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Jens Matheuszik — 30. Mai 2007, 23:36 Uhr

Herzlichen Glückwunsch: Westropolis wird 100 Tage alt!


Hinweis: Der Autor dieser Zeilen schreibt gelegentlich bei Westropolis mit und hat im WAZ-Finalblog ebenfalls für ein Blog der WAZ-Mediengruppe geschrieben.

***

Westropolis100 Tage – normalerweise ist das die „Gnadenfrist“ die man frisch gewählt in der Politik hat, bevor man anfängt sie oder ihn zu zerfleischen hinterfragen und kritisieren.
In Zeiten des Internets und des viel beschworenen Web 2.0 sind 100 Tage eine halbe Ewigkeit – umso mehr ist dies ein Anlass dem Kulturportal Westropolis zum heutigen Geburtstag zu gratulieren!

Am 19. Februar 2007 ging Westropolis nach einem kurzen Betatest offiziell online – 100 Tage später ist der 30. Mai. Bekanntlich der Tag des Weltuntergangs (Wir leben nicht mehr lang!) – aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Liedtext auch in diesem Jahr nicht umgesetzt.

A propos „Umsetzung“ und „Betatest“:
Westropolis selbst ist eine Art angewandter Betatest, denn die WAZ-Mediengruppe wird unter dem Arbeitstitel WestEins im Sommer ihre Internet-Aktivitäten vollständig umkrempeln und die Erfahrungen, die man in Sachen Westropolis gemacht hat, sollen in WestEins einfließen (derzeit läuft unter WestEins.de nur eine Art Projekt-Blog).

Gestartet wurde Westropolis unter dem Motto

„Kultur für alle, Kritik von allen.“

was auch Programm ist, denn hier können alle mitbloggen, die dies wünschen. Westropolis ist eine offene Plattform ist, bei der man auch Beiträge ohne Anmeldung veröffentlichen kann, wobei diese natürlich vorab kontrolliert werden. Mit den derzeit sieben besonders hervorgehobenen Gastautoren (Hatice Akyün, Else Buschheuer, Johannes Groschupf, Manuel Heßling, Ingo Juknat, Jürgen Overkott und Christian Scholze) schreiben insgesamt 110 Autoren dort. Laut Juliette Guttmann von Westropolis wurden bisher rund 1.000 Beiträge veröffentlicht, was mit der täglichen Postingfrequenz von 10 Beiträgen/Tag korrespondiert. 3.600 Kommentare gab es bisher, womit zumindestens widerlegt sein dürfte, das bei Medienblogs wie Westropolis nicht kommentiert wird (dazu im Verlaufe des morgigen Tages mehr – in einem kurzen Interview mit Don Alphonso von der Blogbar und Rebellen ohne Markt zum Thema).

Als ich erstmals von Westropolis hörte dachte ich nur: „Ein Kulturportal für das Ruhrgebiet? Wirklich? Kulturblogger?“
Nicht, dass das nicht zusammenpasst – gerade im Ruhrgebiet gibt es bekanntlich viele kulturelle Leuchttürme. So viele Leuchttürme, dass man schon gar nicht mehr von Leuchttürmen, die alleine auf weiter Flur bzw. an weiter Küste stehen, sprechen sollte, sondern von regelmäßig aufgestellten Straßenlaternen.
Nur ist für mich das Feuilleton in den Tageszeitungen oftmals nicht der Teil den ich als erstes oder überhaupt lese. Ich lese eher jeden Artikel im Politik- oder Wirtschaftsteil als im Feuilleton und ich glaube ich bin da nicht unbedingt ein Teil der Minderheit.

Gerade daher freut es mich zu sehen, dass bei Westropolis neben einigen schlechten (z.B. teilweise meine eigenen recycleten…) Beiträgen auch viele Perlen zu entdecken sind. Hier möchte ich vor allem die Beiträge von Hatice Akyün und dem Revierflaneur nennen, die beide zu den besonders prominent beworbenen Autoren bei Westropolis gehören. Doch auch die anderen Autoren und deren Beiträge lernt man zu schätzen – wenn man sich z.B. über Ruhrgebietsspezifika austauscht usw.

Für die Zukunft möchte ich Westropolis drei Wünsche mit auf dem Weg geben:

  • Eine Art „Kommentarabonnement“ via eMail:
    Gerade angesichts der hohen Beitragsfrequenz dort verliert man schnell den Überblick in welchen Diskussionen man sich engagiert hat. Ich persönlich schätze bei Blogs daher sehr, wenn sie eine derartige Funktion nutzen und habe deswegen auch bei mir das „subscribe to comments“-Plugin für WordPress gerne eingebaut.
  • RSS-Feeds für die einzelnen Autoren und Kategorien:
    Es gibt einzelne Autoren, da lese ich gerne jeden Beitrag. Bei anderen nicht unbedingt, dafür gibt es Kategorien die mich sehr interessieren. Insofern wäre es schön, wenn es dafür jeweils gesonderte RSS-Feeds geben würde. Das dürfte technisch eigentlich kein Problem darstellen, da es diese Einzel-Feeds ja gibt.
  • Weniger Bleiwüsten:
    Da möchte ich mich nicht ausnehmen – viele Beiträge dort sind sehr textlastig. Bilder u.ä. sollte man auch im Text unterbringen können – eben dort wo es passt und sinnvoll ist und nicht nur am Ende eines Beitrages.

Auf die nächsten 100 Tage – vielleicht ist dann Westropolis ja schon ein Teil von WestEins.


7 Kommentare »

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