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Jens Matheuszik — 5. Februar 2007, 01:44 Uhr

Katharina Borchert zur Zukunft von Regionalzeitungen und West Eins


Das ist das schöne am Internet und der Blogosphäre:
Durch Beiträge oder Kommentare in den anderen Blogs findet man interessante Informationen.

So findet sich in den Kommentaren zu einem WAZsolls-Bericht der Link zu einem Beitrag der Thüringer Blogzentrale, wo man einen Mitschnitt eines Vortrages zur „Zukunft der Regionalzeitung im Online-Zeitalter – Lothar Späth im Gespräch mit Katharina Borchert, Online-Chefredakteurin der WAZ-Mediengruppe.“ findet:



Link: sevenload.com

In dem Vortrag referiert Katharina Borchert, die Chefin des Internet-Projektes WestEins der WAZ-Mediengruppe nicht nur über die Zukunft der Regionalzeitungen (in Printform), sondern erklärt auch einiges zu den Intentionen und Planungen rund um WestEins, das Internet-Projekt der WAZ, für das auch weiterhin noch Blogger gesucht werden.

WestEins soll zwar moderner werden, aber nicht mit Online-Größen wie SPIEGEL Online konkurrieren. Auch wenn Interaktivität zwischen der Seite und den Lesern groß geschrieben werden soll wird WestEins

„… wird keine quitsch-bunte mySpace-artige lustige Community-Seite“

Interessant fand ich jedoch folgendes Zitat:

„[…]
Thema Service-Angebote: Ich habe nie verstanden, warum es bislang auch im Jahr X, nach der Erkenntnis, daß es das Internet gibt und nicht wieder weg gehen wird, warum es immer noch keinen Veranstaltungskalender im Internet für das gesamte Ruhrgebiet gibt. Solange ich in Hamburg gewohnt habe, ist es nahezu unmöglich [gewesen] von Hamburg aus Wochenenden im Ruhrgebiet zu planen, weil es keinen vernünftigen Veranstaltungsüberblick gibt. Ich kann keine Tickets online kaufen, zumindestens nicht in dem Umfang den ich gerne hätte im Internet.
[…]
Ich finde auch das ist ein Teil, den wir besser abdecken können und den wir auch vor allem wesentlich besser abdecken müssen.
[…]“

Das finde ich aus folgenden Gründen interessant:

  • Sie hat komplett recht. Sowas habe ich in der Vergangenheit vermisst.
  • Da war doch irgendwas mit Veranstaltungen, der WAZ und OnRuhr

Ich zitiere hier aus einer OnRuhr-Mail, die kurz vor dem Start von OnRuhr versandt wurde:

Unser Veranstaltungskalender wird zunächst noch Lücken enthalten. Eigentlich hätten wir Datensätze, die beim Regionalverband Ruhr ohnehin erfasst werden, übernehmen sollen. Das war ein Angebot des RVR, das er vor Monaten uns und anderen – zum Beispiel der WAZ – gemacht hat. Am Montag hat er, nachdem technisch alles vorbereitet war, dieses Angebot auf Druck zurückgezogen. Die WAZ lege Wert auf eine alleinige Nutzung der RVR-Veranstaltungsdaten; anderenfalls müsse der Verlag seine Zusammenarbeit mit dem RVR auf allen Ebenen in Frage stellen, war aus dem Verband zu hören.

Wobei man dazu sagen muß, daß ich das von Seiten der WAZ her verstehen könne – exklusive Partnerschaften sind oftmals von Vorteil.

In der Fragestunde werden (wer hätt’s gedacht?) Fragen gestellt und auch beantwortet:


Link: sevenload.com

Das oben verlinkte Video finde ich aus zwei Gründen ganz interessant:

  • Ich bin verrückt – jedenfalls sind das laut Katharina Borchert Leute, die mehr als eine Tageszeitung lesen… aber da das „verrückt“ eher positiv gemeint ist, kann ich sehr gut damit leben.
  • Mitten in der Fragerunde klingelt im Podium ein Handy, worauf Katharina Borchert erwähnt, daß am nächsten Tag ein guter Artikel dazu in der WAZ erscheint. Diesen Artikel kann man im Pottblog sehen – aber wohl nicht lesen, da er nur abfotografiert wurde – siehe hier.

