Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 17. September 2007, 06:23 Uhr

Werbeagentur will „Bochum macht jung“-Kampagne stoppen


Werbeagentur will Kampagne stoppenVor ein paar Tagen berichtete ich noch vom Rüffel für die Stadt Bochum aufgrund der nicht ausgeschriebenen sondern freihändig erteilten Vergabe des Auftrages für die Werbekampagne Bochum macht jung.

Die Stadt hatte die Werbekampagne (mit einem Auftragswert von rund 900.000 Euro) an die Essener Agentur CP/Compartner vergeben ohne sie vorher auszuschreiben. Dies wurde von der zuständigen Aufsichtsbehörde (der Bezirksregierung Arnsberg) gerügt – jedoch ohne Folgen für die Stadt. Diese Folgen können jetzt jedoch doch noch kommen – denn die in Bochum-Weitmar ansässige Werbeagentur Freudenhaus zeigt sich gar nicht erfreut sondern zieht scharfe Geschütze auf, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am Samstag berichtete:

[…] Die Agentur „Freudenhaus“ in Weitmar zieht daraus die Konsequenz und verlegt zum heutigen Samstag ihren Hauptsitz nach Hamburg, um der Stadt, um, so Geschäftsführer Sven Schulz, der Stadt Bochum die Gewerbesteuer zu entziehen; zudem kündigt sie Klage an: „Seit Bestehen unserer Agentur im Jahr 2000 haben wir an die Stadt über 500 000 Euro gezahlt und sind der größte Gewerbesteuerzahler unter den hiesigen Agenturen.“
[…]
„Wir werden alle Rechtsmittel ausschöpfen. Wir werden Klage vor der zuständigen Vergabekammer erheben mit dem Ziel, die laufende Kampagne und die noch zu leistenden Tätigkeiten der Essener Agentur CP/Compartner zu stoppen.“ Weiterhin wollen die „Freudenhäusler“ die EU-Kommission einschalten, die Verstöße dieser Art meist mit der Aufhebung der Verträge strafe und es nicht bei Rügen belasse
[…]
Was Schulz so verärgert ist, dass er insgesamt dreimal sowohl die Oberbürgermeisterin und die Wirtschaftsförderung der Stadt angeschrieben und um Stellungnahme und Sachaufklärung über die Auftragsvergabe gebeten habe: „Keiner hat es für nötig befunden, auf eines unserer Schreiben zu reagieren.“ […]

Das ganze sieht nach Stunk aus. Und während in den vergangenen Wochen (als bekannt wurde, dass die Bezirksregierung aufgrund einer Anzeige wegen der nicht erfolgten Vergabe gegen die Stadt Bochum ermittelt) schon gemunkelt wurde, dass dies das Ende der Karriere von Wirtschaftsförderungsdezernat Paul Aschenbrenner sei, wird dieser nun zum allgemeinen Vertreter im Amt von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz und somit zum Stadtoberhaupt wenn diese z.B. im Urlaub weilt…

PS: Laut Impressum ist das Freudenhaus weiterhin eine Bochumer Agentur…


8 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI.

    Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website.

    Erfahre mehr über die Fehlerbehebung in WordPress.