Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 7. Dezember 2007, 14:20 Uhr

Katina Schubert versucht Anzeige gegen die Wikipedia zurückzuziehen


Über Katina Schubert von der SED/PDS/Linkspartei/wie_die_Mauerpartei_auch_gerade_immer_heißen_mag berichtete ich gestern bereits zweimal:

Schubert dürfte inzwischen mitbekommen haben, was für Reaktionen ihre Anzeige gegenüber der Wikipedia hervorgerufen hat.

Inzwischen gibt es neues zu der Angelegenheit – erst einmal berichtete dieser Kommentar, dass Schubert nicht (nachdem sie die Anzeige erstattet hatte und eine Pressemitteilung verschickte) die Repräsentanten von Wikimedia Deutschland kontaktierte – das haben diese selber gemacht. Außerdem wurde bekannt, dass sie inzwischen die Anzeige zurückgenommen hat.

Was mich wiederum fasziniert, denn ich bin der Meinung, dass das gar nicht geht. Ich zitiere mich mal selbst:

“ […] ohne mich jetzt juristisch genau auszukennen ist ihre Anzeige nicht in Bezug auf ein Antragsdelikt gestellt worden, so dass meines Wissens die Staatsanwaltschaft die Anzeige verfolgen muss und nicht einfach Schubert das ganze zurückziehen könne.“

Aber solange nicht gewisse hanseatische Gerichte entscheiden, kann man ja noch hoffen… 😉

PS: Ich möchte nicht wissen, wieviel persönliche Resonanz Katina Schubert aufgrund ihres PR-Stunts erhalten hat. Vielleicht wird sie sich in Zukunft vorher besser informieren.


9 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by linkstrara @ 7. Dezember 2007, 18:13 Uhr

    Diese reaktionäre Hetze gegen die LINKE ist unerträglich. Ob das Vorgehen von Frau Schubert glücklich war, darf sicherlich bezweifelt werden. Jeder hat in der Regel die Möglichkeit in der Wikipedia mitzuarbeiten- von einigen komischen Admins wie ein gewissser Bluefish.as, abgesehen, die ihre Aufgabe eher in der Behinderung von Mitarbeit sehen. Festzustellen bleibt, die PDS wurde am 16. Juni 2007 wie die WASG durch eine so genannte juristische Schaltsekunde aufgelöst. Die LINKE ist somit ganz klar eine neue Partei. In der Kommunisten aber auch aufrechte Sozialdemokraten eine Heimat finden. Das hat mit PDS/SED oder sowas nichts zu tun. Wer was anderes behauptet, betreibt auch nur billige Polemik und Effekthascherei.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 7. Dezember 2007, 19:29 Uhr

    „Reaktionäre Hetze“ – ah ja. :)

    Festzustellen bleibt weiterhin, dass die Partei (wie auch immer sie gerade heißen mag – die wechselt ihre Namen wie andere Leute ihre Frisuren) in direkter Nachfolge zur SED steht. Oder hat sie etwa ihre SED-Vermögen in besagter juristischer Sekunde aufgegeben?

    Die Linke ist keine neue Partei, die Linke ist eine Partei in Tradition von SED und PDS. Und von mir aus auch Linkspartei/Die Linke und (durch die Übernahme) von WASG.

    Das hat nichts mit billiger Polemik und Effekthascherei zu tun – Effekthascherei ist wohl eher das ständige Umbenennen zu nennen!


  3. (3) Kommentar by ml @ 7. Dezember 2007, 20:12 Uhr

    wie war das mit dem vorher informieren:
    Wikipedia-Link

    Die CDUI hat da mehr übernommen. auch was die Mitgliederzahlen angeht.


  4. (4) Pingback by Weiterführende Literatur » Blog Archive » Erst Verstand einschalten, dann die Justiz (wenn nötig) @ 7. Dezember 2007, 23:32 Uhr

    […] Julia, Mark, Carsten, Jens, Henning, Heiko und viele andere haben bereits über den PR-Stunt von Katina Schubert geschrieben […]


  5. (5) Kommentar by Jens @ 8. Dezember 2007, 15:15 Uhr

    @ml:
    Ich habe mal den Link angepasst, so dass er vernünftig anklickbar ist.

    Zum Thema:
    Über die CDU und ihre Blockflöten habe ich ja gar nicht geschrieben. Das es bei den SED-Finanzen zu Ungereimtheiten gekommen ist dürfte unstrittig sein.


  6. (6) Kommentar by ml @ 9. Dezember 2007, 09:05 Uhr

    Sorry für den falschen Link und danke für die Verbesserung.
    Ich habe dich schon richtig verstanden, denke ich. Was ich sagen will ist, das mir der ewige Verweis einfach auf die Ketten geht. Meine Behauptung: die SED hat mit Ihrem Geld mehr für die Ostdeutsche Wirtschaft getan als die ersten fünf Jahre Wiedervereinigung – mit Mikrokrediten (jaja, dafür gabs dann auch mal den Friedensnobelpreis, nein, nicht für die SED) wurde Firmen gegründet und so. Mag ja sein, dass das nicht ganz koscher war. Aber bewerte doch bitte die Parteien anhand der Politik, die sie versuchen zu machen.


  7. (7) Kommentar by Schlumpf @ 9. Dezember 2007, 13:05 Uhr

    Deine Meinung ist richtig – ohne das jetzt nachgesehen zu haben.


  8. (8) Kommentar by Jens @ 9. Dezember 2007, 16:32 Uhr

    @ml:
    Man darf sie aber doch auch für die Politik bewerten, die sie mal gemacht haben.


  9. (9) Kommentar by Briefeschreiber @ 10. Dezember 2007, 11:25 Uhr

    kann man sich sogar sparen, wenn man den nonsens der neuzeit betrachtet. schlimm ist höchstens, dass sie es tatsächlich geschafft haben, über umwege ihre forderungen in teilen durchzubringen…. sprich wenn die linke an der spd schon nichts mehr rummeckern kann .. 😉

    ich würde aber zumindest nicht mehr behaupten, dass die linke im geiste der SED steht. das halte ich tatsächlich für überzogen.


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.