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Jens Matheuszik — 11. Februar 2009, 23:09 Uhr

Unnötiger Rücktritt von Oliver Wittke


Heute ist Oliver Wittke, der Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, von seinem Amt zurückgetreten.

Grund ist ein Tempoverstoß, denn Wittke wurde dabei geblitzt, wie er mit 109 km/h in einer „Stadt“ ((laut eigener Aussage war (sinngemäß) nur „links ein Hof, rechts eine Weide und Viehhaltung“ zu sehen)) fuhr und somit deutlich zu schnell war. Dafür musste er zwischenzeitlich den Führerschein abgeben.

Inzwischen wurde bekannt, dass das schon ein wiederholter Verstoß gegen die Verkehrsregeln war, denn vor 8 (in Worten: ACHT!) Jahren ist er (damals noch als Oberbürgermeister von Gelsenkirchen) auf der Autobahn A2 bei Herten zu schnell gewesen.

Natürlich ist es nicht gut, dass Oliver Wittke anscheinend ein Raser ist – und 109 km/h sind, solange es noch kein „Ortsendeschild“ gab schlicht und ergreifend viel zu viel. Dafür hat er wohl auch schon seine gerechte Strafe bekommen, denn ich gehe davon aus, dass der Führerscheinentzug auch mit einer Geldbuße gekoppelt ist.

Ich persönlich denke jedoch, dass dieser Rücktritt nicht notwendig ist. Natürlich müsste Wittke sich fragen, inwiefern er sich noch als Vorbild eignet und bestimmte Kampagnen (gegen Raserei) sollten nicht mehr sein Konterfrei tragen, aber da es sich einerseits um ein mehrere Jahre vergangenes Vergehen handelt und andererseits bei beiden Ereignissen niemand zu Schaden gekommen ist, finde ich das ganze übertrieben und schließe mich den Ruhrbaronen an, die Och nee, nicht deswegen sagen.

Wenn man überlegt wegen welcher Sachen andere Politiker (ob nun z.B. Roland Koch mit seinen jüdischen Vermächtnissen oder aber Eckhard Uhlenberg mit dem PFT-Skandal in der Ruhr) eben nicht zurückgetreten sind – dann ist der Rücktritt von Oliver Wittke unnötig. Ich vermute einfach mal, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers jetzt einfach nur sauer war ((da er angeblich von beiden Vorfällen nur aus der Zeitung erfahren hatt)) und Wittke „zurückgetreten worden ist“.

Oliver Wittke will sich jetzt erstmal auf sein Abgeordnetenmandat und auf den Vorsitz der CDU Ruhr konzentrieren – ich gehe davon aus, dass man in Zukunft noch mal von ihm hören wird.

PS: Das verwendete Bild habe ich dem verlinkten Wikipedia-Eintrag entnommen und stammt von Klaus Rassmann.


14 Kommentare »

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