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Jens Matheuszik — 27. April 2008, 12:29 Uhr

Nokia verliert Marktanteile: Liegt es an Bochum und/oder an T-Mobile?


Nokia N80 Internet Edition pearl black UMTS HandyNachdem bekannt wurde, dass Nokia das profitable Werk in Bochum schließen will, fragten sich viele (und auch ich), ob dies jetzt ein Grund sei, auf Handys der finnischen Marke zu verzichten.

Angeblich würde ein Boykott von Nokia keinen Erfolg haben, so diverse Psychologen, aber es könnte sein, dass diese sich doch geirrt haben.

Wie jetzt nämlich bekannt wurde, ist der Marktanteil von Nokia im ersten Quartal 2008 zurückgegangen. Hatte man im letzten Quartal 2007 einen Marktanteil von 41 %, so konnte man im ersten Quartal 2008 „nur“ noch 37 % erzielen.

Dies könnte jedoch auch damit zusammenhängen, dass vor einiger Zeit die Telekom-Tochter T-Mobile einen Großteil der Nokia-Geräte aus dem Angebot genommen hat – nämlich all die Geräte, welche besondere Multimedia-Inhalte direkt von Nokia und damit in Konkurrenz zur Telekom nutzen können.

Ob Nokia wirklich wegen der Werkschließung in Bochum von den Kunden hierzulande boykottiert wird, wird man wohl erst in 2009 erfahren, wenn das ganze Jahr 2008 (inkl. dem wertvollen Weihnachtsgeschäft) ausgewertet wurde.

Ich persönlich als Besitzer des Nokia N80 Internet Edition (siehe Abbildung), welches ich seit etwas mehr als einem Jahr besitze, bin z.B. mit Nokia auch von technischer Seite her nicht mehr zufrieden, da meine Langzeiterfahrungen mit dem N80 eher negativ sind:

Oft ist es einfach zu langsam (es dauert teilweise sehr lange, bis das Handy auf Tastenbefehle reagiert), gelegentlich gibt es merkwürdige Abstürze, anscheinend gibt es einen Speichermangel (obwohl eigentlich noch genügend Speicher vorhanden sein müsste), der Akku entleert sich manchmal quasi direkt nach dem Aufladen über Nacht usw.

PS: Der Streit zwischen Nokia und der Landesregierung NRW bezüglich der Rückzahlung der Subventionen wurde zwischenzeitlich beigelegt: Nokia kauft sich – nicht wie von mir hier vermutet – ein gutes Image mit der Finanzierung des Bochumer Konzerthauses, sondern zahlt 30 Millionen Euro in eine Stiftung „Growth for Bochum“ ein, mit der Unternehmensgründen aus dem Bereich der Mobilfunk- bzw. IT-Technologie unterstützt werden sollen, die sich in Bochum-Riemke (am dann geschlossenen Nokia-Standort) ansiedeln.


5 Kommentare »

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