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Jens Matheuszik — 22. Februar 2008, 22:41 Uhr

Die fehlende Internet-Kompetenz der CDU in Hamburg


Das die FDP in Hamburg nicht gerade für ihr überragendes Internet-Verständnis bekannt ist, dürfte inzwischen schon die Runde gemacht haben. Die FDP hat sich dadurch nicht nur eine Abmahnung eingehandelt, sondern auch eine schöne virale Videoantwort (via Indiskretion Ehrensache).

Doch die CDU in Hamburg ist nicht viel besser:

So gibt es einen flickr-Account namens cduhamburg. Momentan werden dort unter anderem Fotos von Entsorgern in ihren üblichen orangenen Westen präsentiert, die Unrat wegbringen Wahlkämpfern der Jungen Union beim Verteilen von Werbung präsentiert.

Aber es gibt auch noch die sogenannten Favoriten der CDU Hamburg. Dort präsentiert die CDU Hamburg ihre Lieblingsbilder:
Favorisierte Fotos der CDU Hamburg bei flickr
Das zweite Foto stammt von mir – genauer gesagt stammt es aus dem Beitrag Ole von Beust oder Cornelius Fudge am Morgen. Das Bild ist direkt bei flickr mit der Überschrift „Ole von Beust als Cornelius Fudge“ zu finden inkl. einem Link auf den dazugehörigen Blogbeitrag.

Bevor ich als CDU jetzt dieses Foto als Favorit ausgewählt hätte, hätte ich erst mal mir den Kontext angeschaut, in dem das Foto steht. Oder ist das gar eine subtile Kritik an Ole von Beust durch die Verantwortlichen des entsprechenden flickr-Accounts? ;)

Aber die mangelhafte Internet-Kompetenz ist jetzt kein wirklicher Grund die CDU in Hamburg nicht zu wählen. Da gibt es etliche andere, die ich mal aus Nicos Beitrag Am Sonntag in Hamburg SPD wählen übernehme:

„Abgesehen von meiner generellen Überzeugung und meiner langjährigen Parteimitgliedschaft, sprechen für mich einige Punkte bei dieser Wahl ganz entscheidend für die SPD. Ole von Beust und die CDU haben in den letzten Jahren Hamburg massiv geschadet. Ich erinnere an die Senatoren Schill und Kusch, an den Verkauf der LBK, das Ignorieren des Bürgerwillens, die desaströse Schulpolitik, und und und. Ich sehe auf der einen Seite tolle neue Projekte wie die Elbphilharmonie, auf der anderen Seite steigende Mieten und zu wenig finanzierbaren Wohnraum für eine breite Masse der Bevölkerung. Die SPD wird mit ihrem Programm und ihren Personen dazu beitragen, dass wieder mehr für die Bildung unserer Kinder getan wird, dass schrittweise die Kita-Gebühren abgeschafft werden, dass ein Mindestlohn eingeführt wird, dass es sinnvollere Verkehrskonzepte gibt, dass das Kraftwerk in Moorburg in dieser Form nicht gebaut wird, dass mehr auf alternative Energien gesetzt wird und dass vor allem wieder der Fokus auf die Belange und Interessen der Bürger gerichtet wird und nicht auf einen präsidial über allem stehenden Bürgermeister, der augenscheinlich kein Interesse an Details hat, kein Programm hat und Politik nur als Personality-Show betrachtet.“

Dabei sind das noch nicht mal alle Punkte – das Verhalten gegenüber den Willen der Bevölkerung (z.B. in Sachen Wahlrecht und Krankenhausverkauf) spricht auch nicht wirklich für die CDU. Könnte ich in Hamburg wählen, wären meine Kreuze bei der SPD und ihrem Spitzenkandidaten Michael Naumann daher sicher.

PS: Und wenn ich in der Veddel wohnen würde, dann würde ich auch Klaus Lübke wählen.


8 Kommentare »

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