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Jens Matheuszik — 30. März 2009, 00:30 Uhr

Poken: Austausch virtueller Identitäten mit kleinen Tieren mit USB-Anschluss


Mein Poken auf dem BarCampRuhr 2Eines der Trendthemen auf dem bar camp ruhr war Poken.

Hierbei handelt es sich um ein kleines Plastikteilchen in Form eines mehr oder weniger putzigen kleinen Tierchens (siehe Abbildung), das man beim Aufeinandertreffen mit dem Besitzer eines anderen Pokens aneinanderhalten kann. Über irgendeine Funktechnik ((NFC, RFID oder sonst irgendwas)) tauschen die beiden Pokens dann ihre jeweiligen IDs aus. Schließt man dann den Poken mit den zwischendurch gesammelten ((gepokten?)) IDs am Computer an, zeigt die Poken-Website die mit den IDs verbundenen virtuellen Visitenkarten an und man kann diese endgültig bestätigen (oder ablehnen).

Seine eigene virtuelle Visitenkarte legt man natürlich auch auf der Website entsprechend an und kann dabei vor allem auch die diversen Web-Profile (Xing, twitter, Facebook usw.usf.) verlinken.

Obwohl es auch kritische Stimmen gab, sah man spätestens am Sonntag immer mehr Leute mit Pokens am Namensschild. Weitere Details zu den Poken gibt es unter anderem bei den Blogpiloten.

Persönlich finde ich die Idee gar nicht mal schlecht, aber es gibt doch noch einige negative Punkte:

Erst einmal sind es natürlich die Sicherheitsbedenken – damit ich z.B. einen twitter-Account auf meiner Visitzenkarte einbinden kann, muss ich die kompletten Anmeldedaten inklusive Passwort angeben. Bei Facebook wird zwar mittels Facebook-Connect eine bessere Alternative geboten, aber bei den von mir verwendeten Diensten ist dies der einzige, der nicht so eklatant unsicher ist ((flickr bietet eine facebookähnliche Lösung an, die jedoch leider nicht genutzt wird)).

Außerdem bringt so ein Poken nur dann was, wenn man sich mit Leuten trifft, die auch ein Poken besitzen. Die Chance auf dem bar camp ruhr 2 jemanden mit einem Poken zu treffen war nicht gering – aber wenn man nicht gerade auf einem bar camp weilt, dürfte es Probleme geben. Insofern könnte es schon sein, dass auf der kommenden re:publica von vielen die Poken zum letzten Mal ernsthaft genutzt werden.

Auch die Website von Poken bedarf noch einiger Überarbeitung – diverse Fehler machten an diesem Wochenende es mal mit dem einen und mal mit dem anderen Browser z.B. die neuen Poken-Freundschaften zu bestätigen.

Schlußendlich spricht auch das Aussehen nicht unbedingt für Poken, denn die Gestaltung der Poken scheint eher eine gewisse Jugend- bzw. Schülerkompatibilität auszudrücken. Laut der zweiten Poken-Session ((am Sonntag)), soll es jedoch Mitte 2009 „seriöse“ Pokens geben.

Trotz der geäußerten Kritik an Poken halte ich die Grundidee für gut. Mein Vorschlag für ein etwas abgewandeltes Geschäftsmodell wäre es, dass jeder BahnCard-Nutzer von der Bahn ((unter welchem Vorstandsvorsitzenden auch immer…)) ein Poken bekommt, auf dass er seine aktuelle Buchungen laden kann, so dass man im Zug nur noch mit dem Aneinaderhalten der Pokens seine Fahrberechtigung nachweisen kann.

Ich bin mal gespannt ob Poken sich durchsetzen wird!


16 Kommentare »

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