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Jens Matheuszik — 5. Juli 2007, 13:53 Uhr

Stern-Titel: Sex in Hogwarts – Liebe in Zeiten des siebten Bandes


Titelbild stern 28/2007Als ich gerade das aktuelle Titelbild des stern sah und mir die Zeitschrift routinemäßig aus dem Briefkasten holte, sah ich nur Harry Potter, Hermine Granger und eine lesende J.K. Rowling.
Ich fragte mich, wie merkwürdig es doch sei, die aktuelle stern-Serie „So liebt die Welt – Liebe und Lust in anderen Kulturkreisen“ auch auf Hogwarts zu übertragen.

… bis mir auffiel, dass die aktuelle stern-Ausgabe anscheinend doch nichts mit der aktuellen Serie Sex im Zeitalter der Globalisierung zu tun hat, die in neun Folgen inkl. Uhr und 35 % Ersparnis die Leserschaft über wirklich wichtige Dinge informiert.

Man kann ja nicht ahnen, dass angesichts des bevorstehenden Kinostarts von Harry Potter und der Orden des Phönix sowie der anstehenden Buchveröffentlichung des siebten und letzten Harry Potter-Bandes Harry Potter and the Deathly Hallows (die deutsche Ausgabe von Harry Potter 7 hat noch keinen Titel) die für den stern anscheinend wichtige Sex-Serie (siehe dazu auch die Kommentare bei Indiskretion Ehrensache) unterbrochen wird.

Kein Wunder, dass ich gleich an „Sex in Hogwarts“ dachte…

PS: In der Satire-Abteilung von SPIEGEL Online gibt es einige mögliche Covertitel der stern-Sexreihe


4 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by christopherus @ 23. Juli 2007, 15:47 Uhr

    Von Sex und Hermine träumen inzwischen scheinbar auch taz-Autoren. Oder wie anders soll ich diese fiebrige Schwärmerei in der heutigen taz verstehen?

    Nun ja, es ist ja scheinbar nett gemeint :-) Frage mich was die Freundin des Herrn Schulz sagt. Eventuell ist er schon rübergemacht und sucht Emma Watson.

    Harry Potter
    Vier Meinungen, 3.614 Seiten

    Seit Samstag ist er raus, der siebte und letzte Teil der Zauberlehrling-Geschichte mit dem zauberhaften Erfolg. Vier typische Leser ziehen Resümee.

    Harry wer? Die eigentliche Frage lautet doch: Was wird aus Hermine Granger? Die Geschichte wäre nicht mal eine Trilogie geworden, hätte Frau Granger nicht immer passende Ideen, Zaubersprüche und Bücher für die zumeist verpeilten Jungs parat. Sie ist die geheime Hauptperson, sie ist es, die meistens die Handlung vorantreibt.

    Oft lassen einem die Autoren fantastischer Literatur nur die Wahl zwischen zwei Arten von magisch begabten Frauen: Die eine ist rothaarig und hüllt sich in lange, wallende und fadenscheinige Gewänder, durch welche Brustwarzen und Knackarsch rosig schimmern. Sie darf mächtig sein in ihrem Zorn, ist aber eigentlich eher der mütterliche Typ.

    Die andere tritt zumeist in einem schwarzen Leder-BH auf, gegen eine Nierenerkrankung darf sie meist noch einen Umhang tragen. Das Mütterliche liegt ihr nicht so, dafür eher das Burschikose, damit jeder erkennt, dass sie auf keinen Fall die Rothaarige ist. Trotzdem muss immer ein Typ mit Schwert hinter ihr her und alles richten.

    Wer will denn mit so einer durch hunderte Seiten ziehen? Mit Hermine will man schon, obwohl auch sie sich in Band 1 noch von Harry und Ron retten lassen muss. Danach wird sie von Buch zu Buch mehr eine lebenskluge, pragmatische, witzige, gefährliche, und ja – manchmal auch mütterliche Frau. Mit Band 7 soll nun Schluss sein, aber Figuren wie Hermine Granger verschwinden nicht.

    Man wird sie wiederfinden – inzwischen mehrere Jahre gealtert im Kirschbaumweg 17. Diese Gegend erinnert an den Ligusterweg und den Spießer-Vorort, wo Harry Potter aufwuchs. Dort zeigt Hermine unter dem Decknamen Mary Poppins den Muggels, dass es im Leben mehr gibt als Rasenpflege. Nebenbei hat sie noch eine Affäre mit dem Streichholzmann, es scheint mit Ron also gerade nicht so gut zu laufen. Als sich der Wind dreht, kehrt sie allerdings zu ihm zurück. Ereignisreich muss ihr Leben aber weiterhin verlaufen sein, denn als verschrobene Greisin hat sie sich unter dem Namen Oma Wetterwachs in die Einsamkeit der Spitzhornberge zurückgezogen, wo auch die meisten anderen alten Hexen leben.

    Inzwischen hat sie, die immer alle Zaubersprüche zuerst konnte, erkannt, dass es oftmals besser ist, gar nicht zu zaubern. Es reicht, wenn die Leute glauben, man könne sie in einen Frosch verwandeln. Mit dieser „Pschikologie“ und ein paar anderen alten Frauen beschützt Oma Wetterwachs die Welt vor blutrünstigen Elfen, dem liebestollen Winter und vor allem vor der Idee junger Hexen, Magie hätte irgendetwas mit schwarzem Lippenstift und dem Schwenken silberner Pentagramme zu tun.

    Wie heißt es so schön in „McBest“: „Unter den Anführerinnen, die es bei den Hexen gar nicht gab, genoss Oma Wetterwachs die größte Hochachtung.“ Relaschio, J.K. Rowling, entlasse uns aus deinem Griff! Accio, Mary Poppins. Die Geschichte geht weiter.

    DANIEL SCHULZ

    http://www.taz.de/index.php?id=internet-artikel&art=2182&id=499&cHash=e322c79539


  2. (2) Kommentar by Jens @ 23. Juli 2007, 21:54 Uhr

    @christopherus:
    Frag doch mal Herrn Schulz nach der Freundin.


  3. (3) Kommentar by Daniel Schulz @ 19. August 2007, 11:46 Uhr

    Herr Schulz liebt seine Freundin. Aber er liebt auch die Figur Hermine Granger. Muss er sich entscheiden?

    *grübel

    Nö.

    Daniel Schulz


  4. (4) Kommentar by Jens @ 19. August 2007, 17:28 Uhr

    Danke @Daniel Schulz für diese Antwort. :)


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