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Jens Matheuszik — 14. Dezember 2007, 23:57 Uhr

Axel Springer Verlag will PIN-Gruppe nicht weiter unterstützen


Jetzt ist es raus: Axel Springer gibt kein Geld mehr für PIN Group.

Wie Anfang des Monats schon berichtet, bedaure ich das Scheitern des Geschäftsmodells der PIN-Gruppe kein bißchen.

Mögen einzelne Wirtschaftsvertreter und Guido Westerwelle von der FDP zwar den Abgesang auf das Abendland verkünden, von Sozialismus und DDR light (nur ohne Mauer) sprechen – ich persönlich finde die Entscheidung um den Postmindestlohn gut.

Natürlich nutzt der Deutschen Post AG die Tarifvereinbarung zwischen ver.di und dem von ihr dominierten Arbeitgeberverband. Aber auch wenn ich gerne mal über die Post meckere – ich finde es eine Dreistigkeit wenn eine Firma ein Geschäftsmodell auf dem Markt durchzudrücken versucht, welches anscheinend primär darauf aufbaut, dass die vollzeitarbeitenden Mitarbeiter Dumpinglöhne bekommen. Dumpinglöhne die übrigens vom Staat mit sozialen Transfergeldern aufgestockt werden.
A propos Transfer: Das die PIN-Gruppe ihren Sitz in Luxemburg hat ist sicherlich auch nicht der dortigen Quetschentaart geschuldet…

Einem SPON-Artikel zufolge ist auch mitnichten die Entscheidung für den Mindestlohn der Grund für das Scheitern der PIN-Gruppe.

Dennoch schieben Zeitungen des Springer-Verlages wie z.B. die BILD-Zeitung das Scheitern der PIN-Gruppe auf den Mindestlohn (siehe hier). Früher hat die BILD-Zeitung übrigens über solche geringen Löhne ganz anders berichtet:

Hungerlöhne
(siehe dazu auch den Beitrag Mindesthohn des Gast-BILDbloggers Sascha Lobo, aus dem auch der obige Ausschnitt des Artikels Die Tabelle der Schande: Von diesen Hunger-Löhnen soll man leben stammt)


4 Kommentare »

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