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Jens Matheuszik — 3. Mai 2008, 14:45 Uhr

Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin stänkert gegen das Ruhrgebiet


Joachim Erwin (CDU), seines Zeichens Oberbürgermeister von Düsseldorf, und bekannt für ein eher flottes Mundwerk, erklärte in der WAZ, dass seiner Meinung nach das Revier zu wenig sparen würde und man sich doch bitte ein Beispiel an Düsseldorf nehmen solle.

Im WAZ-Interview wird er konkreter und fordert die Ruhrgebietsstädte wie z.B. Essen auf ihre Anteile an Unternehmen (wie RWE) zu verkaufen. Auch äußert er sich zur Kulturhauptstadt 2010 und sagt dazu:

Erwin: „Beim Umbau des Ruhrgebiets setzt man außerdem zu große Hoffnungen auf weiße Elefanten, Großereignisse also, wie die Kulturhauptstadt 2010.“

Frage: „Wieso weiße Elefanten? Im Ruhrgebiet wird die Kulturhauptstadt 2010 als große Chance begriffen.“

Erwin: „Aber was passiert ab 2011? Wo ist die Nachhaltigkeit für die Bürger und für die Stadt? Das Großereignis wird verrauschen und nur sehr wenig bleibt übrig. Neue Kindertagesstätten und neue Sportplätze werden dadurch nicht geschaffen.“

Natürlich ist es toll, dass Düsseldorf schuldenfrei ist (und im Gegensatz zum schuldenfreien Dresden nicht die NRW-Städte dafür trotz eigener Schulden zahlen müssen!), aber dennoch sollte sich der Düsseldorfer Oberbürgermeister mal etwas zurückhalten. Man kann kaum eine Stadt wie Düsseldorf mit Ruhrgebietsstädten vergleichen, denn weder in Bochum, Dortmund oder Essen sitzt eine Landesregierung mit ihrem großen Behördenapparat und den entsprechenden Beschäftigten. Das ist kein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, das ist ein Vergleich mit Melonen…

Wie sang übrigens schon Herbert Grönemeyer im berühmten Lied Bochum?

„… wer wohnt schon in Düsseldorf?“

PS: Sehr witzig finde ich ja, dass Düsseldorf sich erst seit fünf Jahren so richtig offiziell Landeshauptstadt nennen darf – und das ganze per Brief beim Innenministerium von Nordrhein-Westfalen beantragt hat.


2 Kommentare »

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