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Jens Matheuszik — 6. August 2007, 05:23 Uhr

Von Mäusen und Menschen


Nein, es geht nicht um den gleichnamigen Roman von John Steinbeck, sondern es geht wortwörtlich um Mäuse und Menschen in diesem Beitrag.

Das Haus meiner Eltern ist unterkellert und hat in den Kellerräumen auch Fenster mit Lichtschächten, die oben vergittert sind. Diese jedoch sind nicht sehr engmaschig, wie sich zwischenzeitlich herausstellte:

Vor kurzem stellten meine Eltern nämlich fest, dass irgendein kleines Tier, vermutlich eine Maus, durch das Gitter gefallen sein muss. Einige Tage später schaute ich mir das ganze an und sah in dem ganzen Laub und sonstigem Kram nichts – jedenfalls keine Maus. Als ich versuchte das ganze von oben genauer zu beobachten, bemerkte ich jedoch einen gewissen Geruch, der mich davon überzeugte, dass da keine lebendige Maus mehr war. Dazu muss man wissen, dass weder Futter noch Wasser (auch kein Regen) dorthin gelangt.

Wir saßen dann vor kurzem an einem Freitag abends auf der Terrasse und irgendwann hörte ich ein Rascheln aus nächster Nähe – aus dem Lichtschacht:

HausmausEs stellte sich heraus, dass die Maus wohl doch noch lebte, diesmal konnte man sie auch gut erkennen. Im Keller konnte man durch das Kellerfenster die Maus noch besser erkennen – sie sah fast genau so aus, wie die hier abgebildete Maus aus dem Hausmaus-Artikel der Wikipedia.

Dort sah ich auch, wie die Maus immer wieder versuchte den Lichtschacht hochzuklettern, was ihr jedoch nicht gelang – sie rutschte immer wieder ab und fiel wieder auf den Boden ‚runter. Selbst wenn es ihr gelungen wäre nach oben zu klettern – sie wäre wohl kaum durch das Gitter gelangt.

Leider scheiterte der Rettungsversuch durch das Kellerfenster schon im Ansatz. Denn man konnte zwar das Kellerfenster öffnen – aber nicht das Gitter davor. Sowas nennt man wohl einbruchssicher. Da ich direkt an diesem Tag leider noch einen wichtigen Termin hatte konnte ich mich nicht weiter um die Rettung der Maus kümmern. Da ich jedoch den Eindruck hatte, dass sie schon etwas geschwächt war, warf ich ihr zur Sicherheit ein paar Corn Flakes ‚runter und schüttete auch in eine Ecke des Lichtschachtes ein Glas Wasser. Nicht, dass die Maus noch vor meinem folgenden Rettungsversuch verhungern oder verdursten würde.

Am nächsten Tag versuchten mein Vater und ich dann das Gitter abzumachen, um von oben die Maus zu retten. Es stellte sich jedoch heraus, dass auch von oben der Lichtschacht einbruchssicher gestaltet wurde, denn man konnte das Gitter nicht komplett entfernen, da es mit Ketten innerhalb des Lichtschachtes befestigt war.

Mittels eines Gartengerätes mit langem Stiel versuchte ich dann einen Tag später die Maus zu retten bzw. erstmal zu finden. Doch während ich vorsichtig (man will der Maus ja nicht wehtun) durch das Laub und den Dreck auf dem Boden des Lichtschachtes wühlte, wurde ich leider fündig: Ich fand eine tote Maus. Obwohl ich die lebende Maus nicht sah, hatte ich noch ein wenig Hoffnung, denn ich vermutete das Rascheln von vor einigen Tagen hinter der toten Maus.

LichtschachtSpäter sah ich dann durch das Kellerfenster, dass die lebende Maus sich in einer kleinen Nische versteckt hatte (das kann man auf dem abgebildeten Bild nur ein wenig erahnen). Man sah der Maus an, wie sie in der Nische zitterte. Da sie aus der Nische nicht ‚rauskam, konnte man natürlich nichts machen.

Abends schaute ich dann nochmals durch das Kellerfenster und sah dann, dass die Maus inzwischen wieder im Lichtschacht herumlief (und Corn Flakes zu sich nahm). Ich versuchte die Maus mit dem Kratzer herauszuholen – ich hoffte einfach, dass die Maus auf die breite Fläche des Kratzers gehen würde, damit ich sie dann hochheben könne. Doch leider sind Mäuse nicht so intelligent, so dass es gut und gerne fünf Minuten dauerte, bis ich die Maus endlich auf dem Kratzer hatte. Langsam hob ich die Maus dann hoch und entließ sie in die Freiheit…

… und direkt danach sperrte ich erstmal den Lichtschacht ab.


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