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Jens Matheuszik — 8. Juni 2007, 20:26 Uhr

Wie Persil einen Einkaufsabend rettete oder: Wer nicht fragt, der nicht gewinnt


Wie gerade (extra für den Link) beschrieben kaufe ich primär zu Fuß ein.
So auch gerade. Witzigerweise traf ich auf dem Weg zum präferierten Supermarkt eine Bekannte, die noch meinte ich solle mich beeilen wegen des schlechten Wetters, denn gleich würde sicherlich der Regen beginnen. Ich meinte noch, das schaff ich schon und zwei Meter vor dem Supermarkteingang fing es an zu regnen. Insofern war ich natürlich gerettet, when the rain begins to fall (wer hat das entsprechende Lied eigentlich nochmal gesungen?).

Im Supermarkt packte ich meine einzukaufenden Dinge in den Wagen und der Blick nach draußen zeigte mir: Das Wetter wurde nicht besser – eher im Gegenteil. Sturzbäche an Regen fielen und ich hatte nur einen kleinen Stoffbeutel zum Einkaufen dabei. Selber war ich natürlich auch nicht wetterfest gekleidet (eher im Gegenteil), so dass ich erst vor hatte ein wenig im Laden die Zeit totzuschlagen. Dummerweise schließt entsprechender Supermarkt aber um 20.00 Uhr, so dass ich mich dann langsam mit dem Gedanken anfreundete nass zu werden, vor allem nachdem eine ausführliche Inspektion aller Gänge und Reihen ergab, dass keine Regenschirme feilgeboten wurden. Auf meine Frage diesbezüglich hörte ich auch nur ein „Leider nein!“ von einer freundlichen Verkäuferin.

Irgendwann dann machte ich mich auf den Weg zur Kasse, fragte nochmal nach käuflich zu erwerbenden Schirmen, bekam das erwartete „Leider nein!“ zu hören und begann abzuwarten, wie die Kassiererin meine Sachen scannte. Dabei blickte ich mich ein wenig im Kassenbereich um und sah im Fußraum der anderen Kasse:

Jawoll, Regenschirme!

Auf meine Frage, ob ich nicht davon einen kaufen könne, reagierte die Kassiererin merklich überrascht, bis ihr dann einfiel „Ach die – die Schirme von der Persil-Aktion. Die gibt es eigentlich nur beim Kauf von Persil dabei!“. Dennoch rief sie irgendeinen Verantwortlichen per Mikrofon ‚ran und fragte ihn ob die Schirme (weitere tauchten nach Rückfrage bei den anderen Kassiererinnen auch in deren Fußräumen auf) verteilt werden können.

Ein beherzter Blick nach draußen (in die Sturzfluten Bochums) brachte den Verantwortlichen (Marktleiter?) zum knappen „Ja!“ und schon bekamen interessierte Kunden einen Schirm – so auch ich:
Regenschirm
Inzwischen liegt er schon in der Badewanne zum Trockenwerden – aber der hat mir echt den Heimweg gerettet.

Insofern sollte Persil nicht sauer sein, dass jetzt einige Persil-Kunden weniger den Schirm bekommen – dafür haben ihn andere bekommen, die ihn nötiger haben.

Die Moral von der Geschicht: Vergiss zu fragen nach den Schirmen nicht! ;)


3 Kommentare »

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