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Jens Matheuszik — 1. Februar 2007, 22:35 Uhr

Pro und Contra zum Steinkohle-Kompromiss


Vor kurzem wurde der Steinkohle-Kompromiss (Bergbau bis 2018, Möglichkeit der Revision in 2012) beschlossen.

Nur wenig später zeigt sich Jürgen Rüttgers damit gar nicht zufrieden und will das ganze so nicht mittragen.

Das Thema Bergbau ist jedoch – gerade im Ruhrgebiet – ein Thema, was man nicht nur mit reinen Zahlen betrachten kann, so daß hier die Gemüter oft aneinander geraten. Bei blog.nrwspd.de gibt es ein Video der Rede von Düsseldorf, wo Hannelore Kraft, die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, vor demonstrierenden Bergleuten spricht.
Hier erklärt sie deutlich, daß sie für diesen Kompromiss ist, auch wenn sie gerne was anderes erreicht hätte, und greift Jürgen Rüttgers wegen seines Rückziehers scharf an.

Doch während die Bergleute mehrheitlich Hannelore Kraft applaudieren, sieht es z.B. Djure ganz anders.

Ich persönlich halte es für ein schwieriges Thema: Natürlich ist derzeit die Kohle aus dem Ausland günstiger als die inländische. Aber wer weiß, wie lange das noch der Fall sein wird? Inzwischen sind auch in anderen Branchen deutsche Firmen wieder konkurrenzfähig und man kann davon ausgehen, daß in Zukunft z.B. in China auch der Eigenbedarf deutlich ansteigen wird. Dann wäre es dumm, wenn man hier nichts mehr hat.

Natürlich ertönen auch immer wieder die Stimmen derer, die der Meinung sind, daß die Subventionen für den Bergbau zu hoch sind – hier sollte man aber mal schauen, wie hoch andere Subventionen hierzulande sind und inwiefern sich die Höhe der einzelnen Subventionen entwickelt hat. Würden alle Subventionen so zurückgefahren, wie es im Bergbau seit Jahren geschieht, dann hätten wir deutlich weniger Finanzprobleme hierzulande.


1 Kommentar »

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