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Jens Matheuszik — 18. Januar 2009, 18:47 Uhr

Die SPD in Hessen hat verloren


Hessen hat gewählt. Mal wieder. Vor weniger als einem Jahr schrieb ich bereits Der hessliche Koch ist abgewählt, was sich jedoch nicht als richtig herausstellen sollte. Das (vorläufige) amtliche Endergebnis zeigte quasi ein Patt zwischen CDU und SPD im Landtag von Wiesbaden.

Der seit einem Jahr nur geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Roland Koch konnte jetzt mit seiner CDU quasi das Ergebnis vom letzten Mal wiederholen ((was im übrigen deutlich schlechter ist, als es in den Umfragen prognostiziert wurde)), während die SPD drastisch verlor. Großer Gewinner der Wahl ist die FDP, wobei auch die Grünen recht gut abgeschnitten haben und die Linkspartei sich auch noch in den Landtag retten konnte.

Das die SPD so deutlich verloren hat ist meiner Meinung nach schon mit den Querelen innerhalb der SPD nach dem letzten Wahlgang im Januar 2008 zu verbinden. Der Wortbruch von Andrea Ypsilanti wird – um es mal positiv ausdrücken zu wollen – sich sicherlich nicht positiv auf das SPD-Stimmenergebnis ausgewirkt haben.

Ich finde es übrigens gut, dass Thorsten Schäfer-Gümbel so eben einerseits erklärt hat, dass das für die SPD eine schwere Niederlage sei (solche Erkenntnisse gibt es in Bayern ja auch nicht immer…) und andererseits der SPD-Spitzenkandidat die hessische SPD anführen möchte. Ich denke mit Thorsten Schäfer-Gümbel wird man in Hessen noch rechnen können.

Ein weiterer Verlierer (neben der SPD) ist dann aber doch noch auszumachen: Roland Koch.
Die CDU in Hessen ist zwar stärkste Partei geworden und somit natürlich auch Wahlsieger – aber das die CDU aus der Steilvorlage der SPD nicht mehr machen konnten, spricht nicht gerade für Roland Koch. Das erklärt dann auch das sehr gute Ergebnis der FDP in Hessen – das werden wohl all die Wähler gewesen sein, die sowohl die SPD (mutmaßlich wegen der Vorkommnisse im letzten Jahr) als auch die CDU (mutmaßlich wegen Roland Koch) nicht wählen wollten. Bei den Ruhrbaronen wird deswegen schon der Rücktritt Kochs gefordert, aber dazu wird es sicherlich nicht kommen.

PS: Das Bild von Roland Koch stammt von Kuebi aus dem oben verlinkten Wikipedia-Eintrag.


5 Kommentare »

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