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Jens Matheuszik — 24. Juni 2007, 19:24 Uhr

c’t berichtet über Marions Kochbuch: „Wie ein Webmaster mit Lebensmittelfotos Kasse macht“


(dies ist ein Beitrag aus der Beitragsserie
Marions Kochbuch)
 

c't 14/2007Morgen erscheint die Ausgabe 14/2007 der c’t und dort gibt es (dem Abo sei Dank weiß ich das schon seit gestern) einen zweiseitigen Bericht über Marions Kochbuch (extra ohne Link!):

Über diese Website habe ich schon in Zusammenhang mit abgemahnten Bockwurstfotos berichtet und ich fragte mich schon einmal, was wäre, wenn Google Marions Kochbuch nicht mehr verlinken würde.

Auf zwei Seiten berichtet c’t-Autor Holger Bleich im Artikel Abgekocht, wie es zu diversen Abmahnungen gekommen ist. So gibt es auf Marions Kochbuch viele Kochrezepte, die besagte Marion (zum Teil nach-) gekocht hat, die durch Fotos ihres Ehemannes Folkert Knieper illustriert werden. Diese Fotos finden sich häufig bei der Google-Suche, wenn man nach bestimmten Lebensmitteln sucht und es kommt auch vor, dass diese dann von anderen Seiten übernommen werden, was dann zu Abmahnungen führen kann.
Natürlich wird dort auch ausdrücklich erwähnt, dass es verboten ist, einfach fremdes Bildmaterial auf seinen Seiten zu übernehmen. Jedoch wird in dem Artikel auch die Frage gestellt, ob so hohe Abmahnkosten angemessen sind (die Politik überlegt sich hier ja eine Deckelung).

Faszinierend an dem Artikel sind jedoch einige neue Fakten, die ich bisher zu der Thematik noch nicht kannte. So wird z.B. die Vermutung aufgestellt, dass einige Texte von Marions Kochbuch von anderen Internetseiten übernommen worden sind.
Auch wird ein Fall erwähnt, wo quasi die Aussage der abgemahnte Webmasterin gegen die Aussage des Fotografen Folkert Knieper stand. Die abgemahnte Webmasterin erklärte ausdrücklich, dass ein abgemahntes Foto nicht von Marions Kochbuch stammen würde. Doch die Zeugenaussage einer gewissen Marion überzeugte dann das Gericht der ersten Instanz…

Der Artikel ist wirklich interessant und man hofft wirklich, dass auch mal einige Entscheidungsträger in der Politik sich diesen Artikel durchlesen. Wer noch Begründungen für die Deckelung von Abmahnkosten sucht, findet diese meiner Meinung nach sehr gut in diesem Artikel.


12 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Mike Schnoor @ 24. Juni 2007, 19:54 Uhr

    Danke für den Hinweis auf den Artikel. Persönlich empfehle ich, dass man immer das Original eines Fotos als Datei behält oder es zumindest im Internet in einer öffentlichen Datenbank wie Flickr, Photobucket oder sevenload (letzterer Dienst ist ja mein Arbeitgeber!) abspeichert und über das Upload-Datum argumentieren kann. Auch sind alternative Shots eines Fotos der sichere Garant dafür, dass man definitiv das Foto selbst gemacht hat. Ein Foto mit der Gabel auf dem Teller, das andere mit dem Messer statt der Gabel und selbiges Foto unveröffentlicht. Dann viel Spaß beim Abmahnen.


  2. (2) Kommentar by Andreas @ 24. Juni 2007, 20:10 Uhr

    Jo, hab den Artikel heute auch (im Garten) gelesen.

    Habe ich wieder was gelernt: Wenn man jemanden wegen eines (tatsächlich oder vermeintlich) geklauten Bildes abmahnen will, macht man das mit den besten Chancen am Hamburger Amtsgericht.


  3. (3) Kommentar by caschy @ 24. Juni 2007, 21:20 Uhr

    Da muss ich als direkt Betroffener auch mal Printmedien lesen….


  4. (4) Kommentar by Jens @ 25. Juni 2007, 01:38 Uhr

    @Mike:
    Die von Dir geschilderte Strategie ist gut – nur muß man da erstmal drauf kommen, dass ggf. in zwei, drei Jahren mal jemand behaupten könnte, dass das von Dir selbst geschossene Foto doch wo anders her stammt.

    @Andreas:
    Ja, die Hamburger sind bekannt für bestimmte Urteile… ich glaube deswegen wird auch in Sachen „Mein Parteibuch“ vs. Sigmar Gabriel dort verhandelt.

    @caschy:
    Seite 80!


  5. (5) Kommentar by Peter @ 25. Juni 2007, 09:24 Uhr

    Das fiese ist ja: Die Rezepte da sind nicht schlecht. Ich hab da schon mal was von für eine Party genutzt.


  6. (6) Kommentar by Jens @ 25. Juni 2007, 12:02 Uhr

    Um die Qualität der Rezepte geht es ja auch nicht.


  7. (7) Trackback by Joaquins Musikblog @ 26. Juni 2007, 21:47 Uhr

    Marions Kochbuch hat mir Sorgen gemacht…

    Beim durchschauen der aktuellen Suchbegriffe für meinen Blog, habe ich doch nicht schlecht gestaunt, dass jemand mit dem Suchbegriff „Marions Kochbuch“ direkt auf mein Impressum landet.

    Ja was ist denn hier los?

    Da klingelten bei mir aber sc…


  8. (8) Kommentar by Hong Kong @ 28. Juni 2007, 11:18 Uhr

    Inzwischen ist der c’t Artikel auch online verfügbar:

    http://www.heise.de/ct/07/14/080/default.shtml

    Bitte verlinken!


  9. (9) Kommentar by Jens @ 28. Juni 2007, 13:11 Uhr

    @Hong Kong:
    Danke für den Hinweis!


  10. (10) Trackback by Pottblog @ 28. Juni 2007, 13:21 Uhr

    c’t-Artikel über Marions Kochbuch online verfügbar…

    Vor ein paar Tagen berichtete ich über die aktuelle Ausgabe 14/2007 der c’t, in der ein interessanter Artikel über Marions Kochbuch (extra ohne Link!) zu finden ist.
    Inzwischen wurde ich durch diesen Kommentar darauf aufmerksam gemacht,…


  11. (11) Pingback by marions-kochbuch.de erleidet Schlappe vor OLG Hamburg @ 24. März 2009, 12:07 Uhr

    […] Weiteren entschied das Oberlandesgericht, dass keine Störerhaftung vorliegt, da keine Prüfungspflichten […]


  12. (12) Pingback by Marions Kochbuch hat mir Sorgen gemacht | MusikZeug.de @ 30. Juli 2010, 14:29 Uhr

    […] klingelten bei mir aber schon die ersten Alarmglocken, zumal sich die c’t erst kürzlich dem Thema Marions Kochbuch angenommen hatte und ein Impressum scheint ja […]


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