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Jens Matheuszik — 18. August 2007, 17:18 Uhr

taz: Der milchgläserne Mensch


Der milchgläserne MenschIn dem Exemplar der Tageszeitung (taz), die ich mir vor kurzem für einen Euro in Cottbus kaufte, war der sehr interessante Artikel Der milchgläserne Mensch.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie der Amerikaner Hasan Elahi durch eine Verkettung von Zufällen ins Visier von FBI & Co. geraten ist.

Doch gab es keinerlei Anzeichen für eine wirkliche Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Hasan Elahi, doch eine schriftliche Bestätigung, dass er unschuldig ist, konnte er nicht erhalten. Um weiteren Verdächtigungen gegenüber gefeit zu sein, hat er unter http://trackingtransience.net/ eine Website aufgesetzt, auf der man all seine Aktivitäten verfolgen kann:
So fotografiert er z.B. alle Toiletten die er besucht, alles Essen was er im Flugzeug zu sich nimmt usw., dokumentiert seinen Aufenthalt via GPS-Koordinaten usw. – und faszinierenderweise hat er sogar Zugriffe von höchsten US-Stellen – nicht nur von diversen US-Geheimdiensten, die ohne IP-Verschleierung auf seine Seite zugreifen, sondern auch aus dem Umkreis des Büros des US-Präsidenten. So überwacht der Überwachte seine Überwacher.

Hasan Elahi ist jedoch kein gläserner Mensch – denn natürlich hat er die Wahl zu entscheiden, was er ins Internet setzt oder nicht. Dennoch erschreckend, wie man durch unglückliche Verkettung von Zufällen ins Raster der Fahnder geraten kann.


4 Kommentare »

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