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Jens Matheuszik — 4. Oktober 2009, 12:55 Uhr

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und Welt am Sonntag (WamS): Ein völlig subjektiver Vergleich


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und Welt am Sonntag (WamS)Den deutschen Markt der Sonntagszeitungen bedienen (neben dem Boulevardblatt Bild am Sonntag (BamS)) die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und die Welt am Sonntag (WamS).
Beide lese ich unregelmäßig immer wieder mal, wobei ich mich eigentlich nie so richtig entscheiden kann, welche der beiden Zeitungen ich kaufe. Meistens dann beide.

Anfang September gab es einen Vergleich zwischen FAS und WamS bei Franziskript und Herrn Fiene. Beide Berichte sind herrlich zu lesen – und inspirierten mich zum nachfolgenden – absolut subjektiven – Vergleich zwischen FAS und WamS. Primär geht es um die Gestaltung, aber ich bewerte auch von Teil zu Teil einzelne Artikel der jeweiligen Zeitungen.

Als Testobjekt nutzte ich die jeweiligen Ausgaben vom vergangenen Wahlsonntag, also dem 27. September 2009. Eigentlich sollte dieser Vergleich etwas eher erscheinen, aber vergangenen Sonntag1 hatte ich plötzlich keine Lust mehr auf die Arbeit an diesem Artikel…

Jetzt aber – vielleicht noch gerade rechtzeitig für die heutige Kaufentscheidung am Kiosk? – der ultimative, subjektive Vergleichstest zwischen Provinz (Frankfurt) und Globus (Welt):

Die nachfolgenden Fotos (die man sich allesamt auch in groß bei Flickr anschauen kann, wenn man auf das jeweilige Foto klickt) habe ich allesamt mit der Kodak Zi8 gemacht (siehe auch den Beitrag Kodak Zi8 – ein Test- und Erfahrungsbericht im Pottblog) gemacht… und an diesen Fotos sieht man, dass die Kamera nicht unbedingt in jeder Situation tolle Fotos wie dieses hier machen kann… 😉

Titel

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Der Titel einer Zeitung ist quasi das erste Aushängeschild.

Ich gehe mal davon aus, dass es irgendwelche Statistiken gibt, die belegen, dass Publikationen mit einem gefälligen Titelbild sich besser verkaufen als welche mit einer eher langweiligen Titelgestaltung2.

Das Layout des Titels der FAS vom 27. September 2009 bezieht sich natürlich auf die Bundestagswahl. Die Gestaltung ist zwar irgendwie minimalistisch, weiß aber dennoch zu gefallen. Und das meine ich nicht nur, weil es vermutlich3 mehr rote Kreuze auf dem Titel gibt, als prozentual gesehen Abgeordnete der SPD im neuen Bundestag. Die anderen Themen der aktuellen Ausgabe stehen im selben Layoutkontext, so dass klar ist, dass die Bundestagswahl das beherrschende Thema ist.

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Auch die WamS thematisiert die Bundestagswahlen.

Zwar nur über eine halbe (Titel-)Seite (dadrunter befinden sich glatt noch andere Themen…), aber dafür mit einer lustigen Comicillustration der damals nur noch amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich anscheinend nicht zwischen Frank-Walter (SPD) und Guido (FDP) entscheiden kann.

Wer die WamS regelmäßig liest kennt den Stil der Illustration – es handelt sich um ein Bild von Heiko Sakurai, der früher (ebenfalls für die WamS) die Reihe „Hilmar, der Hauptstadtreporter“ zeichnete.

Gewinner

Eigentlich würde ja die WamS wegen der tollen Heiko Sakurai-Illustration den Punkt bekommen. Aber just diese Illustration erinnert mich daran, dass die WamS seit einiger Zeit auf Hilmar, den Hauptstadtreporter verzichtet, den ich immer gerne gelesen habe. Also wird der Punkt für die WamS abgezogen.
Schlussendlich müsste die WamS auch noch in den (Punkte-)Miesen landen, da sie nur den oberen Teil ihres Titels der Bundestagswahl widmet, während die FAS da doch deutlich kreativer war.

