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Jens Matheuszik — 26. Dezember 2006, 01:12 Uhr

Verspielte Weihnachten und (k)ein perfektes Dinner


Der Heilige Abend begann eigentlich wie immer:
Stressig (hat man auch nichts vergessen?) und besinnlich – denn traditionell geht man ja Weihnachten in die Kirche. Man sollte auch eigentlich nicht nur Weihnachten in die Kirche gehen und zumindestens das habe ich dieses Jahr auch geschafft… und bei den anderen Malen war die musikalische Untermalung in Ordnung:
Ich frage mich noch jetzt, was für ein Organist eigentlich dieses Jahr wieder mal an die Orgel saß (und düster erinnere mich daran, das es auch letztes Jahr schon so war). Ich habe natürlich ’nen Heidenrespekt vor Musikern und ihrem Können (denn ich kann’s nicht), aber wenn ein Organist nicht einmal Stille Nacht, Heilige Nacht fehlerfrei spielen kann bzw. wenn selbst ein Laie wie ich mehrfach hört, wie falsch das gespielt war – dann ist da doch was nicht in Ordnung.

Aber ich schweife ab… nach der Kirche ging es dann auf nach Duisburg zum Rest der Familie – vollgepackt mit Geschenken und anderen Sachen, denn heute sollte zum ersten Mal im neuen Haus der Anverwandten gefeiert werden.

Dort gab es dann ein gar exquisites dreigängiges Menü – und wie es der Zufall so will, erwähnte ich beiläufig während der Gesprächsrunde, wo das Thema auf Essen und die Sendung Das perfekte Dinner kam, daß bei der entsprechenden Kochrunde in Bielefeld wohl auch erstmalig das Maximum von vierzig möglichen Punkten vergeben wurde. Dies hatte ich nämlich zufälligerweise im Internet gelesen – und daraufhin erfuhr ich dann, daß Teile (Lachsterrine mit Siebensoße und Amarettinibounet) des gerade servierten Essens auf just diesem perfekten Dinner basierten.
Um es kurz zu machen: Es war auch perfekt – wenn sich Gäste nach dem eigentlichen Essen noch etwas von der Soße nachträglich holen, dann spricht das für die Soße. Aber auch der Rest war genau so gut, wenn nicht sogar besser. Ich hab jedenfalls nichts von der Soße nachgenommen, eher von der Nachspeise. ;)

Nach dem festlichen Mahl kam es zur Bescherung und ich glaube alle haben sich sehr über die teilweise recht gut ausgewählten Geschenke gefreut.
Jedenfalls halte ich Geschenke für gut ausgewählt, wenn es Sachen sind die man brauchen kann und von denen man sagt, daß man sie sich beinahe vor kurzem selber gekauft hätte.

SingStar Rocks + MikrofoneEines dieser Geschenke war u.a. das nebenstehend abgebildete Singstar Rocks für die Sony Playstation 2 – und ich muß sagen, ich bin ja kein Fan der PS2, aber das Spiel(konzept) gefiel mir. Älteren anwesenden Semestern aber nicht so sehr…
… auch wenn ich vielleicht das ganze mal mit Liedern singen sollte, die ich auch so – z.B. im Auto oder in der Disco – voll mitgröhlesinge.

Nicht nur mir gefiel das Spiel – auch den beiden, die das Spiel mitsamt einer (gebrauchten) PS2 erhalten haben, denn am nächsten Morgen mußte ich telefonisch noch was abklären und da wurde gerade im Hintergrund auch schon wieder Singstar gespielt.

Nachdem schon lange klar war, daß der 24. Dezember in Duisburg gefeiert wird, sollte dann der 25. Dezember in Bochum stattfinden – denn kaum war vor einigen Monaten der 24. in Duisburg festgelegt worden, luden sich die Leute für den 25. in Bochum ein… woran sie sich jetzt gar nicht mehr so recht erinnern wollten…

Fast der gleiche Personenkreis, nur diesmal mit mir als Gastgeber. Netterweise kam auch noch der eigentliche Esszimmertisch mit einigen Gästen in derem Kombi an, denn bisher hatte ich keine Gelegenheit den zu transportieren und ansonsten wäre es etwas unbequem beim Essen gewesen.

