Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 3. Juni 2007, 13:30 Uhr

Netzeitung soll Gerüchten zufolge eine Gratiszeitung als Offline-Standbein erhalten


Die Netzeitung bestimmt dieser Tage mehrfach die Berichterstattung on- wie offline. So berichtet medienpiraten.tv im Beitrag Gefühlte Wichtigkeit bei der Netzeitung, dass inzwischen die Netzeitung auch bei den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) aufgelistet wird.
Wobei Peer Schader von medienpiraten.tv süffisant die Pressemitteilung der Netzeitung dazu zitiert, denn aus dieser geht eigentlich nur hervor, wie toll es doch sei, dass die Netzeitung jetzt auch bei der AGOF dabei ist. Das selbst Special Interest-Angebote wie u.a. (nur eine kleine Auswahl!) BRIGITTE.de, VIVA.tv, GameStar.de, Onmeda Gesundheitsportal, goFeminin.de und wetter.com mehr Besucher haben, darüber schweigt sich die Pressemitteilung aus.

Jetzt berichtet heute die Welt am Sonntag im Artikel Die Netzeitung soll zur echten Zeitung werden, dass vermutlich die BV Deutsche Zeitungsholding (des britischen Investors David Montgomery), der auch die Berliner Zeitung, der Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost gehören die Netzeitung übernehmen möchte. Weiter heißt es in dem Artikel:

Mit der Übernahme durch die BV Deutsche Zeitungsholding dürfte die Netzeitung ihren Anspruch aufgeben, als einzige deutsche Tageszeitung nur online zu erscheinen. Geschäftsführer Philip Graf Dönhoff bestätigt das, wobei er offenlässt, inwieweit solche Pläne mit dem Verkauf zu tun haben. „Eine Verbreitung der Netzeitung außerhalb des Internets können wir uns durchaus vorstellen“, sagt er. „Im ersten Schritt visieren wir die mobilen Endgeräte an.“ Es gebe aber auch einen „potenziellen Partner, der in Richtung Gratiszeitung nachdenkt“. Derzeit werde der Markt gründlich sondiert.

Als Grund nennt der Artikel auch die oben erwähnte AGOF-Studie, wonach die Netzeitung vor allem gegenüber den Titeln, die eine starke Print-Basis haben, schlechter abschneidet. Interessant ist jedoch noch ein Aspekt, den der WamS-Artikel aufwirft:

Erstaunlich, dass es der Netzeitung dennoch gelang, in der Rangliste der meistzitierten Online-Medien des Instituts Media Tenor ganz vorne zu landen. 2006 ging Platz eins aber an Spiegel Online verloren.

Warum die Netzeitung 2005 (siehe auch hier) bei den zitierten Online-Medien so stark vertreten war kann ich mir nur mit einem Punkt erklären: Bei anderen Online-Medien (insbesondere Spiegel Online) mußte man früher befürchten, dass ein einstmals „freier“ Link nachher nur noch zu einer kostenpflichtigen Variante des Artikels führt. Dies ist z.B. der Grund warum im Pottblog diverse Male eher die Netzeitung denn SPON verlinkt wurde. Nachdem jedoch SPON inzwischen diese Praxis wohl geändert hat, dürfte das vielleicht auch ein Grund für die Rückeroberung der Spitze durch das Hamburger Nachrichtenmagazin bzw. seiner Internet-Ausgabe sein.


2 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI.

    Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website.

    Erfahre mehr über die Fehlerbehebung in WordPress.