Die FAS hingegen minimalistisch im Design, dennoch das wichtigste Thema adäquat erwähnt. Da punktet die FAS gleich doppelt bei mir. Einen ideellen Extrapunkt gibt es, weil es mehr rote Kreuze als anteilig SPD-MdBs im nächsten Bundestag gibt.

Den Titelkampf hat die FAS für sich entschieden, es steht also FAS vs. WamS: 1:0.

Hauptteil

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Im Hauptteil gibt es den lesenswerten Artikel Helden der Demokratie, in der die FAS für alle im Bundestag vertretenen Parteien die aussichtslosesten Direktkandidaten vorstellt, die sich aber dennoch im Wahlkampf engagieren, obwohl sie wissen, dass sie so gut wie keine Chance auf ein Mandat haben. Als Sozialdemokrat aus dem tiefschwarzen Münsterland kommt mir das leicht bekannt vor. Eine Woche danach ist es übrigens ärgerlich, dass Johannes Singhammer (CSU) dann doch Erfolg hatte und das bisher einzige SPD-Direktmandat in Bayern eroberte4. Schade auch, dass Sonja Steffen (SPD) keinen Erfolg hatte. Ihre CDU-Gegenkandidatin war aber niemand geringeres als eine gewisse Angela Merkel…

Ebenfalls im Hauptteil findet sich der schöne Twitter-Artikel Schnell, live, klebrig (leider nicht online), der auch ganz nett mit Tweets am Rande des Artikels gestaltet wurde. Schade jedoch, dass man im Artikel zur Wahl in Portugal nicht erfährt, dass dort die Sozialdemokraten eine christlichdemokratisch und eher konservative Partei sind und dort unter dem Namen CDU ein kommunistisches Wahlbündnis antritt…

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Auf der Titelseite heißt es noch: „was zuvor geschah, lesen Sie auf Seite 2 & 3“. Die Seiten 2 und 3 sind nebenstehend abgebildet. Es ist eine Werbung. Erst nach dieser Werbung kommen die eigentlichen Seiten 2 und 3 (wieder mit schönen Sakurai-Illustrationen).

Gewinner

Ob jetzt die WamS verliert, weil sie ihre Seiten 2 und 3 verkauft und sich darüber so schämt, dass sie die Seiten 4 und 5 nicht ganz korrekt 2 und 3 nennt oder weil sie mich mit den Sakurai-Illustrationen wieder an Hilmar, den Hauptstadtreporter erinnern – egal was der Grund ist, die WamS verliert auch im Hauptteil.

Es steht jetzt FAS vs. WamS: 2:0.

Sport

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Grundsätzlich finde ich es ja toll, wenn jemand die Bayern bestraft. Aber da der HSV regelwidrig dafür gesorgt hat, dass Borussia Dortmund in diesem Jahr nicht beim UEFA-Cup in der UEFA Europa League5 mitspielt, mag ich den HSV jetzt mal temporär nicht wirklich (abgesehen davon, dass ich Mladen Petric gerne weiter im schwarz-gelben Trikot gesehen hätte).
Wobei von „mögen“ ja eh kaum die Rede (in Zusammenhang mit dem HSV) sein kann, wenn man BVB-Fan ist. Aber neben dem BVB gibt es ja noch andere Mannschaften, die man unter Umständen mögen, tolerieren, bemitleiden, ignorieren oder ablehnen kann…

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Grundsätzlich erst einmal: Siehe oben (HSV, BVB).

Auf der Titelseite des Sportbuches der WamS ist unten rechts eine CDU-Werbung mit Angela Merkel drauf – ich denke man hat großes Verständnis dafür, dass ich dieses Motiv nicht komplett abgebildet habe…

Gewinner

Tja, WamS. Das hätte ein Unentschieden geben können. Wenn ihr nicht Angela Merkel-Werbung unten rechts gehabt hättet. Zwar ein richtiges Zeichen – Angela Merkel gehört meiner Meinung nach eher nach unten als nach oben, aber dennoch. Da hilft dann auch die Spieleranalyse von Lucas Barrios (BVB) nicht viel – was aber auch daran liegt, dass ich nach einem verlorenen Spiel von Borussia Dortmund die Nachberichterstattung nicht dazu lesen möchte.

