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Jens Matheuszik — 14. Dezember 2008, 22:12 Uhr

Eigene Fotos auf Leinwänden


In den Zeiten, in denen Digitalkameras immer mehr Haushalte erobern (rechnerisch kommt alleine unser Haushalt auf eine 100 %-Abdeckung, da wirklich jede/r bei uns eine Kamera hat) gibt es immer mehr Fotos. Musste man sich früher auf einige wenige Fotos beschränken, da man für jedes Foto Geld bezahlen musste, ist das in den digitalen Zeiten von heute doch was anders. Da ist nur die Größe der verwendeten Speicherkarte das Limit und wenn die voll ist, legt man halt die Ersatzkarte ein.

Doch einen Nachteil hat diese digitale Bilderflut meiner Meinung nach schon – es gibt immer weniger „echte“ Fotos. So richtig zum Anfassen1, einsortieren in Fotoalben usw.

Wenn ich meine eigene Fotopraxis (die ich nicht wirklich habe…) Revue passieren lasse, dann muss ich auch feststellen, dass ich in den vergangenen Monaten und Jahren zwar sicherlich einige Gigabytes an Fotos gemacht habe, aber insgesamt nur von rund zehn Stück einen Papierabdruck anfertigen liess. Und nein, das lag nicht daran, dass ich nur zehn gute Fotos gemacht habe, sondern eher an der Tatsache, dass jemand ein paar Fotos haben wollte, ich sie ihm aber – mangels Computer – nicht per eMail schicken konnte.

Ob das Problem mit den digitalen Fotos, die es nur in digitaler Form gibt, irgendwann mal zu einem historischen Problem wird, weil viele zeitgenössische Bilder nur digital vorliegen und eventuell zukünftig nicht mehr gelesen werden können, das ist jetzt nicht das eigentliche Thema dieses Beitrages.

Doch anstatt der Papierabzüge von digitalen Bildern gibt es inzwischen diverse Produkte, auf die man die digitale Bilderflut bannen kann. Ob nun Kalender, Mauspads, Tassen oder ähnliches – es gibt eigentlich nichts, wo man Bilder nicht drauf verewigen kann. Doch auch eher klassisch anmutende Möglichkeiten gibt es – wie z.B. den Druck auf Leinwände:

Ich wurde auf den Dienst leinwandfoto.de aufmerksam gemacht (siehe auch den Hinweis am Ende des Beitrages), wo man die Möglichkeit hat seine Digitalbilder auf Leinwand zu drucken:

Startseite von leinwandfoto.de

Bestellung (07.11.2008)

Die Homepage von leinwandfoto.de ist einfach und logisch aufgebaut und führt eigentlich immer auf das Wichtigste – auf das Upload-Formular, wo man ein Foto hochladen kann. Nachdem man das Foto hochgeladen hat, zeigt einem die Seite auch gleich an, welche der angebotenen Formate (von 30×20 cm bis zu 160×120 cm) mit dem hochgeladenen Motiv möglich sind, oder auch nicht. Denn das erste Motiv meiner Wahl war von der Auflösung her so schlecht, dass damit nicht einmal das kleinste Format möglich war.

Nachdem ich dann ein anderes Motiv wählte, klappte es dann auch mit diversen Formaten und ich entschied mich für zwei Bilder im Format 40×30 cm.

Beim Bestellen fielen mir gleich zwei Dinge auf – positiv wie negativ. Negativ empfand ich es, dass die Versandkosten von 7,95 Euro2 pro Bild anfielen, positiv fiel mir auf, dass man auch per Rechnung zahlen konnte.

Lieferung (10.11.2008)

Schon am 07.11.2008 bekam ich die Mitteilung, dass die Lieferung auf dem Weg sei und würde UPS auch am Wochenende ausliefern, dann hätte es wahrscheinlich nicht bis zum 10.11.2008 gedauert, bis ich das Paket bekommen hätte.
Übrigens: Es war eine UPS-Sendung – bestehend aus zwei Paketen, die mit Packklebeband verbunden wurden. Die beiden Bilder waren recht gut verpackt und sind sicher angekommen, nichtsdestotrotz fand ich es merkwürdig, dass man anscheinend nicht beide Bilder in ein Paket packen könnte.

Lein an der Wand

Nachfolgend eines der bestellten Motive, wobei ich darauf hinerweisen muss, dass die Verfremdung in der Motivmitte durch Verpixelung natürlich nicht beim Originalmotiv zu sehen ist.

Zwar habe ich von den Eltern des Kindes die Erlaubnis das Bild hier zu verwenden – aber zur Sicherheit wird das Bild vom PK nur verfremdet abgebildet:

Leinwandfoto (in groß)

Das Bild sieht meiner Meinung nach sehr gut auf der Fotoleinwand aus, selbst einzelne Härchen sind sehr gut zu erkennen, wobei das natürlich auch primär eine Frage des Motivs ist. Die Farben der Fotoleinwand sind gut wiedergegeben (in natura sogar noch besser als auf dem Digitalbild hier im Beitrag) und es gibt da keinen Grund zur Beanstandung.

