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Jens mobil — 3. Februar 2007, 07:10 Uhr

Und täglich grüßt das Murmeltier … eh rufen die Ruhr Nachrichten an (aktualisiert)





Wie schon hier berichtet, erreichte mich ein Anruf der Ruhr Nachrichten (RN), den ich jetzt blogtechnisch aufgreife.

Der korrekten Ordnung halber und angesichts des Titels hätte dieser Artikel eigentlich schon am Donnerstag erscheinen müssen – aber egal…

Mittwoch, 31. Januar
Irgendwann nachmittags rief mich jemand mit unterdrückter Telefonnummer an. Angesichts der Tatsache, daß in den Tagen zuvor jeden Tag nachmittags ein solcher Anruf erfolglos versuchte mich zu erreichen (ohne etwas auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen), war ich gespannt, wer es war.

Es meldete sich ein Herr S. von den Ruhr Nachrichten (siehe Abbildung) der mir erklärte, daß sie meine Adresse und Telefonnummer von der Probeabo-Aktion hätten.

Schade eigentlich – ich dachte im ersten Moment, daß es endlich eine Reaktion auf zwei, drei eMails von mir war, in denen ich mich ordnungsgemäß an die Ruhr Nachrichten mit Fragen gewandt hatte – da ging es um eine Thematik in Sachen Revier-Derby.de. Doch leider blieben meine eMails bisher dazu unbeantwortet und der Anruf war auch nicht deswegen, sondern es ging um mein Probeabonemment.

Er fragte, ob ich denn überhaupt die Ruhr Nachrichten (RN) erhalten hätte, was ich bejahen konnte. Ob ich denn auch mal ‚reingeschaut hätte – was ich ebenfalls bejahte (mich würde interessieren wie hoch die Quote derer ist, die sich ein Probeabo bestellen, dann aber gar nicht die jeweilige Publikation lesen).

Ob mir denn die RN denn gefallen würden, war dann die nächste Frage und als ich auch darauf verhalten positiv antworte, erklärte er, daß es jetzt ganz spezielle Abo-Angebote geben würde, bei denen man Prämien im Wert von bis zu 100 Euro bekommen könne.

Doch bevor er mir noch etwas weiter erklären konnte, wies ich darauf hin, daß ich jedoch in zwei Punkten Probleme mit den RN hätte:

1.) Nachdem die Lokalteile in Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen geschlossen würde, hätte ich die Befürchtung, daß dies auch in Bochum der Fall sein könnte. Vor allem weil dies ja schon teilweise vermutet wurde (siehe Link).

Herr S. meinte dazu, daß er davon nun aber gar nichts wissen würde und sich das auch beim besten Willen nicht vorstellen könne – schließlich würden die RN derzeit ja einiges an Kundenakquise betreiben. Er wolle sich aber kundig machen.

2.) Ich erklärte ihm mein Unbehagen bzgl. des Verhaltens in Sachen Münstersche Zeitung (MZ; siehe hier), wo der Verleger ja die eine Lokalredaktion herausgeworfen hat und gegen eine klammheimlich aufgebaute „Gegenredaktion“ ersetzt hat.

Hier wußte er erst nichts und ich mußte ihn darüber aufklären, was bei der MZ, einem Schwesterblatt der RN, passiert ist. Auch hier wolle er sich schlau machen.

Als ich ihn dann bat mir deren Angebot doch schon mal schriftlich zukommen zu lassen, meinte er, daß sie es bevorzugen würden, persönlich vorbeizukommen, um da ein Gespräch drüber zu führen. So würde man auch besser die Leser kennenlernen…

Er fragte mich daher, wann man mich denn mal deswegen aufsuchen könne. Ich meinte, daß ich in den nächsten zwei Wochen kaum Zeit hätte, vor allem nicht dafür und bat ihn noch einmal mich anzuschreiben oder ggf. kurzfristig anzurufen und ggf. etwas auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen.

Herr S. meinte dazu, daß man wirklich gerne mit den Leuten persönlich sprechen würde und mit einem Anrufbeantworter könne man auch nicht sprechen (was vielleicht die anonymen Anrufe ohne hinterlassene Nachrichten erklären würde…).