Es steht jetzt FAS vs. WamS: 3:0.

Feuilleton / Kultur

FAS (Feuilleton)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Der Titel des Feuilletons ist jetzt nicht besonders prickelnd, im Inneren gibt es aber doch noch ein paar interessantere Artikel. Erwähnens- und verlinkenswert ist beispielsweise der Contra-Artikel zur Fragestellung Soll Angela Merkel in Zukunft eine größere Rolle spielen? namens Wo ist sie geblieben?, der gar nicht mal so negativ ist wie es klingen mag…

Leider nicht verlinkensfähig ist die Teletext-Kolumne, die normalerweise Stefan Niggemeier schreibt. Dieser ist jedoch jetzt gerade im Urlaub, so dass vertretungsweise Volker Weidermann einen schönen Beitrag über Marcel Reif verfasst hat. Lesenswert.

WamS (Kultur)

Welt am Sonntag (27.09.2009)Maxim Biller (vom Titel) interessiert mich nicht wirklich, die Artikel im Feuilleton Kulturteil der WamS finde ich eher merkwürdig. Vor allem aber erinnert mich dieses Buch eher an „mixed pickles“, denn ob die Fragestellung „Müssen Lehrlinge Kurzarbeit leisten? Und was passiert im Falle einer Insolvenz?“ wirklich zur Kultur gehört – ich weiß nicht…

Gewinner

Man kann es ahnen:

Es steht jetzt FAS vs. WamS: 4:0.

Wirtschaft

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Schöne Typographie. Von den Artikeln her fand ich Arbeiten: Der Unsinn des Home Office recht interessant.

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Das Bild mit dem Airbag macht auf den dazugehörigen Artikel Airbags für den Arbeitsmarkt aufmerksam. Dort werden verschiedene Methoden vorgestellt, um das Ansteigen der Arbeitslosigkeit zu minimieren und im Gegensatz sogar neue Jobs zu schaffen. Nur gut, dass das ganze nicht Deutschlandplan genannt wird, sonst würde man es ja in Bausch und Bogen verdammen…

Etwas ernsthafter finde ich den Artikel interessant – aber der Vorschlag für eine befristete Zeit die Lohnnebenkosten zu senken ist meiner Meinung nach nicht wirklich durchdacht. Oder will jemand befristet die Leistungen der Kranken- und Rentenversicherung oder der Arbeitsförderung ebenfalls senken?!

Gewinner

Unentschieden.

Es steht daher FAS vs. WamS: 5:1.

Geld & Mehr / Finanzen

FAS (Geld & Mehr)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Die Illustration zum „Krankenkassen fusionieren, Vor- und Nachteile“-Artikel finde ich jetzt nicht ganz so passend. Da muss der Inhalt es wieder ‚rausreißen – und er macht es. Jede Woche findet sich hier das Notizblog (die dazugehörigen Links im Internet im Notizblog) von @JoSchaefers, das sich in dieser Ausgabe um Schnäppchenjäger im Internet dreht. Ebenfalls sehr schön der Artikel Das sind die schlauesten Handys, in dem diverse Smartphones verglichen werden. Das Ergebnis ist jedoch fast schon vorher klar gewesen6:
Handytest + Frankfurter + iPhone (Testteilnehmer) = iPhone (Testsieger)

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Der ölverschmierte James Dean ist natürlich ein gigantisches Motiv.

Gewinner

Nur aufgrund des schönen Motivs schafft die WamS hier ein Unentschieden.

Es steht: FAS vs. WamS: 6:2.

Gesellschaft / Stil

FAS (Gesellschaft)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Das Gesellschafts-Buch hat jetzt nicht gerade eine spannende Gestaltung. Der Artikel über die Plattenbauten in der DDR und der grandiose Starbucks-Verriss kompensieren das jedoch auf der inhaltlichen Seite mehr als deutlich.

