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Jens Matheuszik — 18. Juli 2009, 05:23 Uhr

Weder „Online first“ noch „Online last“ bei der BILD Ruhrgebiet


BILD Ruhrgebiet: Ist die Stadt Bochum der größte Saftladen Deutschlands?Ende Februar 2009 wurde bekannt, dass die Ruhrgebiets-Ausgaben der BILD-Zeitung online gehen sollen.

Bis dahin gab es nur die „normale“ Bundesausgabe der BILD, unter anderem angereichert mit der regionalen Sportberichterstattung der jeweiligen Bundesliga-Vereine.

Anfang März starteten dann die BILD-Regionalausgaben Ruhrgebiet, Köln und Düsseldorf im Internet.

Philipp Ostrop, Redaktionsleiter am RegioDo-Desk der Ruhr Nachrichten, schrieb schon damals via Twitter:

Bild Ruhrgebiet ist online. Erster Eindruck: Alte Geschichten aus der Print-Ausgabe plus Agentur-Ticker. http://tinyurl.com/blnmc9 #bild

Meine eigene Einschätzung

Ob man damit wirklich die Region aufmischen kann, das wage ich erstmal zu bezweifeln. DerWesten, das Internet-Portal der WAZ-Mediengruppe, braucht da erstmal keine Angst zu haben.

scheint zuzutreffen, wenn man sich gerade die aktuelle Berichterstattung der BILD Ruhrgebiet anschaut:

Am Donnerstag berichtete die BILD und fragte nach, ob die Stadt Bochum der größte Saftladen Deutschlands sei (siehe Bild oben links).

Aktueller Grund und Anlass für diese Fragestellung ist das Verschwinden von Rechnungsbelegen aus dem letzten Jahrzehnt, die unter Umständen eine Rückzahlung in zweistelliger Millionenhöhe notwendig machen (siehe den Bericht Seid verschlungen Millionen der Ruhrbarone) – und das wo die Stadt Bochum schon ohne diese Zusatzzahlungen eine äußerst finanziell angespannte Lage aufweist.

Weitere Kritikpunkte der BILD-Zeitung sind:

Eigentlich hatte ich vor diesen Artikel hier im Pottblog zu verlinken, aber ich musste feststellen, dass es ihn (noch?) nicht online gibt. Am nächsten Tag fand ich den Artikel immer noch nicht online, dafür gab es jedoch in der Freitags-Ausgabe der BILD Ruhrgebiet den nachfolgend abgebildeten Artikel:

BILD Ruhrgebiet: Wie lange wollen Sie noch schweigen, Frau Oberbürgermeisterin?Diesmal fragt die BILD, wie lange die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) noch schweigen möchte. Dem Artikel zufolge wollte die BILD zwei Tage lang die Oberbürgermeisterin interviewen, was jedoch aufgrund von Zeitmangel nicht klappte. Stattdessen kommt die Opposition, beispielsweise Lothar Gräfingholt, der OB-Kandidat der CDU Bochum, zu Wort.

Auch dieser Artikel findet sich leider nicht online auf der Internet-Seite der BILD Ruhrgebiet.

Im Gegensatz zur ebenfalls wie die BILD-Zeitung aus dem Axel-Springer-Verlag stammenden Tageszeitung Die Welt mit ihrem Web bzw. Online first-Prinzip setzt die BILD nicht auf dieses Prinzip (siehe auch turi2). Dennoch frage ich mich, warum die Artikel immer noch nicht online sind. Und auch die Tatsache, dass der von der BILD zitierte CDU-Gegenkandidat von OB Ottilie Scholz inzwischen via WAZ/DerWesten den Rücktritt von Ottilie Scholz fordert, findet sich nicht auf der Ruhrgebiets-Seite der BILD im Internet (aber wahrscheinlich in der Print-Ausgabe vom Samstag).


1 Kommentar »

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  1. (1) Pingback by Weder “Online first” noch “Online last” bei der BILD Ruhrgebiet … @ 18. Juli 2009, 09:40 Uhr

    […] Kaynak: Weder “Online first” noch “Online last” bei der BILD Ruhrgebiet … […]


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