebuch angesprochen) in Essen bei DerWesten professionelle Cutter, die sich um die Weiterverarbeitung des Rohmaterials kümmern. Außerdem setzt DerWesten einen anderen redaktionellen Schwerpunkt – nicht so sehr „Breaking News“-Videos, sondern eher Geschichten, deren Veröffentlichung nicht zeitkritisch ist. Die Videos werden dabei auch nicht als „Hauptelement“ eines Beitrages angesehen, sondern als Ergänzung der klassischen Texte durch bewegte Bilder.

Aktualisierungshinweis: Wie Theo Wolters via Twitter mitteilte, wurde das Video aus Olfen nicht mit der Flip, sondern mit einer Nikon D90 aufgezeichnet.

  1. solange man es nicht Web-TV nennt, denn um klassisches Fernsehen geht es ja eher nicht []
  2. was Philipp Ostrop aber selber zugibt und inzwischen geändert wurde []
  3. die Daten sind ungefähr doppelt so groß wie bei der nicht-HD-Variante []

1 Kommentar »

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  1. (1) Pingback by Logowettbewerb auf Zwanzig10.de | Ruhrbarone @ 6. April 2010, 11:02 Uhr

    […] ersten Preis eine Flip MinoHD, die beispielsweise auch von diversen Verlagen im Verbreitungsgebiet der Kulturhauptstadt 2010 genutzt […]


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