WamS (Stil)

Welt am Sonntag (27.09.2009)Das Motiv mit den Lederhosen für die Preußen ist natürlich genial. Und nachdem die FAS Starbucks zerreisst, wollte wohl auch die WamS was in Sachen Kaffee bringen und fragt groß auf der letzten Seite des Stil-Buches, ob es ein „Grundrecht auf Latte machhiato“ gibt.

Gewinner

Hier entscheidet dann mal das Motiv. Mich interessiert Kaffee ja eh nicht.

Es steht jetzt: FAS vs. WamS: 6:3.

Immobilien

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)

Gewinner

Von den Motiven her wäre es eine Entscheidung für die FAS. Aber dafür hat die WamS interessante Immobilienanzeigen auch aus dem Ausland. Habe zwar nicht im Lotto-Jackpot gewonnen, aber das reicht dann für ein Unentschieden.

Neuer Punktestand: FAS vs. WamS: 7:4.

Reise

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Ich gebe es zu, die Eismenschen interessierten mich eher weniger. Genau wie eigentlich das gesamte Reise-Buch. Aber die Kolumne My friend fängt recht genial an7: „Wer denkt, erst Facebook hätte das Wort „Freund“ neu definiert, war noch nie in Asien oder Afrika.“

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Hier gefällt mir der Artikel Riviera Maya: Mein erstes Mal – auf einer Fernreise mit Kind besonders8. Bemerkenswert auch einige der Kommentare dort. Sowohl positiv wie negativ.

Gewinner

Hier punktet dann die WamS.

Neuer Punktestand: FAS vs. WamS: 7:5.

(Technik &) Motor

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Ich bin ja ein Fan der Beilage Technik & Motor, die inzwischen wieder dienstags in der FAZ erscheint. In der FAS gibt es ein gleichnamiges Buch, welches diesmal zwar etwas motorlastig ist, aber am Ende im Artikel Der große Postraub den Raub von (digitalen) Identitäten thematisiert.

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)Gestalterisch fällt die WamS mit dem lilafarbenen potentiellen Nachfolger des Citroen 2CV (die Ente!) auf, auch wenn ich mir wohl eher nie einen Wagen in dieser Farbe holen würde.

Gewinner

Lilafarbene Ente-Nachfolger gegen alte Opel-Modelle. Gestalterisch gewinnt die WamS. Aber ich bin Fan von Technik & Motor bei den Frankfurtern.

Daher der neue Punktestand: FAS vs. WamS: 8:5.

Wissenschaft

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)

WamS

./.

Gewinner

Recht einfach… und auch gerechtfertigt, denn das Motiv der Zugspitze ist schlicht und ergreifend gut.

Daher der neue Punktestand: FAS vs. WamS: 9:5.

Derivate

FAS

./.

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)

Gewinner

Eigentlich sieht das ja nach einem klaren Punkt für die WamS aus. Aber ich finde das Bild einer Weinlese passt zum Thema Derivate nicht wirklich, auch wenn die Bildbezeichnung „Weinernte im französischen Département Gironde. Vielen Zertifikateprodukten fehlt es an guter Tradition“ eine Verbindung versucht. Schaut man sich die restlichen Artikel an, dann scheint man bei der WamS zuviel an Wein zu denken (Weintrauben, Weinpressen). Sorry, ich mag Symbolfotos schon in Internet-Portalen nicht so wirklich – in einer Printausgabe einer Sonntagszeitung erst recht nicht. Punktabzug!

Daher der neue Punktestand: FAS vs. WamS: 9:4.

Beruf und Chance

FAS

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.09.2009)Das Bild finde ich nicht wirklich prickelnd. Eher frage ich mich, warum es hier Beruf und Chance heißt, während es ein paar Blätter weiter vorne Technik & Motor genannt wird. Hätte ein kaufmännisches Und nicht im Bereich Beruf viel eher was verloren?

WamS

./.

Gewinner

Unentschieden.

Es bleibt daher bei: FAS vs. WamS: 9:4.

NRW

FAS

./.

WamS

Welt am Sonntag (27.09.2009)In Nordrhein-Westfalen hat die WamS noch eine spezielle NRW-Beilage. Das alleine ist ja schon mal sehr nett. Auch der Artikel Brisante Dienste für Staat und Partei weiß (mir) zu gefallen.

