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Jens Matheuszik — 30. Mai 2009, 20:35 Uhr

Opel Bochum gerettet: Gut gemacht, Herr Rüttgers!


Jürgen RüttgersWenn man den Medien glauben darf, gibt es jetzt doch noch eine Lösung für Opel, die deutsche Tochter des angeschlagenen US-Konzerns General Motors (GM).

Nach einer erneuten Nachtsitzung waren sich Vertreter von Opel, GM, der Bundesregierung, der Landesregierungen mit Opel-Standorten, der amerikanischen Regierung und des kanadisch-österreichischen Unternehmens Magna am Ende einigermaßen einig. Der Baron aus Bayern ((Wirtschaftsminister von und zu Guttenberg)) zwar nicht so ganz, aber dann doch irgendwie, aber auch nur so halb…

Magna darf bei Opel ans Steuer (wie das Handelsblatt berichtete) und will alle deutschen Opel-Standorte erhalten und möglichst viele Stellen erhalten.

Laut DerWesten sollen bei Opel Bochum rund 2000 Stellen wegfallen wobei dies ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen soll. Im Vergleich zum ersten Entwurf des Magna-Konzeptes eine deutliche Verbesserung für Bochum und Nordrhein-Westfalen (NRW).

Insofern ein Lob an Jürgen Rüttgers (siehe Abbildung), den Ministerpräsidenten von NRW, der mit seinen Einsprüchen zum ersten Konzept erst das jetzige Ergebnis für Bochum und NRW herausgeholt hat.

In der aktuellen Ausgabe ihres Video-Podcasts hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung von Staatshilfen betont, denn ohne die Staatshilfen der Bundesrepublik Deutschland und der vier Bundesländer mit Opel-Standorten (Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Thüringen) wäre die Rettung von Opel wohl nicht möglich gewesen, da ansonsten die für die nächsten Tage erwartete Insolvenz von GM auch Opel mit in den Abgrund gerissen hätte.

Schade nur, dass die FDP in Nordrhein-Westfalen jetzt weiter taktische Spielchen durchführt:
Erst fehlte kürzlich Gerhard Papke, der FDP-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag, als Jürgen Rüttgers alle Fraktionsvorsitzenden des Landtags über den Stand der Dinge informierte und jetzt torpediert die FDP weiter die Rettung Opels. In dem oben verlinkten DerWesten-Artikel heißt es dazu:

Die FDP im Düsseldorfer Landtag hingegen hat die für Samstag geplante Entscheidung über die NRW-Beteiligung an der Opel-Rettung überraschend platzen lassen. „Wir wollen eine optimale Lösung für Nordrhein-Westfalen, deshalb lassen wir uns nicht unter unnötigen Zeitdruck setzen“, sagte FDP-Fraktionschef Gerd Papke nach einem ersten Gespräch mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Morgen.

Die FDP will die ausgehandelten Verträge zunächst genauer prüfen und auch noch die für Sonntagvormittag geplante Entscheidung der Hessischen Landesregierung abwarten. „Wir sind in engem Kontakt mit unseren Parteifreunden in Hessen“, sagte NRW-FDP-Chef Andreas Pinkwart.

Herr Rüttgers – falls die FDP in NRW nicht will:
Ich bin mir sicher, dass es auch ohne die FDP eine Mehrheit im Landtag für die Opel-Rettung geben wird!

PS: Das Rüttgers-Bild stammt aus dem entsprechenden Wikipedia-Beitrag.


8 Kommentare »

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