Wir verblieben so, daß er sich in zwei Wochen nochmal melden würde, außerdem wollte er sich ja in den beiden von mir angesprochenen Punkten schlau machen.

Donnerstag, 1. Februar:
Fast genau 24 Stunden später klingelte wieder das Telefon. Irgendwie hatte ich schon den Verdacht, daß es die RN waren, denn obwohl eigentlich erst in zwei Wochen ein neuer Anruf vereinbart war, handelte es sich mal wieder um einen anonymen Anruf.

Als ich ans Telefon ging meldete sich dort eine Frau, die für die RN anrief…

Sie wollte wissen, ob ich denn mein Probeabo bekommen hätte und falls ja auch mal gelesen hätte. Es gelang mir sie zu unterbrechen und ihr zu sagen, daß ich doch gestern schon mit dem Herrn S. gesprochen hätte und er sich nach Klärung einiger Dinge nochmal melden wolle.

Sie war daraufhin etwas verwirrt, fragte nach ob sich nicht jemand anderes gemeldet hätte, denn der Name von Herrn S. würde bei ihr nicht auf der Liste stehen, dafür aber der Name eines anderen Herrn. Ich antwortete, daß ganz sicher Herr S. gestern angerufen habe und sich um die Angelegenheiten kümmern wollte.

Die Frau wunderte sich noch ein wenig darüber, daß Herr S. das ganze nicht dokumentiert hätte und erklärte es damit, daß Herr S. ganz neu dabei wäre. Ob sie denn nicht meine Fragen beantworten könne?

Ich sprach dann die beiden o.g. Punkte an – und man muß wohl nicht neu bei den RN sein, um davon nichts zu wissen, denn auch diese Anruferin wußte davon nicht wirklich etwas:

Am lustigsten war es jedoch, als sie nach Erwähnung von Punkt 1 (mögliche Schließung der RN in Bochum) ganz im Stille von Hella „Erna, was kosten die Kondome?“ von Sinnen zu ihren Kollegen rief schrie, ob die RN in Bochum aufhören würden. Dies wurde von der versammelten Kollegenschar jedoch bestritten, wie sie mir stolz mitteilte.

Zur 2. Sache (MZ und der Wechsel der Lokalredaktion) konnte sie mir auch nicht wirklich was sagten.

Ich beendete dann das Gespräch mit dem Hinweis, daß sich Herr S. ja in Kürze sowieso noch einmal melden würde…

Fazit:
Bei den RN wird Telefonakquise bzw. persönlicher Besuch großgeschrieben. Mag ja sein, daß man intern nur unvollständige Listen führt, wer mit wem gesprochen hat – aber vor potentiellen Kunden sollte man Kollegen nicht als unerfahrene Neulinge durch den Kakao ziehen…

Faszinierend auch, daß man über die Pläne rund um die eigene Zeitung bzw. den eigenen Verlag nichts weiß. Gerade aufgrund der gestiegenen Medienpräsenz rund um die Geschehnisse in Münster bei der MZ sollte man doch darüber informiert sein um ggf. Gegenargumente zu liefern.

Am schönsten finde ich jedoch die Fixierung auf persönliche Besuche, „um die Leser kennenzulernen“… ich vermute viel eher, daß bei solch persönlichen Gesprächen geschlossene Abonnements schlechter zu widerrufen sind als z.B. welche, die via Telefon oder Internet abgeschlossen werden (Stichwort: Fernabsatzgesetz – auch wenn das seit geraumer Zeit gar nicht mehr gilt und die Regelungen analog im BGB (?) stehen)…

Na mal schauen, was der nächste Anruf bringt…

… und mal schauen, wie die neue WAZ ab heute aussehen wird. Leider war meine Probeabo-Bestellung für die WAZ noch nicht rechtzeitig da, um schon heute morgen damit beliefert zu werden. Aber man kommt ja auch so an eine WAZ ‚ran.

Bin mal gespannt welche Zeitung ich dann bevorzugen werde.


13 Kommentare »

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