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Jens Matheuszik — 10. April 2008, 07:03 Uhr

Auf „Ruhr hoch N – TeamworkCapital“ verzichten – sind die Scheiß-Blogger dran schuld?


Ruhr hoch nDer neue Ruhrgebietsslogan Ruhrn TeamworkCapital wird mal wieder Thema hier im Pottblog.

Wobei ich eigentlich das Thema ignorieren wollte – den Grund kann man im dem Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache nachlesen (Hervorhebung von mir):

Gestern präsentierte der Initiativkreis Ruhrgebiet ein neues Logo, entworfen von Grey. Die inhaltliche Diskussion führen schon einige Pott-Weblogs. Übrigens sorgte dies bei den Verantwortlichen des Initiativkreises zur Bemerkung „Diese Scheiß-Blogger“.

Ich würde es begrüßen, wenn die Verantwortlichen des Initiativkreises mal ihren Verbaldurchfall erklären würden. Ich kann natürlich verstehen, dass diese sauer waren, dass ihr neuer Slogan vorab bekannt wurde. Aber kann man das den Bloggern vorwerfen? Soll man den Bloggern vorwerfen, dass sie über das Thema diskutieren?

A propos Vorwürfe:
Ich reagiere auch gerne auf Kritik. Vor allem wenn sie konstruktiv ist. Manchmal ist andere Kritik aber auch gut – dann dient sie nämlich der Belustigung wie dieser Kommentar, in dem es heißt:

Aber schön wie Du mal eben unter den Tisch fallen lässt, daß “Team-Work-Capital” eine Falschmeldung war. In diesem Beitrag wird dann einfach ohne weiteren Kommentar die offenbar korrekte Variante “TeamworkCapital” (also ohne Bindestriche und Work nicht als einzelnes Wort) verwendet.

Als ob „die offenbar korrekte Variante ‚TeamworkCapital'“ mit den Binnenmajuskeln viel besser wäre als die Bindestrichvariante. Daran hängt sich meine Kritik auch nicht auf.

Das übrigens die Verurteilung der „Scheiß-Blogger“ nicht wirklich zielführend ist, erkennt man daran, dass die „Scheiß-Blogger“ übrigens gar nicht ausnahmslos dagegen sind, sondern teilweise den Slogan und das Konzept ganz gut finden.

Im Gegenteil übrigens zu Wulf Bernotat, den Eon-Chef und neuen Moderator des Initativkreises Ruhrgebiet, wie man dem Artikel Bernotat: Slogan und Kampagne nachbessern (siehe auch das Bild) entnehmen kann:

Die Standortkampagne ist aus meiner Sicht noch nicht ausgereift und etwas kopflastig. Mit Ruhr hoch n können weder die Menschen im Ruhrgebiet noch außerhalb spontan etwas anfangen”, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat der WAZ.

Weiter heißt es (Hervorhebung von mir):

Am Mittwochnachmittag gab es ein erstes Treffen der Marketing-Chefs bei RWE in Essen, denen Grey-Chef Frank Dopheide noch einmal das Konzept vorstellte. „Es gibt die Tendenz, sich von dem Slogan zu verabschieden”, sagte einer der Teilnehmer anschließend. Kritisiert wurde vor allem die schwierige Verständlichkeit des Slogans. „Es kostet sehr viel Kraft, diesen Slogan zu erklären”, hieß es.

In der Einladung zu dem Treffen heißt es, es habe bei der Vollversammlung eine breite Zustimmung zu der Grey-Kampagne gegeben, die mangels ausreichender Information in der Öffentlichkeit „unterschiedlich” aufgenommen worden sei. Breite Zustimmung indes will Bernotat nicht festgestellt haben. „Es gab noch keine endgültige Zustimmung der Vollversammlung zu der Kampagne”, sagte er.

Das finde ich interessant. Vor allem weil das Lernfähigkeit beim Initiativkreis Ruhrgebiet bedeuten würde. Ein Slogan der erst noch aufwändig erklärt werden muss, ist kein guter Slogan. Insofern finde ich die Entwicklung gut. Noch besser fände ich es, wenn die Verantwortlichen sich für ihre beleidigenden Aussagen entschuldigen würden – aber bevor das passiert, finde ich wahrscheinlich Ruhrn TeamworkCapital noch super…


8 Kommentare »

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