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Jens Matheuszik — 17. Oktober 2008, 07:23 Uhr

Deutschlands größte Stadt wird am 05.11.2008 gegründet: Ruhr


Nachdem Anfang des Monats die private Initiative für die Schaffung der „GlückAufStadt“ aus dem Ruhrgebiet heraus bekannt wurde, berichten die Ruhrbarone jetzt von der „Stadtgründung“ der größten Stadt Deutschlands:

Ruhr

Am 5. November 2008 wird auf Initiative des Vereins Pro Ruhrgebiet (der nur von dem ersten Namensbestandsteil etwas mit Gruppierungen wie „Pro Köln“ zu tun hat!) Deutschlands größte Stadt gegründet: Ruhr

Unter stadtruhr.de (von dort stammt auch das oben verwendete Bild) informieren die Verantwortlichen und schreiben im Aufruf dazu:

Wir gründen Deutschlands größte Stadt
Fünf Millionen Menschen lassen sich nicht länger übersehen.
Das Ruhrgebiet muss eine Einheit werden, demokratisch regiert.
Nur so vollendet sich der Wandel von Europas kraftvollstem Industriegebiet zu Deutschlands größter Stadtlandschaft.
[…]

Das Ruhrgebiet ist eine Stadt der Städte
Das Ruhrgebiet ist eine Großstadt ohne Zentrum. Darin liegen Stärken und Schwächen. Es ist an der Zeit, die Stärken zu betonen. Geeint – aber auch nur dann – hat das Ruhrgebiet das Zeug, zu einer Ersten Adresse Europas zu werden. Davon profitieren alle Städte an der Ruhr und drumherum.
[…]

Schluss mit der Fremdverwaltung!
Wechselnde Landesherren, von den Preußen bis in unsere Tage, hatten an einem starken, einigen Ruhrgebiet kein Interesse. Im Gegenteil: Die Hohenzollern fürchteten revolutionäre Zusammenrottungen und ließen die werdende Millionenstadt von Münster, Düsseldorf und Arnsberg aus verwalten. Demokratisch gewählte Landesregierungen entwickelten zwar zahlreiche Subventionsprogramme für das Revier, förderten aber zugleich Zersplitterung und kommunales Kirchturmdenken.

Die Stadt der Städte braucht Gesicht und Kopf
Es ist höchste Zeit, das Ruhrgebiet auf eigene Beine zu stellen. Das Vorhaben der derzeitigen Landesregierung, aus fünf Regierungsbezirken und zwei Landschaftsverbänden drei Regionen zu formen – Rheinland, Ruhr und Westfalen – , zielt in die richtige Richtung. Doch Ruhr muss eine direkt gewählte Interessenvertretung und einen wahrnehmbaren Repräsentanten erhalten. Damit erst bekommt die Stadt der Städte einen eigenen Kopf und ein Gesicht.
[…]

Das kann ich eigentlich alles so unterschreiben, auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass die momentan amtierende Landesregierung in die richtige Richtung mit ihrer Politik zielt, da die derzeit amtierende Regierungskoalition aus CDU und FDP die an der bewährten Struktur mit fünf Regierungsbezirken festhalten will

Ich bin gespannt was aus dieser Initiative wird – diese hat, u.a. auch wegen der zum Teil hochkarätigen Erstunterzeichner, sicherlich eher die Chance etwas zu bewegen als andere Vorstöße ähnlicher Art.


6 Kommentare »

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