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Jens Matheuszik — 27. November 2006, 00:49 Uhr

Journalistentag 2006 des DJV-NRW: Forum ZEITSCHRIFTEN


Nachfolgend eine Zusammenstellung der einzelnen Berichte des Pottblogs über den Journalistentagen 2006 des DJV-NRW in der Bochumer Jahrhunderthalle:

Kleiner Vorabhinweis: Beruflich habe ich manchmal direkt mit der Barmer zu tun (aber in einem gaaaaaanz anderen Bereich) und indirekt arbeite ich bei einem Mitbewerber der Barmer (aber nur indirekt).

Im Forum Zeitschriften ging es um die Probleme der Fachzeitschriften, bei denen es immer mehr zu einem Problem wird, das Werbekunden in die redaktionelle Arbeit eingreifen wollen und so eine positive Berichterstattung für sich gewinnen wollen. Es wäre ein offenes Geheimnis, daß es bei manchen Fachzeitschriften auch kein Problem wäre, durch entsprechende Bezahlung auch auf der Titelseite aufzutauchen.
Doch auch die „andere“ Seite wurde thematisiert, denn die Pressesprecherin der Barmer Ersatzkasse war ebenfalls zugegen (siehe auch den obigen Hinweis) – zwar etwas spät (sie hatte die Programmänderung auch nicht mitbekommen) und schilderte, daß es auch immer wieder vorkommt, daß die Barmer eine Presseerklärung herausgibt und dann eine Redaktion sagt, daß sie das gerne bringen würde, aber dann auch gerne eine Anzeige von der Barmer hätte.

Als die Pressesprecherin der Barmer erklärte, daß das Problem (das Anzeigenkunden Einfluß auf die redaktionelle Berichterstattung nehmen wollen) nunmal in der Welt sei, fragte ich sie, ob es denn nicht gerade für eine gesetzliche Krankenkasse möglich sein sollte, auf Werbung komplett zu verzichten um die eigene Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Werbung für Pillen oder sonstige Wundermittelchen sollten vielleicht gerade in einer solchen Zeitschrift nicht zu finden sein. Weitere Anmerkung von mir: Ich war zwar mal für kurze Zeit Mitglied bei der Barmer, aber bis auf meine Krankenversicherungskarte habe ich von denen nie etwas bekommen – weder ein Versichertenmagazin noch sonst etwas.

Auf meine Frage erklärte sie, daß es strenge Richtlinien geben würde (keine Werbung für Alkohol, Medikamente und Nikotin) und man bedenken müßte, daß die Barmer eine der größten Krankenkassen sei und die Mitgliederzeitschrift der Barmer in einer hohen Auflage erscheinen würde und durch Anzeigen die Refinanzierung sichergestellt werden würde.

Nun ja… eigentlich hätte ich noch fragen wollen, warum dann andere große Krankenkassen mit Mitgliederzeitschriften einen günstigeren Beitragssatz haben… aber das habe ich dann doch lieber gelassen. ;)

Nach dem Zeitschriften-Forum traf ich jemanden, den ich bisher nur aus dem Internet kannte – nämlich Bernd Kassner von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Der (eigentlich) Lokalredakteur der WAZ in Essen ist mit seinem Blog WAZ Essen gebloggt seit geraumer Zeit in der Blogosphäre aktiv ist und mir – wie er mir am Rande mitteilte – froh über den Blogbar-Eintrag WAZ Worst Case Szenario war bzw. ist, da er dadurch – getreu dem Motto „bad news are good news“ – bekannt wurde.
Inzwischen hat sich sein Blog recht positiv entwickelt und es gibt da schon richtige Verschwörungstheorien um ihn…


3 Kommentare »

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