Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 1. April 2007, 08:25 Uhr

Bayern plant Zigarettenverkaufsverbot in Tankstellen (April, April!)


Der nachfolgende Beitrag war natürlich ein Aprilscherz…

Edmund StoiberObwohl ich ein Nichtraucher bin, kann ich mich über manche politische Vorschläge zum Nichtraucherschutz sehr gut aufregen. Das vorgeschlagene Rauchverbot in Autos war z.B. eine Sache, wo ich mich wirklich gefragt habe, was das soll.

Jetzt verkündet der bayerische Noch-Ministerpräsident Edmund Stoiber, das Bayern „das strengste Anti-Raucher-Gesetz in ganz Deutschland“ haben möchte, wie seitens der WebSozis berichtet wird.

Dort heißt es:

„Dem Gesetzentwurf zufolge soll die bayerische Gastronomie ab 2008 schrittweise rauchfrei werden. Mit einer Ausnahme: In Bierzelten und unter freiem Himmel dürfe weiterhin gequalmt werden. Somit sei, wie CSU-Generalsekretär Markus Söder erklärte, eine „maßvolle Lösung“ gefunden worden. „Bei der Maß Bier eine Zigarette zu rauchen, ist Ausdruck unserer bayerischen Kultur.“ Deshalb würden auf dem Oktoberfest spezielle mit „R“ gekennzeichnete Raucherzelte aufgestellt.
[…]
Innenminister Günther Beckstein (CSU) unterstützte die Pläne. […] Deshalb werde er sich für ein „Verkaufsverbot von tabakhaltigen Waren an Tankstellen und sonstigen Problemgewerben“ einsetzen. Es sei erwiesen, dass Raucher ihren Bedarf vor Antritt längerer Autofahrten vor allem an Tankstellen befriedigten. Es sei deshalb das Gebot der Stunde, dass „die Tanke“ kippenfrei werde.“

Konsequenter wäre es da doch, wenn man Zigaretten allgemein verbieten würde. Aber wenn wir gerade schon beim Verbot von bestimmten Artikeln an Tankstellen dabei sind, was könnte man denn dann noch an Tankstellen demnächst verbieten?

Ich schlage da z.B. jegliche Alkoholika vor – bekanntlich fährt man ja mit dem Auto zur Tankstelle und Alkohol am Steuer ist schließlich gefährlich.
Außerdem würde ich dann auch noch Prepaid-Telefonkarten verbieten – statistisch ist es wahrscheinlich so, daß eher Handy-Besitzer mit einem laufenden Kartenvertrag eine Freisprecheinrichtung nutzen… und und und.

Wenigstens die (teils bayerischen) Sozialdemokraten reagieren einigermaßen vernünftig auf die Pläne Stoibers:

„Lediglich die Opposition im Bayerischen Landtag hielt sich mit Beifallsbekundungen zurück. „Sosehr ich das Ziel, Nichtraucher besser zu schützen teile, wir sollten nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“, erklärte Oppositionsführer Franz Maget (SPD). Der CSU sei ihre Zweidrittelmehrheit zu Kopf gestiegen. Sein Parteifreund in Berlin, Ludwig Stiegler, nannte die Stoiber-Pläne „dummes Zeug“. „Was muss man eigentlich rauchen, um darauf zu kommen, den Verkauf von Zigaretten an Tankstellen zu verbieten?“, fragte der für seine deftigen Wortmeldungen bekannte SPD-Politiker. „Das ist pure Panikmache und Hysterie.“ Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) blieb hanseatisch-gelassen: „Sehe ich so aus, als würde ich jeden Schwachsinn kommentieren, der aus Bayern kommt?“

Letzteres verwundert nicht – gehört Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt doch zu den bekanntesten Rauchern in der Politik, der es sich auch früher nicht hat nehmen lassen in politischen Diskussionsrunden im Fernsehen zu rauchen.

PS: Das abgebildete Bild von Edmund Stoiber entstammt wieder den Politiker Sammelbildchen von Harald Schmidt (siehe diesen Beitrag).


1 Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by sicko @ 1. April 2007, 11:57 Uhr

    meinst du nicht, daß es sich hierbei um einen april-scherz der websozis handelt? :)


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.