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Jens Matheuszik — 3. Dezember 2006, 00:04 Uhr

Schwarz-Grüner Irrsinn: Hartz IV soll umbenannt werden


Philipp Mißfelder (der schon das eine oder andere Mal im Pottblog thematisiert wurde), Bundesvorsitzender der Jungen Union und inzwischen auch Mitglied des Bundestages für die CDU machte vor ein paar Tagen wieder einmal Schlagzeilen:

Nein, liebe Senioren – er fordert nicht mehr, daß alte Menschen keine Hüftgelenke bekommen sollen – diesmal fordert er, daß Hartz IV umbenannt wird. Begründung: Eine Reform dürfe nicht nach einem möglicherweise kriminellen Menschen benannt werden (noch ist das aber nicht entschieden).

Für einen solch sinnigen Vorschlag finden sich natürlich auch weitere Unterstützer – in diesem Fall Irmingard Schewe-Gerigk, parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis ’90/Die Grünen.

Mal ehrlich: Hat man sonst keine Probleme???

Abgesehen davon – meines Wissens ist „Hartz IV“ nur der allgemeine Sprachgebrauch, weil es sich hierbei um den vierten Vorschlag der Hartz-Kommission handelt. Gesetzeskraft wurde daraus durch das sogenannte Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, die Regelungen für die Zahlung des Arbeitslosengeld II (ALG II) ist im SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) geregelt.

Da steht nicht Hartz oder so. Da der Terminus „Hartz IV“ eh schon mehr als bekannt ist, wird wohl auch kaum eine Umbenennung erfolgreich sein. Oder werden Mißfelder und Schewe-Gerigk eine Sprachpolizei einführen, die die Verwendung des Begriffes „Hartz IV“ sanktionieren soll?


8 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 4. Dezember 2006, 13:21 Uhr

    mistfelder is in der union ungefähr so beliebt wie die merkel. keiner will ihn haben, aber schlussendlich wird ihn dann selbst die spd noch zum kanzler machen.

    dennoch ganz fehlgeleitet ist die forderung nicht… hartz wurde damals schon von verbalanalytikern als „zu hart“ bezeichnet.

    und würden die zombis da oben dem kind nen neuen namen geben und/oder hartz nicht mehr in den mund nehmen, wärs bald gegessen.

    ich muss allerdings gestehen, dass die namensgebung meine zynische ader aufs vollste befriedigt und ich hoffe das es bei hartz bleibt. :)


  2. (2) Kommentar by Jens @ 4. Dezember 2006, 13:29 Uhr

    Aber es heißt offiziell nicht Hartz IV – es wird halt nur von allen so genannt. Offiziell gibt es halt andere Begriffe dafür und insofern kann ein Mißfelder das gerne fordern – aber solange wir keine Sprachpolizei haben, bringt ihm diese Forderung nichts.


  3. (3) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 4. Dezember 2006, 14:15 Uhr

    die sprachgebung von oben war damals „Hartz IV“, die sprachgebung von oben ist auch immer noch „Hartz IV“ und wenn ein mistfelder hier nun erfolg hat, heisst dat dingens demnächst halt ander, in der sprachgebung von oben.

    jener folgen dann wiederum die medien und diesen das volk.

    selbst fürs arbeitsamt hat sich bundesagentur durchgesetzt. man musses nur oft genug und lang genug wiederholen.

    ansonsten hast du natürlich recht… und es ist in diesem fall wie mit der rechtschreibung. es werden formale vorgänge zwischen staat und bürger sowie der sprachgebrauch der beamten durch den staat geklärt. alles andere, außerhalb diesem geistigen vakuums, hat natürlich die freie wortwahl. änder halt nix an der sprachgebung durch oben…


  4. (4) Kommentar by wirtschaftsweiser_ch @ 4. Dezember 2006, 14:18 Uhr

    btw: kannst du nicht wie robert, dem basic, mal so ne korrekturfunktion für „bis 30 min danach“ einbauen? mir fällt immer nachm abschicken ein, dass ich nochmal drüberlesen wollte und sollte. *pfeif* -.-


  5. (5) Kommentar by Jens @ 4. Dezember 2006, 16:52 Uhr

    Hmm… wenn ich das Plugin *hätte* könnte man ja mal drüber nachdenken. Aber: Die Website des Programmierers ist gerade down.


  6. (6) Kommentar by Daniela @ 9. Dezember 2006, 13:49 Uhr

    @Wirtschaftsweiser

    Für einen Schweizer (wenn das ch denn dafür steht) hast du ja große Ahnung vom Inneren der CDU. Diejenigen, die man so gar nicht mag, setzt man an die Spitze?! Klingt total logisch, klar. Im Waldorf Kindergarten vielleicht.

    Mistfelder wird genauso scheitern, wie Wulff, Koch, Rüttgers und Co. es getan haben, als sie meinten, eine JU-Karriere und Arschkriechen bei den aktuell Mächtigen würde sie in die richtigen Positionen bringen. Und was tun sie nun? Jammern wie die alten Waschweiber.

    Merkel gehört mein Vertrauen, und nicht nur das meinige. Natürlich gibt es genügend Stimmen GEGEN sie, das ist immer so, wenn man nicht von Kohl unterdrückt wird. Aber das war bei Schäuble etc. ebenso. Der war mir persönlich zumindest viel viel unsympathischer.


  7. (7) Kommentar by Daniela @ 9. Dezember 2006, 13:50 Uhr

    Ähm .. das mit den Hüftgelenken war doch ein JuLi?

    Ich trau dem Misssssfelder ja ne Menge zu, aber man sollte zwei Deppen nicht zu einem verschmelzen lassen ….


  8. (8) Kommentar by Jens @ 9. Dezember 2006, 14:53 Uhr

    Nein, Hüftgelenke war Mißfelder. Der JuLi war das mit „Löffel abgeben“.


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