Getreu dem Weihnachtsmotto habe ich natürlich auch für „stilechte“ Weihnachtsdeko gesorgt:

Kitschiger WeihnachtsbaumDieser (jetzt gerade im Dunkeln abgelichtete) künstliche Weihnachtsbaum ist mit Glasfasern durchsetzt, die in allen erdenklichen Farben leuchten. Kitsch as Kitsch can!
Letztes Jahr hatte ich den bei einem Kollegen gesehen und fand den so schrecklich kitschig, daß für mich klar war, daß wenn man sich bei mir zu Weihnachten einlädt, das ganze auch mit einer entsprechenden Weihnachts-Atmosphäre verbunden sein muß… und da fiel mir nichts besseres als solch ein Kitsch-Baum ein. ;)

Natürlich sollte es dann auch etwas zu essen geben und nachdem mich diverse Kochkünstlerinnen aus dem Büro aufgrund meiner Menüwahl etwas kritisierten, wurde das ganze noch ein wenig aufgestockt. Entsprechend den Vorgaben der perfekten Dinner-Sendung habe ich die Gäste natürlich erst einmal etwas im Unklaren gelassen und das ganze nur verklausuliert formuliert:

Vorspeise
Biblische Speise „count(er) Dracula“

Hauptgang
– Weihnachtsrollen
– Kikeriki italiano

Nachspeise
Bakery dreams on the rocks

Mir ist natürlich klar gewesen, daß das ganze natürlich kein perfektes Dinner war – da ist man ja schon fast unten durch, wenn man etwas vorher vorbereitet hat. Wenn man dann irgendwelche Fertigprodukte nimmt bzw. variiert, dann wäre das sicherlich eine Todsünde für diese Sendung. Aber noch habe ich ja nicht vor mich bei VOX zu bewerben, noch kann ich also auch solche Sachen machen… ;)

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann hat es jedoch allen recht gut geschmeckt (die hatten schlimmstes angesichts meiner Koch“künste“ befürchtet), nur ob ich noch einmal was mit Mozzarella-Käse überbacke… eher nicht, denn das ganze klebt wie verrückt an Besteck und Geschirr (vor allem wenn man’s nicht sofort säubert).

Nach dem Essen ging es dann los – die Nintendo Wii sollte ausprobiert werden. Und sie wurde ausprobiert, mehrach, mit den verschiedensten Spielen – und von allen Gästen. Auch denen, die unter dem Begriff Konsole eher ein Wandbord verstehen! Schön auch das gemeinsame Erstellen von Miis. Ein Mii ist eine Figur für die Nintendo Wii, die in einzelnen Spielen als Alter Ego verwendet werden kann. Um einen der comichaften Miis zu erstellen muß man z.B. die Kopfform, die Frisur, die Augen usw. aussuchen – und das Gesamtbild kann man dann abspeichern (und auch anderen Wiis zur Verfügung stellen!) und zum Spielen benutzen. Bei der Steuerung über die Wii-Fernbedienung haben übrigens (echte) Tennisspieler Vorteile, wie ich leidgeprüft und teilweise verlierend feststellen mußte.

Wenn die Gäste Stunden später als geplant gehen – dann müßte es doch eigentlich ganz gut gewesen sein. Hoffe ich einfach mal. :)

Eigentlich lief bisher alles recht gut:
Wenn jetzt auch noch die Synchronisation des iPods geklappt hätte (mein Computer ist für die neue iPod-Besitzerin leider der einzige in Reichweite, bei dem man CDs einlesen und auf den iPod übertragen kann), dann wäre es ein vollkommen gelungenes Weihnachten gewesen. Aber – wie mir dann nachher auch wieder einfiel – ist der hier stehende Computer anscheinend inkompatibel zum iPod… Doch mit meinem eigentlichen PC müßte das ohne Probleme klappen. Doch noch ist mein eigentlicher PC hier nicht angeschlossen – das folgt aber noch. Dann gibt’s auch wieder vernünftige Mailabrufe, die Auswertung eines Logo-Wettbewerbs usw.


4 Kommentare »

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