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Jens Matheuszik — 28. Juli 2007, 18:11 Uhr

Von kleinen Kondensatoren, Klimakillern und Autowerkstätten (aktualisiert)


Ford StreetKaVor ein paar Tagen berichtete ich am Rande, dass die Klimaanlage in meinem Wagen (einem Ford StreetKa – siehe Abbildung) kaputt sei.

Dies fiel mir einige Wochen der anstehenden Inspektion zufällig auf. Zufällig deswegen, weil ich die Klimaanlage normalerweise kaum nutze.

Doch auch wenn ich die Klimaanlage kaum nutze, gab ich das „nicht-Funktionieren“ bei der Inspektion (ich war natürlich nicht bei Ford Mohag) an und dort wurde dann die Kühlflüssigkeit ausgetauscht bzw. erneuert. Bei der Bezahlung erklärte man mir, dass man zur Sicherheit auch eine Art Kontrastmittel in die Kühlflüssigkeit gepackt hätte, um ggf. ein Leck zu finden, denn eigentlich hätte das ganze Zeug sich noch nicht verflüchtigen sollen. Nach der Inspektion testete ich die Klimaanlage, die ohne Probleme klappte.

Ungefähr zwei Wochen später wollte ich wieder einmal die Klimaanlage nutzen und stellte fest – sie lief nicht mehr.

Ich rief nochmal an, es hieß dann, dass wahrscheinlich ein Leck vorliegen würde und dank des Kontrastmittels würde man die undichte Stelle schnell finden und abdichten können. Ich brachte also den Wagen zum Wochenende hin, rief am Montag am späten Nachmittag an und fragte nach, wie es aussehen würde. Dort hieß es, dass noch ein Ersatzteil (ein Kondensator) bestellte werden müsse und dann könne ich den Wagen wohl schon am Dienstag abholen.

Kurz bevor ich mich auf den Weg zum pl0gbar Ruhrgebiet #04-Treffen machte, rief die Werkstatt an und teilte mit, dass ich den Wagen abholen könne. Dies verschob ich dann auf Donnerstag und fragte nach, wie teuer das ganze denn sei. Nach kurzem Durchblättern der Unterlagen teilte man mir mit, dass das ganze mal eben rund 520,- Euro kosten würde.

Als ich den Wagen dann abholte und zähneknirschend auch die Rechnung bezahlte sagte ich aber, dass ich mir demnächst wünschen würde, dass man mich bei einer solchen Summe vorher kontaktieren solle. Angesichts der Formulierungen (Leck nur abdichten, nur ein Ersatzteil (Kondensator) wird noch benötigt) ging ich davon aus, dass das nicht wirklich teuer wird. Ich habe ja von der Technik keine Ahnung – aber ich verband mit dem Begriff Kondensator immer diese Elektrotechnik-Kondensatoren (so kleine normalerweise maximal münzgroße Teile), die ich nicht wirklich für teuer hielt.

Der Mechaniker, mit dem ich in der Werkstatt darüber sprach, sagte mir, er wäre davon ausgegangen, dass ich das gewußt hätte, denn ich hätte ja mit seinem Kollegen am Telefon gesprochen und da hätte man mir gesagt, dass ich einen neuen Kondensator brauche. Das stimmt ja auch. Aber muss man denn wissen, dass ein Verflüssiger (lt. Wikipedia-Eintrag heißen Kondensatoren im Klimabereich so) so teuer ist?

Was lerne ich daraus:
Ab sofort immer bei Werkstattbesuchen klar machen, dass alles nur mit Kostenvoranschlag läuft.

PS: An sich ist es ja praktisch, wenn ein Klimakiller wie die Klimaanlage nicht funktioniert… da kommt man nicht in Versuchung sie zu nutzen.


3 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Don Alphonso @ 29. Juli 2007, 04:25 Uhr

    öps.

    Mal abgesehen davon, dass Klimaanlagen ohnehin nur für Warmduscher und Windschottfahrer sind, ist das bei einem maximal 4 Jahre alten Auto ein echtes Armutszeugnis. Der Kondensator ist der Wärmetauscher der Klimaanlage, also eine Art Temperaturabgabeteil, das aber 10 oder mehr Jahre halten sollte. Vielleicht hätte da das Stichwort Kulanz gezogen, denn ein Loch im Kühlkreislauf nach so kurzer Zeit ist auch nicht gerade ein Zeichen von Qualität.


  2. (2) Kommentar by Dennis @ 29. Juli 2007, 13:22 Uhr

    Es ist wirklich eine Unart dieser Autowerkstätten, die Kunden vor vollendete Tatsachen zu stellen. Gerade die Vertragswerkstätten müssen sich dann nicht wundern, wenn die Umsätze förmlich wegbrechen. Schließlich ist man als Kunde verängstigt, gewissermaßen abgezockt zu werden.

    Mir hat man noch Anfang des Jahres mitgeteilt dass die Inspektion meine Fzg. rund 195 Euro kosten würde. Bei der Abholung waren es dann 320 Euro. Danke habe ich gesagt. Das war mein letzter Auftrit hier, verwechselt in Zunkunft bitte den Löwen nicht mehr mit einem Pferd.


  3. (3) Kommentar by Jens @ 29. Juli 2007, 19:42 Uhr

    @Don:
    Ich empfinde das ja auch nicht wirklich als freudiges Ereignis und halte das auch nicht gerade für den größten Qualitätsbeweis…
    Bzgl. Kulanz hätte ich ja zu einer Vertragswerkstatt bzw. zum Händler gehen müssen – aber das mache ich aus diversen Gründen (siehe den verlinkten Beitrag im Artikel) nicht mehr.

    @Dennis:
    Normalerweise hat diese freie Werkstatt mich immer vorher informiert. So hatte ich früher mal einen Wagen wo die Tankuhr nicht mehr funktionierte. Ich gab das an und erhielt den Rückruf, das man da was machen könne. Für 500 Euro. Ob ich das wirklich wolle.
    Ich verzichtete natürlich darauf.


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