Schon bei der Bestellung kann man genau erkennen, wie viel von den Bildrändern durch das „Umlegen des Motivs um den Holzkeilrahmen“ nicht mehr beim eigentlichen Motiv zu sehen sind.

Genauer erkennt man das am nebenstehenden Bild, wo man sich anschauen kann, wie sich das Umklappen des Bildes gestaltet. Man sieht, dass durch den „umgelegten“ Rand ein gewisser Tiefeneffekt erreicht wird, der meiner Meinung nach recht schön aussieht.

Je kleiner das Leinwandformat ist, umso größer ist der „umgelegte“ Rand, was natürlich daran liegt, dass der Holzkeilrahmen an sich immer die gleiche Dicke aufweist.

Insofern sollte man bei der Motivwahl schon von Anfang an darauf achten, was an den Rändern des jeweiligen Motives genau zu sehen ist, weil das eventuell nachher eben nicht mehr zu sehen ist. Hier empfiehlt es sich auch eventuell die Benutzung eines Bildbearbeitungsprogrammes, um sein Wunschmotiv so zurecht zu schneiden, wie es am besten passt.

Leider weist der verwendete Holzkeilrahmen keinen „Aufhänghaken“ oder ähnliches auf. Man kann die Leinwand zwar ohne Probleme an einem Nagel aufhängen, aber sinnvoller wäre es schon, wenn man einen Haken hätte, der herstellerseitig mittig angebracht wäre.

Fazit

Der Bestellvorgang ist einfach, der Versand war sehr schnell (nur durch das UPS-freie Wochenende verzögert) und von der Qualität her gefallen mir die Leinwände sehr gut. Nicht so gut gefällt mir an den Leinwänden der fehlende Aufhänghaken und dass die Versandkosten (trotz einfacher Sendung) dennoch doppelt berechnet werden.

Preislich gesehen ist so eine Fotoleinwand nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber ich denke, sie ist ihr Geld wert. Nicht umsonst werde ich mir auch noch ein solches Motiv bestellen – schließlich steht ja bald ein gewisses Fest an…

Übrigens: Bei SPIEGEL Online gibt es einen aus der Zeitung „ColorFoto“ stammenden Artikel namens Großformat-Drucke im Test: Die schönsten Fotodrucke auf Leinwand, bei dem u.a. auch der Anbieter XXLpix getestet wurde, der auch hinter leinwandfoto.de steckt.

Töffte3

  • einfache und übersichtliche Bestellung
  • Bezahlung per Rechnung möglich
  • schnelle Lieferung
  • gute Qualität der Leinwände

Panne4

  • Versandkosten fallen pro Leinwand an
  • keine „Aufhänghaken“

Hinweis: Mir wurde ein Gutscheincode zur Verfügung gestellt, der den Großteil meiner Kosten für die Bestellung abgedeckt hat.

  1. auch wenn man da natürlich immer vorsichtig sein sollte []
  2. bei Bildern ab 60×40 cm wird es teurer []
  3. ruhrgebietsdeutsch für: gut, schön, passend []
  4. ruhrgebietsdeutsch für: u.a. Zustand der Dösigkeit, etwas was nicht toll ist []

4 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Sven @ 16. Dezember 2008, 09:01 Uhr

    Noch interessanter wird es, wenn man Beamer und Leinwand nutzt – Hier lassen sich Fotos auf imposante Art wiedergeben, so dass selbst Urlaubsmuffel ein gutes Stück Fernweh bekommen.

    Die Preise für einen Druck auf Leinwand sind, mal von den kleinen Abmessungen abgesehen, doch schon recht hoch. Mir persönlich ist es zu teuer, dann lieber einen gemütlichen Beamerabend mit mehr als nur einem Bild


  2. (2) Kommentar by Jens @ 22. Dezember 2008, 00:23 Uhr

    @Sven:
    Aber das sind dann auch eher vergängliche Eindrücke. Auch wenn’s natürlich imposant aussieht.


  3. (3) Kommentar by ickeausberlin @ 5. Januar 2009, 18:29 Uhr

    Hallo Sven,

    die Leiwandfotos werden aber auch immer billiger als bei leinwandfoto.de, wie z.B. bei http://www.leinwandfoto-discount.de oder http://www.artildo.de … Die gibt auch bis 160×120 cm und die sind auch noch zu sehen, wenn Du den Stecker ziehst 😉


  4. (4) Kommentar by Marc @ 24. Mai 2010, 20:44 Uhr

    Wir testen direkt nach erfolgtem Relaunch von http://www.leinwandfotos.info alle verfügbaren Anbieter von Leinwandfotos. Reinschauen lohnt sich. Wir würden deine Meinung auch entsprechend berücksichtigen.


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