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Jens Matheuszik — 9. September 2008, 11:23 Uhr

Vom dunklen Ritter zum roten Engel


The Dark KnightVergangenen Dienstag machte ich mich auf den Weg nach Solingen um dort unter anderem einen Kollegen zu besuchen und im Kino den Film (Batman) The Dark Knight zu sehen (siehe die abgebildete Kinokarte).

Dieser Batman-Film ist laut den Medien einer der erfolgreichsten Filme überhaupt, was vielleicht auch daran liegt, dass der Film sehr „bombastisch“ ist. Getreu dem Motto „Schneller, Weiter, Höher“ gibt es da noch mehr Actionsequenzen, noch mehr Explosionen und noch mehr – und das halte ich für sehr entscheidend – Charakterentwicklungen. Selbst bei Butler Alfred.

Herausragender Schauspieler ist natürlich Heath Ledger als Joker. Dieser führt sich gleich sehr eindrucksvoll in den Film ein und zeigt gleich wes Geistes Kind er ist. Insgesamt über den gesamten Film betrachtet spielt er damit alle anderen Darsteller an die Wand.

Den Film selber fand ich nicht schlecht – auch wenn er meiner Meinung nach am Ende doch ein wenig zu lang war. Hätte man den Film um ein Drittel gekürzt, dann wäre das kein großer Verlust gewesen. Dennoch hat sich der Film gelohnt und ich fand ihn sehenswert – vor allem weil mich das Ende dann doch zum Teil etwas überrascht hat.

Als ich mich dann wieder auf den Weg Richtung Bochum machte, beschloss ich zur Sicherheit eine der letzten Raststätten auf der A46 aufzusuchen… und damit begann das Elend.

A46 – Sternenberg Süd

Avia-Tankstelle Sternenberg SüdIch suchte an der Raststätte Sternenberg Süd (siehe Bild) die sanitären Anlagen auf, mußte jedoch leider feststellen, dass diese leider nicht von Sanifair stammten. Aber egal, da mußte ich (im wahrsten Sinne des Wortes) durch. Dann noch schnell ein Päckchen Kaugummi gekauft und dann wollte ich auch schon wieder los um voraussichtlich gegen 21 Uhr in Bochum anzukommen.

Doch als ich losfahren wollte, stellte ich fest, dass beim Anlassen des Motors die Motorkontrollleuchte weiterhin leuchtete. Aufgrund eines ähnlichen „Vorfalles“ einen Monat vorher (wo ein Marder ein Motorkabel durchbiss) wußte ich noch, dass im Autohandbuch definitiv stand, dass in einem solchen Fall auf keinen Fall weitergefahren werden darf und stattdessen eine Werkstatt aufgesucht werden soll.

Ich frage mich natürlich wie man eine Werkstatt aufsuchen soll, wenn man nicht weiterfahren darf – aber es gibt ja so etwas wie Schutzbriefe. Ich fuhr noch schnell auf einen Parkplatz der Raststätte und rief die von mir eingespeicherte Rufnummer meiner KfZ-Versicherung an. Ich bin nämlich kein ADAC-Mitglied und habe meinen Schutzbrief damals direkt bei der KfZ-Versicherung zusätzlich abgeschlossen. Leider erfuhr ich beim Anruf dort, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten von 07:30 bis 18:00 Uhr anrief – alternativ könne ich aber ein Fax oder eine eMail schicken.

Das mit dem Fax oder der eMail mag zwar stimmen und manchmal auch ganz praktisch sein. Aber so ein Notfall tritt ja nicht nur während Bürozeiten auf… mein Fehler war es, dass ich nur die normale Telefonnummer meiner Versicherung gespeichert hatte und nicht die 24h-Servicenummer. Bisher hatte ich jedoch erst zweimal dort anrufen müssen – und das war immer zu zivilen Zeiten.

Nachdem ich telefonisch die Servicenummer nicht herausfinden konnte, mußte ich dann mittels Handy die Nummer suchen und nach ein bißchen Geklicke fand ich sie dann auch.
Während ich dann schon ungefähr fünf Minuten in der Warteschleife hing schaute ich mich um und stellte fest, dass ich den Eindruck hatte in einer Kulisse von Aktenzeichen XY zu sitzen… nachdem ich dann den Wagen von innen abgeschlossen hatte meldete sich auch endlich jemand von meiner Versicherung und wollte natürlich als erstes meine Versicherungsscheinnummer haben – eine Nummer die ich jeden Morgen auswendig beim Rasieren vor dem Badezimmerspiegel aufsage und die ich daher auch im Schlaf herunterbeten kann.
Leider schlief ich nicht und wußte die Nummer daher nicht, aber anhand anderer eindeutiger Kennzeichen (im wahrsten Sinne des Wortes) klappte es dann doch. Nachde ich dann mitteilte was für ein Problem ich hätte und wo ich stehen würde, teilte mir der freundliche Hotliner mit, dass das jetzt ungefähr eine bis anderthalb Stunden dauern könne, bis ein Abschleppwagen da wäre.

