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Jens Matheuszik — 27. Juni 2008, 11:23 Uhr

So funktioniert lokales Geotagging von Zeitungen im Internet


Ob Geotagging sinnvoll oder nicht ist, ist wohl eine Glaubensfrage. Beim Start von DerWesten, dem Internet-Portal der WAZ-Mediengruppe, wurde Geotagging jedenfalls stark propagiert, doch leider zeigte sich in der Folge, dass gerade im Bereich der Lokalberichterstattung das ganze eher ignoriert wird.

Dazu habe ich schon vor einiger Zeit mal den Beitrag WAZ Bochum macht auf Online: Ein Samstag voller Unzulänglichkeiten geschrieben, der u.a. fehlendes Geotagging kritisierte. Zusätzlich kritisierte ich dabei auch die Unsitte, dass Artikel und Kommentare zu einem Thema zwar unter Umständen beide online veröffentlicht wurden, jedoch ohne interne Verlinkung. Stattdessen fand man dann oft im Artikel die link- und daher sinnfreie Formulierung „Kommentar Seite 2“.

Doch es geht auch anders (und insofern besser):
Kölner Stadtanzeiger: Geotagging
Der abgebildete Artikel ‚Musical Dome‘ soll bis 2011 bleiben des Kölner Stadtanzeigers zeigt gleich mehrfach, wie man es optimaler machen kann:

Einerseits wird überhaupt das Geotagging genutzt und kann dabei auf eine visuell hübschere Karte zurückgreifen (von Yahoo). Funktional gesehen macht das Aussehen der Karte natürlich keinen Unterschied – aber das Auge isst ja bekanntlich mit. Schaut man sich die regionale Geokarte an, sieht man dort die einzelnen virtuellen „Reißzwecken“ die auf Artikel hinweisen. Per „Reißzwecken-Icon“ erfährt man auch gleich, was für eine Artikelart sich dort verbirgt, so dass man gleich sieht, ob es sich z.B. um ein Video handelt.

Dass der Kölner Stadtanzeiger beim Geotagging „Reißzwecken“ verwendet bietet ggü. den Geotags-Kästchen von DerWesten auch Vorteile, da dadurch die Karte nicht so überladen wirkt – siehe als Gegenbeispiel die hier abgebildete Geotagging-Karte.

Zwar findet sich am Ende des Artikels auch der unverlinkte Text „Kommentar Seite 29“ – doch direkt darunter ist der Kommentar Hang zu Provisorien gut verlinkt worden.

Schön finde ich es auch, dass man im Kopfbereich des Artikels erkennen kann, um wieviel Uhr der Artikel geschrieben und wann er verändert wurde. Noch besser wäre es natürlich, wenn man die Änderungen transparent machen würde. Ein Nachteil dort ist jedoch, dass man sich zum Kommentieren gesondert anmelden muss.

Ich habe mir jetzt nicht den gesamten Kölner Stadtanzeiger angeschaut, aber auf den ersten Blick sieht dies insbesondere im Bereich der Nutzung der Internet-Möglichkeiten bei Lokalartikel doch schon mal deutlich beser aus als bei anderen vergleichbaren Angeboten.

(Mit Dank an Lukas für den Hinweis!)


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