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Jens Matheuszik — 26. Mai 2007, 15:02 Uhr

Deutsche Telekom: Angeblich streiken die T-Punkte ja nicht…


… so verbreitet es die Deutsche Telekom jedenfalls derzeit recht gerne, damit potentielle Kunden nicht von einem Besuch im T-Punkt abgeschreckt werden. So heißt es hier:

Die Deutsche Telekom bedauert, dass es aufgrund eines Streiks in Bereichen von T-Com zu Einschränkungen kommen kann. Wir setzen alles daran, die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Nicht betroffen sind die T-Punkte.

Schön. Weiter heißt es:

Hier werden die Kunden wie gewohnt bedient […]

Ist das mit dem „wie gewohnt“ eigentlich eine Drohung? ;)
Mich persönlich schreckt aus eigener Erfahrung der Besuch in einem T-Punkt generell ab, was u.a. mit dem groben Mißverhältnis von Kundenandrang zu Mitarbeiterzahl zu tun hat. Doch nicht nur ich sehe das so negativ:

Meine Eltern sind inzwischen regelmäßige Internet-Nutzer. Nach und nach habe ich ihnen die Vorteile z.B. des WWWs und von eMails nahegelegt. Inzwischen so sehr, dass sie das Internet nicht mehr missen wollen. Aber demnächst an sich missen müssen, da mein Internet-Zugang, den sie natürlich mitnutzen konnten, demnächst ausläuft. Auch verständlich, dass ich nicht zwei Internet-Anschlüsse zahlen wollte. Also sind meine Eltern an Angeboten für’s Telefonieren und Internet interessiert. Dazu mailte ich ihnen kürzlich einen Hinweis auf die neuen Telekom-Tarife, die ab 4. Juni 2007 unter dem Namen T-Home vermarktet werden sollen. Die Telekom gehört nämlich – neben der Alice vom HanseNet – zu einem der wenigen Anbieter, die hier funktionieren und meine Eltern sind in Bezug auf Providerwechsel bei Telefon & Co. eher etwas konservativ eingestellt und würden gerne demnächst wieder Telefon und Internet aus einer Hand haben (derzeit werkelt 1&1 i.S. Internet bei Ihnen).

Mein Vater war jetzt vor zwei Tagen zufällig in einer Stadt, wo es auch einen T-Punkt gibt, und ging dort hinein und wollte sich informieren. Er wollte gerne schriftliche Informationen zu den neuen Tarifen haben, doch was sagte ihm die Mitarbeiterin dort?

Die Sachen dürfen wir erst am 4. Juni 2007 heraus geben!

Damit bezog sich die Dame sicherlich darauf, dass erst am 4. Juni 2007 die Dachmarke T-Com zugunsten von T-Home aufgegeben wird. Nichtsdestotrotz sind die Tarife schon bekannt, es wird Werbung dafür gemacht usw.usf.
Aber die T-Punkte, die ja nicht streiken, weigern sich die schriftlichen Informationen jetzt schon herauszugeben.

Sowas würde ich aktiven Streik gegenüber dem Kunden nennen! Da kommt ein Kunde, will einen DSL-Zugang bei der Telekom nutzen (und damit von einem privaten Mitbewerber wechseln) und dann erfährt man eine solche Reaktion? Kein Wunder, dass die Telekom ein schlechtes Image hat.

Mal sehen, ob jetzt nicht vielleicht doch Alice das Rennen macht. Vor allem wo Alice mit einer monatlichen Kündigungsfrist aufwartet, während man sich bei der Telekom jetzt neuerdings auch für zwei Jahre binden muss.


3 Kommentare »

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