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Jens Matheuszik — 10. September 2007, 06:28 Uhr

Eltern in Horstmar und Schöppingen wollen Gemeinschaftsschule


Die im Münsterland liegenden Gemeinden Horstmar und Schöppingen, die beide von CDU-Bürgermeistern regiert werden, überlegen seit geraumer Zeit eine Gemeinschaftsschule einzurichten, da die örtlichen Hauptschulen auf immer weniger Resonanz bei den Eltern gestoßen sind.

Die beiden Kommunen, die immer wieder auch auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD zur Bildungspolitik als Referenz herangezogen worden sind (und wo sicherlich die schulpolitische „Kampagne“ der Landes-CDU nicht durchgeführt wird), haben nun die Eltern zu den Plänen eine Gemeinschaftsschule im Modellversuch zu starten befragt.

Die Westfälischen Nachrichten titeln Klares Elternvotum für die Gemeinschaftsschule und schreiben weiter:

Das Ergebnis der Elternbefragung zur geplanten Gemeinschaftsschule Schöppingen/Horstmar liegt vor – und es ist so positiv, dass nach Auffassung der Bürgermeister der beiden Nachbargemeinden kein begründeter Zweifel an einem entsprechenden Schulbedarf besteht.

[…]

Spätestens in der übernächsten Woche soll jetzt der Antrag auf Genehmigung des Modellversuchs bei Schulministerin Sommer gestellt werden.

[…]

Zu den Details: In der Jahrgangsstufe vier erklärten 40,5 Prozent der Eltern, ihr Kind werde „ganz bestimmt“ in dem Gemeinschaftsschulmodell angemeldet, weitere 31,2 Prozent entschieden sich für die Antwortvorgabe „eher ja“.

[…]

Insgesamt schickten die Eltern 330 der 350 ausgegebenen Fragebögen wieder an die Verwaltungen zurück, das entspricht einer Quote von 94,3 Prozent.

[…]

Für die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat das Befragungsergebnis Signalwirkung: „Dass eine überwiegende Mehrheit der befragten Eltern eine Gemeinschaftsschule in Horstmar/Schöppingen wünscht, ist ein Zeichen dafür, dass Eltern vor Ort in Fragen der Schulentwicklung ganz anders denken, als die Landesregierung es uns glauben machen will“, kommentierte Landesverbands-Vorsitzender Udo Beckmann die Zahlen. Es stehe der Regierung gut zu Gesicht, solche Signale ernst zu nehmen.

Nähere Details kann man auch der gemeinsamen Presseerklärung beider Gemeinden entnehmen.

Man darf gespannt sein, wie die CDU/FDP-Landesregierung jetzt auf den kommenden Antrag reagieren wird und ob sie den Elternwillen vor Ort akzeptiert oder nicht.


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