Natürlich wurde dabei dann auch extra das Thema Finanzierung angesprochen:


Link: sevenload.com

Für alle potentiellen Blogger bei WestEins ist das folgende Video interessant, in dem es um die Vergütung der WestEins-Blogger ging:


Link: sevenload.com

Schön auch folgende Diskussion aus dem vorher verlinkten Video:

[Thema: Es gibt für’s Bloggen keine festen Honorarvereinbarungen oder Tarifverträge, im Gegensatz zu entsprechenden Regelungen für Online-Redakteure]

Fragesteller: „Also ist das Bloggen bzw. wird der Begriff Bloggen quasi dafür genommen, um die Honorare alternativ zu gestalten?“

Publikum: Gelächter.

Katharina Borchert: „Wenn Du mit alternativ gestalten Dumpingpreise meinst, nein, das ist nicht der Fall. Du kannst ja mal Max und Franz von der LigaShow fragen, die bei uns den Bundesliga-Podcast machen. Ich glaube nicht, daß die das Gefühl haben, das sie bei uns einen Dumpinglohn kriegen.“

Ob jetzt bei Max und Franz die Mailboxen überquillen? 😉

PS: Lesenswert dazu ist auch der Beitrag OstZwei bei Medienrauschen.


5 Kommentare »

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  1. (1) Trackback by Silentblog @ 5. Februar 2007, 05:47 Uhr

    WestEins, weitere Infos…

    Da bekanntlich die Informationen bezüglich des neuen Webangebot der WAZ reichlich dürftig sind, sollten zwei Artikel weiterhelfen.

    Der Pottblog geht ausführlich auf das Thema ein
    Ebenso Medienrauschen in diesem Artikel.

    Auch auf WestEins tut …


  2. (2) Kommentar by Briefeschreiber (ww_ch) @ 5. Februar 2007, 17:23 Uhr

    ein internetangebot ist eigentlich nur dann dazu verdammt sich über werbung zu finanzieren, wenn es keinen wirklichen mehrwert bietet und/oder in einem stark umkämpften umfeld zugange ist.

    wir bezahlen heute im internet bereits für dinge geld, bei denen es 99 einen aufschrei der empörung gegeben hätte. und diese entwiclung geht weiter…

    soll heißen… entweder ist die aussage gen finanzierung ein eingeständnis des geplanten standings (im sinne der dauerhaft geplanten werthaltigkeit der gebotenen informationen) oder da blendet jemand einen schleichenden, aber steten, trend aus.


  3. (3) Trackback by Pottblog @ 19. Februar 2007, 21:20 Uhr

    Blogsprechstunde mit Katharina Borchert…

    Wenn man ein Blog besitzt, bekommt man auch immer wieder eMails zum Blog geschickt. In letzter Zeit häufen sich die Pressemitteilungen, die im Pottblog veröffentlicht werden sollen.
    Zumeist sind diese jedoch relativ irrelevant und thematisch …


  4. (4) Pingback by Readers Edition » Klassische Medien 2.0 @ 31. Juli 2007, 17:19 Uhr

    […] 2.0 – Mythos Bürgerjournalismus” hatten sich Lars Langenau (sueddeutsche.de), Katharina Borchert (West Eins), Thorsten Schilling (Bundeszentrale für politische Bildung) und Christian […]


  5. (5) Pingback by Ringfahndung Journal v2 Web 2.0 bei Massenmedien: “sehenden Auges in den Abgrund” » @ 6. September 2007, 11:36 Uhr

    […] und Massenmedien handelt. Viele Medienseiten vor allem in den USA, hier wird ja auch ständig und lange darüber nachgedacht, adaptieren anscheinend gerade die Erfolgskonzepte für social communities […]


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