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Jens Matheuszik — 11. Februar 2008, 09:48 Uhr

GEMA und YouTube: Was ist jetzt eigentlich erlaubt?


Das man nicht einfach alles bloggen darf, was man will ist klar.
Das man erst recht nicht einfach Bilder ungefragt verwenden darf, dürfte spätestens seit den Erfahrungen rund um die Marion und ihr Kochbuch auch bekannt sein.
Ähnlich sieht es auch bei Videos aus – es dürfte klar sein, dass man hier nicht einfach irgendwelche Inhalte aus Filmen verwenden darf.

Ganz böse ist grundsätzlich die Verwendung von Musik, gar als MP3-Download, oder auch in irgendwelchen Videos, wenn man nicht gerade selber der Komponist und Musiker ist. Bei YouTube-Filmchen ging ich jedoch von anderen Voraussetzungen aus:

Vor einiger Zeit berichtete heise, dass YouTube-Nutzer GEMA-Musik einsetzen dürfen. Insofern war für mich klar, dass die Verwendung von solchen Musikstücken inzwischen (bei YouTube) erlaubt sei.

Aufgrund des Beitrages Eine Schande im DerWesten-Blog „Das fliegende Auge“ des Videojournalisten Markus Hündgen frage ich mich, was jetzt erlaubt ist oder nicht.

Hündgen kritisiert zurecht die Praktiken mancher Verlage und schreibt dazu:

„Bei meinem allsonntäglichen Rundsurf bei Video-Zeitungskollegen offenbart sich wahrlich juristisches Grauen. Immer wieder tauchen Kindergesichter in Nahaufnahme auf. Sicherlich nur selten mit Zustimmung der Eltern.“

Stimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Was mich jedoch ein wenig stutzig machte, war folgendes:

„Immer wieder ist GEMA-geschützte Musik zu hören. Die einen nutzen seit Jahr und Tag Jan Delay in ihrem Vorspann, die anderen wildern unverblümt in den Charts. Hey Baby – wer würde nicht gerne seine Karneval-Videos mit Ötzis „Stern“ unterlegen?
[…]
[Eine Schande denen gegenüber, die] sich auf ihren Hosenboden gesetzt haben und rechnen können. Nämlich dass die Nutzung von GEMA-Musik pro Zuschauer im Netz mindestens 2 Cent beträgt. Nach vorheriger Meldung an die GEMA.“

Jetzt frage ich mich: Darf man GEMA-Musik (via YouTube) kostenfrei einsetzen oder nicht?

In der oben zitierten heise-Meldung steht nichts von irgendwelchen Kosten (gar pro Zuschauer), demnach würde es also für Otto Normalblogger oder einen Zeitungsverlag ausreichen, wenn man Videos bei YouTube einstellt und über die Embed-Funktionen bei sich einbindet? Schon könnte man Karnevalsvideos mit DJ Ötzis Stern, der Deinen Namen trägt, einfach und ohne rechtliche Probleme unterlegen?

Die YouTube-Hilfe ist leider auch nicht sehr aussagekräftig. Das Wort GEMA kennt sie nicht einmal.


22 Kommentare »

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