Ich bat noch darum, dass man mich kurz vorher anrufen solle, da ich vorhaben würde in der Gaststätte der Raststätte zu warten.

FAZ und Mettwürstchen

In der Raststätte Sternenberg SüdAuch die Gaststätte Sternenberg Süd (siehe Bild) kann man den Machern von Aktenzeichen XY nur empfehlen, dennoch wollte ich dort bis zur Ankunft des Abschleppwagens warten.

Die Servicefachkraft in der Gaststätte packte gerade schon Sachen weg und auf meine Frage, was es noch zu essen geben würde, teilte sie mir mit, dass es eigentlich nichts mehr gab bzw. alles mit langer Wartezeit verbunden wäre. Ich entschied mich dann für zwei trockene Mettwürstchen und auf meine Aussage, dass ich auf einen Abschleppwagen warten würde, teilte sie mir unmißverständlich mit, dass die Raststätte um 22:00 Uhr, also in ca. 15 Minuten, schließen würde. Ich setzte mich also hin, begann die morgens gekaufte und bisher ungelesene Tageszeitung zu lesen (und nutzte die Möglichkeit den Akku meines Handys noch aufzuladen).

Während ich die FAZ las und eines der trockenen Würstchen aß bekam ich noch einen Anruf vom Abschleppunternehmen, dass das ganze wohl noch länger dauern könne…

Kurz vor 22:00 Uhr, die Servicefachkraft begann bereits Sachen wegzuräumen, machte ich mich auf den Weg nach draußen, woraufhin sie mir noch viel Glück wünschte und sagte, ich könne ja in der Tankstelle warten.

Erst rief ich jedoch zu Hause bei meinen Eltern in Olfen an und teilte mit, dass das ganze wohl noch dauern würde… jedoch kaum nachdem ich in der Tankstelle war, kam schon ein Abschleppwagen vorbei und der Mechaniker im roten Dress (deswegen roter statt gelber Engel…) fragte mich, ob ich der Fahrer mit dem Motorenproblem sei.

„Roter“ Engel und abgeschleppter Wagen

Auto wird abgeschlepptDas konnte ich bestätigen und ich schilderte ihm mein Problem. Er schaute (und hörte) sich das ganze dann an. Er war zwar der Meinung, dass unter Umständen nur ein Sensor kaputt sei, der falsche Umweltwerte anzeigen würde und man eventuell auch ohne Probleme noch fahren könne, doch er empfahl mir lieber den Wagen bis zur Werkstatt in Bochum abschleppen zu lassen. Was dann auch gemacht wurde (siehe Bild).

Huckepack mit dem Wagen auf der Ladefläche ging es dann nach Bochum. Dort wurde mein Wagen dann auf dem Parkplatz des dortigen Autohauses abgestellt und ich wollte mich dann zu Fuß zu meiner Bochumer Wohnung machen. Was grundsätzlich kein Problem gewesen wäre, wenn nicht just in diesem Moment ein plötzlicher Platzregen eingesetzt hätte – natürlich nachdem der Abschleppwagen weg war. Trotz Regenschirm war ich quasi innerhalb von Sekunden durchnässt.

„Sweet Home Sweet“

Ich entschied mich dann doch lieber ein Taxi zu rufen und suchte bis dahin Unterschlupf unter dem Vordach einer nahegelegenen Tankstelle. Kurze Zeit später kam dann das Taxi, ich erklärte wohin ich wollte und dann durfte ich gleich weiter erklären – wie man von hier am besten dorthin kommt. Nachdem ich den Taxifahrer dann über die Bochumer Stadtautobahn Richtung Ziel lotste stellte er während der Fahrt dann sein Navigationsgerät ein und programmierte auf der Königsallee das Ziel – um festzustellen, dass wir ja schon fast da seien, was ihn zu der freudigen Aussage „Sweet Home Sweet“ brachte. Zwei Straßenzüge später wunderte sich der Taxifahrer über die Saladan-Schmitt-Straße, woraufhin ich ihm erklärte, dass diese nach dem ersten Direktor des Schauspielhauses Bochum benannt wurde, was er ganz toll fand.

Irgendwann fast drei Stunden später als geplant war ich dann endlich angekommen… und am nächsten Tag sollte es gleich wieder chaotisch weiter gehen (ich sag nur das Stichwort ÖPNV)!

Fortsetzung folgt…


6 Kommentare »

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