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Jens Matheuszik — 7. Februar 2008, 19:38 Uhr

Über 200.000 Menschen in Deutschland sind ohne Krankenversicherung (aktualisiert)


Mit Erschrecken las ich die Nachricht bei DerWesten.de, dass im ersten Quartal 2007 211.000 Menschen ohne Krankenversicherung waren. Das sind 0,3 % der Bevölkerung hierzulande und meiner Meinung nach ungefähr 200.000 Menschen zu viel (warum nicht 211.000 zuviel? es mag ja noch genügend Vermögende geben, die keine Krankenversicherung benötigen).

Gerade das sich jeder in Deutschland inzwischen wieder krankenversichern kann (dies war vorher in vielen Fällen ausgeschlossen) und eigentlich auch muss ist meiner Meinung nach einer der Pluspunkte der letzten Gesundheitsreform gewesen. Es kann meiner Meinung nach einer Gesellschaft nicht egal sein, dass es immer noch viele Menschen gibt, die ohne Krankenversicherungsschutz leben. Amerikanische Verhältnisse, wie sie überzeichnet im Film ‚Sicko‘ präsentiert wurden, möchte ich hierzulande nicht erleben.
Das erklärt übrigens auch, warum ich als Amerikaner eher Hillary Clinton wählen würde, denn Clinton will im Gegensatz zu Barack Obama eine Pflichtkrankenversicherung einführen.

Aufgrund einer Sache hat mir der oben verlinkte Artikel dennoch gefallen (inhaltlich von der Kernaussage her natürlich nicht, auch wenn dort steht, dass der Trend zur nicht-Versicherung durch die Gesundheitsreform gebremst wurde):

DerWesten - Krankenversicherung

Die verlinkte Infografik zeigt auf, dass die Knappschaft, bei der ich, was mehr oder weniger bekannt ist, arbeite, recht günstig ist:

Die Knappschaft hat einen Beitragssatz von 12,7 % + 0,9 % Zusatzbeitrag (den jede gesetzliche Krankenkasse in dieser Höhe hat, der jedoch eine andere Beitragstragung aufweist), also insgesamt beträgt der Beitragssatz (wie abgebildet) 13,6 %.
Damit gehört die Knappschaftliche Krankenversicherung zur günstigsten Krankenkassenart (siehe Bild), da der durchschnittliche Beitragssatz (inkl. dem Zusatzbeitrag) bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) 15,25 %, bei den Angestellten-Ersatzkassen (VdAK) 14,98 %, bei den Betriebskrankenkassen (BKK) 14,45 %, bei den Innungskrankenkassen 13,84 % und bei den Arbeiterersatzkassen (AEV) 14,75 % beträgt.

Selbst wenn 2009 der sogenannte Gesundheitsfonds mit einem „Einheitsbeitragssatz“ kommen sollte ist es nicht egal, welche Krankenkasse jetzt günstige Beitragssätze hat. Denn dann werden die Krankenkassen, denen der Einheitssatz nicht ausreicht Zusatzzahlungen verlangen können bzw. müssen, während gut wirtschaftende Krankenkassen ggf. auch eine Prämie ausschütten können.

Nachtrag: Ich habe den Text am Anfang etwas verändert, damit klar wird, dass die Zahl von 211.000 Menschen sich auf das erste Quartal 2007 bezieht. Inzwischen sind 100.000 wieder in die gesetzliche Krankenversicherng zurückgekehrt.


8 Kommentare »

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