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Jens Matheuszik — 5. Dezember 2008, 07:23 Uhr

WAZ-Notausgabe am Samstag


(dies ist ein Beitrag aus der Beitragsserie
13 Monate DerWesten / Die WAZ-Krise)
 

Das Bild stammt aus einer Freenet-Grußkarte.

Heute findet erneut eine Betriebsversammlung von WAZ, NRZ, WR und WP in der Essener Lichtburg statt.
Diesmal sollen die Sparpläne der WAZ-Mediengruppe en detail bekannt gegeben werden. In leider guter, alter Tradition wurden die Pläne natürlich vorab schon veröffentlicht (bisher schaffte es die WAZ-Geschäftsführung nicht solche Pläne zuerst nur den betroffenen Mitarbeitern mitzuteilen), so dass schon jetzt bekannt ist, dass rund 260 Redakteure der WAZ-Mediengruppe laut dem Gutachten der Unternehmensberatung gehen sollen.

Angesichts dieser massiven Einsparungen, den wohl schon geplanten Schließungen von Lokalredaktionen und der Stellenstreichungen aufgrund des neuen „Content Desks“ in Essen gehe ich davon aus, dass die Teilnehmer der Betriebsversammlung viel zu bereden haben werden, so dass die Betriebsversammlung sehr lange andauern wird.
Das wird wahrscheinlich soweit gehen, dass viele der Redakteure es nicht mehr rechtzeitig zurück in ihre Redaktionen schaffen, so dass am morgigen Samstag wohl nur eine Notausgabe von WAZ & Co. erscheinen wird.

Als WAZ-Abonnent hätte ich dafür jedoch vollstes Verständnis!

Episoden der Beitragsserie 13 Monate DerWesten / Die WAZ-Krise

  1. 13 Monate DerWesten / Die WAZ-Krise

7 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by mt @ 5. Dezember 2008, 08:33 Uhr

    Ja, als Abonnent habe ich für die Betriebsversammlung inkl. Folgen für die aktuelle Ausgabe auch Verständnis.

    Als Abonnent steckt man aber generell in der Klemme:

    Einerseits habe ich die WAZ eigentlich nur wegen des Lokalteils im Abo, das restliche Weltgeschehen verfolge ich eher im Internet. Somit ist eine Kündigung der WAZ wegen der ständig abnehmenden Qualität des Lokalteils eigentlich unmittelbar zwingend.

    Andererseits trägt man natürlich mit der Kündigung dazu bei, dass die Abwärtsspirale sich bei der WAZ immer schneller dreht und weitere Arbeitsplätze verloren gehen.

    Und nun?


  2. (2) Kommentar by zoom @ 5. Dezember 2008, 08:59 Uhr

    Eine optimistische Möglichkeit:

    Die Mitarbeiter kommen gestärktund mit neuem (Selbst-)bewusstsein aus den Auseinandersetzungen heraus und es werden(von wem?) vernünftige neue (aber eigentlich altbekannte) Konzepte im Lokalen umgesetzt.

    Wenn keine Stärkung des Lokalen erfolgt, sehe ich es auch wie mt.


  3. (3) Kommentar by Sebastian @ 5. Dezember 2008, 09:30 Uhr

    Die WAZ lese ich nur am Wochenende wenn ich die SZ durch habe und im Café nichts anderes da liegt. Ich finde diese Zeitung mehr als dürftig, sie wird eher vom Papier und der Schweinebauch Werbung zusammengehalten als das man wirklich gute Inhalte bekommt. So manche Regional Zeitung sind vom Layout und von der Menge viel besser aufgestellt und das mit viel weniger Aufwand.

    Vielleicht tut sich die WAZ gut daran wieder lokaler zu agieren.

    Eine Zeitungsente die zu fett geworden ist, muß wenn Sie nicht geschlachtet werden will abnehmen. An Masse wie auch an Überheblichkeit und Stillstand.


  4. (4) Pingback by zoom » WAZ-Krise: Hoffnung oder Depression, Luftholen oder Atempause? @ 5. Dezember 2008, 21:29 Uhr

    […] Kurz und gut. Inhaltlich hat sich nichts Neues ergeben. zeilenschinders Ablaufplan wackelt noch nicht. Im WAZ Protestblog sind hochinteressante, qualitativ sehr gute Diskussionen gelaufen. Eine nenenswerte politische Bewegung hat sich darüber hinaus allerdings nicht entwickelt. Die Redakteure der WAZ werden sogar noch eine anständige Samstagsausgabe zusammenkloppen. […]


  5. (5) Kommentar by Jens @ 11. Dezember 2008, 06:36 Uhr

    @mt (1):
    Und diese einfache Logik, wonach das Lokale wichtiger ist – die scheint man vor Ort wohl zu verstehen, aber nicht in den Chefetagen. Komisch.

    @zoom (2):
    Gibt es denn etwas, was einen hoffen lässt, dass der geschilderte Optimismus berechtigt ist?

    @Sebastian (3):
    Wobei Werbung inzwischen immer weniger drin ist. Gestern am Mittwoch war wieder einmal eine sehr sehr dünne Ausgabe im Briefkasten.


  6. (6) Kommentar by Beate @ 11. Dezember 2008, 15:59 Uhr

    „Und diese einfache Logik, wonach das Lokale wichtiger ist – die scheint man vor Ort wohl zu verstehen, aber nicht in den Chefetagen. Komisch.“

    Leider ja… richtig komisch… :-/


  7. (7) Pingback by 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » WAZ Mediengruppe ringt um Diskussionshoheit @ 11. Dezember 2008, 21:26 Uhr

    […] Sanierungskonzept des Beratungsunternehmens Schickler, wie es den Redaktionen im Rahmen einer Betriebsversammlung vorgestellt wurde, zum Download (PDF) zur Verfügung […]


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