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Jens Matheuszik — 10. Juni 2009, 08:23 Uhr

Gesehen: Star Trek 11


Star TrekSchon vor ein paar Wochen habe ich den inzwischen elften Kinofilm aus der gleichnamigen Reihe gesehen: Star Trek. Dazu wollte ich eigentlich schon die ganze Zeit bloggen, kam aber bisher irgendwie nicht dazu. Aber solange der Film noch nicht bei Sat.1 im Fernsehen läuft, kann man das ja noch nachholen…

Vorweg muss ich sagen, dass ich mich selber schon als Star Trek-Fan bezeichne – etwas anderes wäre sicherlich auch nicht angemessen, wenn man bedenkt, dass ich z.B. noch alle einzelnen Folgen der Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: TNG) auf VHS-Cassette irgendwo in einem Karton liegen habe1.

„Star Trek-technisch“ gesehen bin ich mit TNG und Captain Jean-Luc Picard „aufgewachsen“ und war nie ein Fan von Captain Kirk, Spock, „Pille“ McCoy usw. Natürlich habe ich mir die alte Ursprungs-Serie auch angeschaut, war aber nie wirklich großartig davon begeistert.

Dennoch wollte ich unbedingt den neuen Kinofilm sehen und war wirklich gespannt (keine Sorge, ich verrate nicht alle Details – wer jedoch noch nichts vorab erfahren will, sollte explizit nicht weiter lesen, auch wenn ich mich da sehr zurückhalte):

Um es kurz zu machen: Der Film hat mir sehr gut gefallen!

Der Film fängt geschickt an – da man erst mal gar nicht weiß, worum es geht und somit erst nach einiger Zeit bemerkt, dass der dargestellte Kirk gar nicht James T. Kirk ist, sondern sein Vater. Wobei: Darauf hätte man kommen können, wenn man im Vorfeld sich drum gekümmert hätte, welche Schauspieler welche Rollen haben. Das hatte ich aber nicht und so war ich überrascht die Geburt des berühmtesten Sternenflotten-Offiziers mitten in einer Raumschlacht zu sehen.

Einige Jahre später verschlägt (im wahrsten Sinne des Wortes) es Kirk dann zur Akademie der Sternenflotte nach San Francisco, wo er erstmalig auf „Pille“ McCoy und den Halb-Vulkanier Spock trifft. Wobei letzteres nicht ganz spannungsfrei bleibt… einen plötzlichen Notfall und ein paar Sternenflotten-Regularien gebeut später geht es an Bord der NCC 1701 Enterprise2 unter dem Kommando von Captain Pike.

In der Nähe des Planeten Vulkan trifft die Enterprise auf einen romulanischen Angreifer, den man schon von der Anfangssequenz her kennt und schnell kann sich Kirk erstmalig so richtig bewähren.

Im weiteren Verlauf deckt er den Plan des Angreifers auf und schafft es diesen zu vereiteln. Nicht ganz ohne Verluste (und das ist sehr harmlos und untertrieben ausgedrückt), aber am Ende ertönen dann doch die berühmten Worte Der Weltraum, unendliche Weiten….

Fazit

Mir ist klar, dass ich nicht wirklich viel über den Inhalt geschrieben habe – das liegt aber daran, dass ich den Film sehr gut fand und jedem Star Trek-Interessierten nur anraten kann, den Film selber zu sehen. Für diese Leser wollte ich nicht zu viel verraten, damit man im Film selber einigermaßen überrascht ist. Denn überraschend ist der Film schon.
Meine Befürchtung, dass ein „Zurück in die Vergangenheit“ nicht gut umgesetzt wird, hat sich als unwahr erwiesen, denn es wurde meiner Meinung nach im Film zwar deutlich, dass es sich um eine ältere Geschichte aus dem Star Trek-Universum handelt, aber das ganze ohne den Plastik-Charme der klassischen Star Trek-Serie. Da ich persönlich ein Fan von alternativen Zeitsträngen bin, gefiel es mir auch gut, dass dieser Film dieses Element nutzte. Nur: Meiner Meinung nach hätte man am Ende das ganze Zeitrad zurückdrehen müssen.

Schade auch, dass an der einen oder anderen Stelle die Geschichte etwas konstruiert wirkt – oder ist z.B. die komplette planetare Verteidigung der Erde auch gerade im laurentanischen System auf Manöver? 😉

Töffte3

  • interessante Geschichte (ich mag alternative Zeitstränge)
  • gute Schauspieler
  • endlich mal wieder „Star Trek“ im Kino

Panne4

  • Story manchmal etwas konstruiert
  • die Geschehnisse des alternativen Zeitstranges wurden nicht umgekehrt
  • die Romulaner waren meiner Meinung nach nur Barbaren mit spitzen Ohren – und nicht so cool wie in TNG
  1. wobei ich mich frage, wie lange so eine VHS-Cassette haltbar ist… []
  2. ich muss ja gestehen, dass ich immer ein Fan der NCC 1701-D bleiben werde… []
  3. ruhrgebietsdeutsch für: gut, schön, passend []
  4. ruhrgebietsdeutsch für: u.a. Zustand der Dösigkeit, etwas was nicht toll ist []

4 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Muriel @ 10. Juni 2009, 17:30 Uhr

    Das sagen alle, aber ich weiß nicht, warum. Ich habe den Film auch gesehen, unter ähnlichen Voraussetzungen (regelmäßiger Star-Trek-Zuschauer von Next Generation an, ab Voyager wurd’s mir dann wieder zu doof), aber er hat mir wirklich überhaupt gar nicht gefallen. Den Töffte- und Panne- Aspekten hier kann ich mich noch fast anschließen, etwas konstruiert ist meiner Meinung nach aber arg geschmeichelt… Mein Fazit wäre eher so was wie „Run, don’t walk“.
    Trotzdem danke für die Kritik, die hat mir gefallen!


  2. (2) Kommentar by Jens @ 13. Juni 2009, 23:52 Uhr

    @Muriel (1):
    Ich wollte nicht „an den Haaren vorbeigezogen“ schreiben, denn insgesamt war das doch meiner Meinung nach gutes Popcorn-Kino.


  3. (3) Kommentar by Muriel @ 14. Juni 2009, 00:14 Uhr

    Ja, das höre ich oft über den Film, und ich kanns ja auch teilweise verstehen. Mir fällt es wohl einfach nur besonders schwer, über solche Plotschwächen hinwegzusehen. Für mich ist es einfach schwer zu ertragen, wenn ich permanent da sitze und denke: „Was? Oh. Ja klar. Ich glaub’s auch.“ Vielleicht sagt das mehr über mich als über den Film…


  4. (4) Kommentar by Jens @ 19. Juni 2009, 17:18 Uhr

    @Muriel (3):
    Da es kein Film mit Picard & Co. war, konnte ich über die Plotschwächen besser hinwegsehen. Ich hatte halt deutlich weniger erwartet – mit so einer Erwartungshaltung wurde ich dann nicht enttäuscht, sondern positiv überrascht.


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