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Jens Matheuszik — 22. Februar 2009, 14:50 Uhr

DFB vs. Jens Weinreich: Journalist bittet um Spenden für Rechtsstreit


Über das meiner Meinung nach skandalöse Verhalten des DFB – besonders in Form des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger – gegen den Sportjournalisten Jens Weinreich habe ich bisher nur nur kurz am Rande berichtet.

Wer sich da genauer drüber informieren will, findet natürlich bei Jens Weinreich selber Informationen – z.B. im schönen Webweiser. Ansonsten kann man einiges dazu auch (inklusive Wertungen) z.B. bei Coffee & TV und Stefan Niggemeier lesen.

Zwar konnte Jens Weinreich schon einige Gerichtsverfahren für sich entscheiden, jedoch hat er als Privatperson natürlich nur beschränkte finanzielle Ressourcen und hat daher jetzt den Beitrag Zwanziger/DFB ./. Weinreich: Spenden und Mitleidsbekundungen veröffentlicht. Dort heißt es:

Es folgt ein Text, gegen den ich mich seit drei Monaten sträube. Ich weiß, dass ich Ende November, als ich großspurig das Dreinull verkündete, darum bat, von Spenden und anderen Mitleidsbekundungen abzusehen. Inzwischen sehe ich das anders. Zwar sind seither ein weiterer Gerichtsbeschluss und ein Urteil zu meinen Gunsten ergangen. Doch meine Kosten sind beträchtlich gestiegen. Längst hat sich eine fünfstellige Summe an Anwalts- und Gerichtskosten angehäuft, nur ein Teil davon muss die Gegenseite erstatten. Für alle Nichtjuristen: Es ist keinesfalls so, dass ich keine Rechnungen begleichen muss, nur weil ich bislang vor Gericht gut abgeschnitten habe.
[…]
Über die Frage, wer wem was bezahlt und welche Versicherungen greifen, hat der DFB-Präsident in einigen Interviews gesprochen. Er hat keine Sorgen. Ich habe gleich zu Beginn klargestellt, dass ich als freier Journalist das Risiko allein trage.
[…]
Ich habe ein Bankkonto und ein Paypal-Konto eingerichtet, die beide nur für die juristische Auseinandersetzung mit dem DFB verwendet werden. Jede Überweisung wird mir helfen, mein Risiko zu mindern. Rechnungen, die ich bislang beglichen habe, werde ich nicht über etwaige Eingänge auf den neuen Konten ausgleichen. Für Transparenz auf den Konten ist gesorgt. Ich bin bereit, die Auszüge zu veröffentlichen und würde gegebenenfalls die Namen und Daten derjenigen, die nicht darauf erscheinen möchten, schwärzen. Ich kann die Kontoauszüge, Rechnungs- und Überweisungsbelege auch über unabhängige Institutionen wie das Netzwerk Recherche oder Transparency International prüfen lassen. Alles ist möglich. Sollte ein Wunder geschehen und am Ende sogar ein Betrag auf dem Bankkonto verbleiben, der nicht benötigt wird, würde ich dafür plädieren, diese Summe einer Journalistenvereinigung für ähnliche Fälle zur Verfügung zu stellen.

Spendenbescheinigungen kann ich allerdings nicht ausstellen.

Ich könnte nur Danke sagen.

Memo an mich: Sobald die Homebanking-Software wieder läuft ist da Geld zu überweisen.


3 Kommentare »

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  1. (1) Pingback by 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Stellnetz: Frische Links vom Links vom Jadebusen.. @ 22. Februar 2009, 16:27 Uhr

    […] Recht haben und Recht bekommen sind vor allem bei asymmetrischer Verteilung der finanziellen Mittel nicht unbedingt das Gleiche. Jens Weinrich, aufrechter Kämpfer gegen den DFB, macht gerade diese Erfahrung und bittet in aller Bescheidenheit um Spenden. (via) […]


  2. (2) Pingback by Von Demagogen und terrorverdächtigen Kindern: Blogschau (2/IV) @ 22. Februar 2009, 20:30 Uhr

    […] auch wenn sie eigentlich so gar nichts mit Fussball anfangen können, haben sich bereits solidarisch erklärt. Stefan Niggemeier weist auf die kindlich anmutenden Forderungen Zwanzigers hin und auf den […]


  3. (3) Pingback by “Zwanni gegen Zwanziger”: Soziale Prozesskostenhilfe, das Netz gegen den DFB — ☠ Ring2 @ 23. Februar 2009, 16:34 Uhr

    […] der fußballbegeisterten Netzöffentlichkeit ist der Fall entschieden – für Weinreich, für die Meinungsfreiheit. Nun zeigt […]


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