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Jens Matheuszik — 29. Januar 2008, 15:41 Uhr

Fehlende Objektivität der klassischen Medien zur Wahl in Hessen


Etwas entsetzt lese ich gerade bei Mela, dass in den RTL-Nachrichten (*) folgender Satz zum vorläufigen amtlichen Endergebnis der Wahl in Hessen fiel:

„Auch die SPD muss irgendwann einsehen, das die CDU mit 3595 Stimmen gewonnen hat.“

Das mag ja sein. Und um RTL zu beruhigen kann ich – als SPD-Mitglied – auch gerne öffentlich (hier im Blog) feststellen, dass die CDU die Mehrheit der Stimmen in Hessen gewonnen hat.
Aber wenn wir schon bei Feststellungen sind, dann kann ich auch genau so gut feststellen, dass es von einer ehemals deutlichen konservativen Mehrheit (CDU-Alleinregierung!) zu einer linken Mehrheit (SPD/Grüne/Linke) gekommen ist, dass Roland Koch wohl Schuld an einem der dramatischsten Verluste der CDU in Hessen besitzt und dass eine deutliche Mehrheit der Hessen Roland Koch – im Gegensatz zur vorherigen Wahl – nicht mehr als Ministerpräsidenten wünscht.

Dennoch hat so ein Satz meiner Meinung nach nichts in einer Nachrichtensendung zu suchen…

In einer Nachrichtensendung bzw. in den klassischen Medien allgemein gehört jedoch das Thema der Wahlcomputer angesprochen, wobei Lukas in seinem Beitrag Florida Lady bzw. in zwei Nachträgen dazu, doch noch zwei klassische Medien aufgetrieben hat, die darüber berichtet haben.

*:
Wobei es mir sowieso schwer fällt in Bezug auf private Fernsehsender von Nachrichten zu sprechen. Bisher hielt ich höchstens die Nachrichten von RTL, den Wochenrückblick von VOX (gibt’s den überhaupt noch?) und einigermaßen von n-tv für anschaubar. Ganz im Gegensatz zu irgendwelchen „News“ bei anderen Privatsendern, in deren Hauptausgabe um 20.00 Uhr auch mal das Erscheinen eines neuen Computerspiels thematisiert wird.


3 Kommentare »

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