Dieser positive Eindruck wird aber gleich eine Seite weiter zunichte gemacht:
Der Artikel Politisches Schwergewicht beschreibt den Einfluss von nordrhein-westfälischen Politikern auf die Bundespolitik bzw. wie es früher selbstverständlich war, dass beispielsweise Konrad Adenauer (CDU) und Willy Brandt (SPD) ganz vorne auf den NRW-Landeslisten der Parteien zur Bundestagswahl standen.

Weiter heißt es:

Platz eins der SPD hält in NRW der Parteivorsitzende Franz Müntefering aus dem Sauerland, gefolgt von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, dem bisherigen DGB-Landeschef Guntram Schneider, Axel Schäfer, Ulrich Kelber und Christoph Pries.

Liebe Welt am Sonntag: Das ist peinlich!
Dass ihr jetzt Angelica Schwall-Düren (Platz 2) nicht spotan kennt ist zwar schlecht, aber fast schon verzeihbar. Pottblog-Leser wären im Vorteil gewesen, da ich bereits vor einiger Zeit auf den Beitrag Ich wähle Angelica Schwall-Düren (SPD) mit meiner Erst- und Zweitstimme hingewiesen hatte. Aber den Namen Peer Steinbrück (auf Platz 3 der Landesliste) hätte man schon mal hören können…

Übrigens: Guntram Schneider taucht auf der Reserveliste der SPD in NRW gar nicht auf. Ich weiß ja nicht welches Quellenmaterial die WamS-Autoren hier hatten – die offiziell festgestellten Landeslisten (NRW) zur Bundestagswahl 2009 können es aber nicht gewesen sein.

Gewinner

Theoretisch ein Punkt für die WamS, da sie überhaupt einen NRW-Teil hat. Der Fehler mit den Reservelisten (und solche Fehler lese ich immer wieder mal in Welt und Welt am Sonntag) ist jedoch dermaßen peinlich, dass ich fast schon über einen Punktabzug nachgedacht habe. Da jedoch die WamS im NRW-Teil immer wieder den PFT-Skandal um NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) thematisiert bleibt es bei einem wohlwollenden Unentschieden.

Daher der alte und neue Punktestand: FAS vs. WamS: 9:4.

Fazit

Die FAS gewinnt dann doch deutlich gegen die WamS. Zwar gibt es in der WamS immer wieder mal interessante Gestaltungen der einzelnen Zeitungsbücher, aber auch die FAS ist nicht schlecht. Manchmal (Titel) ist weniger auch deutlich mehr.

Bei der WamS stört mich jedoch bei Artikeln die Fehlerträchtigkeit. Natürlich könnte man es eine Petitesse nennen, wenn man bei einem Artikel über die NRW-Reservelisten zur Bundestagswahl sich vertut – aber eigentlich kann das doch gar nicht passieren. Hoffentlich die Autoren haben sich am Sonntag im Wahllokal für diese Fehler geschämt, als sie plötzlich ganz andere Namen auf den Stimmzetteln sahen als in ihrem eigenen Artikel…
Wenn ich solche offensichtlichen Fehler sehe, dann frage ich mich auch immer, ob die jeweilige Zeitung (solche Fehler gibt es ja auch in anderen Bereichen) auch bei anderen Themen ähnlich verlässlich schreibt…

  1. so ca. ab 18:00 Uhr []
  2. der alte karge FAZ-Titel ohne jegliches Foto bestätigt als Ausnahme die Regel []
  3. wer will kann ja gerne nachzählen – dafür einfach das Foto in Originalgröße anschauen []
  4. wenn die FAS bei der nächsten Wahl einen ähnlichen Beitrag plant, wird es schwierig einen CSU-Underdog zu finden… []
  5. selten dämlicher Name… []
  6. auch wenn ich das sehr gut nachvollziehen kann []
  7. und hört auch sehr schön auf []
  8. und ich wundere mich, warum es den Artikel als Meine erste Fernreise mit Kind noch einmal gibt []

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