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Jens Matheuszik — 31. März 2007, 19:39 Uhr

Medienmagazin ZAPP (NDR) wird unglaubwürdig…


Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die Fernsehen und Radio ausstrahlt. Die öffentlich-rechtlichen Programme genießen in der Gesellschaft ein hohes Ansehen. Ob das jedoch richtig ist, wage ich gerade am Beispiel des NDR immer mehr zu bezweifeln.
Vor einem Monat war ein einseitiger, vermutlich wahrheitsverdrehender Beitrag im Politikmagazin Panorama in der Kritik. Sehr schade auch, daß auf mein (freundlich formuliertes) Schreiben an den NDR dazu keinerlei Reaktion kam. Naja, so geht man halt mit Gebührenzahlern um, die zwangsweise abkassiert werden.

Das eine solch tendenziöse Berichterstattung kein Einzelfall ist, zeigt der Bericht Experten-Casting bei ZAPP. Dort wird berichtet:

„Vor ein paar Tagen rief eine Kollegin von „Zapp” an und sagte, sie wollten etwas darüber machen, dass „Extreme Activity” den Grimme-Preis gewinnen würde, und ob ich das nicht auch schlimm fände. Ich sagte ihr, dass ich das nicht schlimm fände. Sie sagte, dass ich dann leider nicht der geeignete Interviewpartner zum Thema sei, und fragte noch, ob ich nicht jemanden wüsste, der das schlimm fände.
[…]
Lustigerweise weiß ich inzwischen von einem Kollegen, dass er genau so einen Anruf von „Zapp” bekommen hat, leider auch nicht mit Empörung dienen konnte und deshalb ebenfalls als Gesprächspartner ausschied.

Der fertige „Zapp”-Beitrag zeigt dann, dass es nicht darin lag, dass man schon 27 Fürsprecher für „Extreme Activity” gefunden hatte. Sondern weil man keinen Fürsprecher in dem Beitrag haben wollte.“

Wahrscheinlich passt es den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht, daß ein Privatsender hierzulande auch den Grimme-Preis gewinnen kann. Und dann auch noch eine solche Unterhaltungssendung wie Extreme Activity… wobei man von Extreme Activity sicherlich nicht behaupten kann, daß die Sendung Tiefgang besitzt. Aber es ist eine Unterhaltungssendung und als solche tut sie vor allem eines – unterhalten! Ich find’s jedenfalls amüsant, wenn ich da mal ‚reinschalte.

Weiter schreibt Stefan im oben verlinkten Beitrag:

„Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich halte das nicht für einen Skandal. Ich finde es nur ein kleines, anschauliches Beispiel dafür, wie Journalisten arbeiten.“

Vielleicht bin ich ja etwas naiv – aber in Ordnung finde ich das nicht. Okay, Skandal wäre jetzt übertrieben – aber ich finde das wirklich bedenklich…


6 Kommentare »

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