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Jens Matheuszik — 13. November 2006, 18:11 Uhr

BILD ruft auf zur Fehlersuche bei der Wikipedia


Die Wikipedia ist schon eine tolle Sache: Das Internet-Lexikon bietet nahezu zu jedem möglichen wie auch unmöglichen Stichwort Erklärungen und ist dabei in vielen Dingen schneller und aktueller als auf Papier gedruckte Enzyklopädien, die natürlich in einigen anderen Bereichen besser als solche Internet-Bibliotheken wie die Wikipedia sind. Jeder Internet-Nutzer kann dort mitmachen (auch von mir kommen einige Begriffe dort) und kann vor allem auch Fehler, die man dort entdeckt, sofort korrigieren.

In der Wikipedia kommen auch immer wieder mal sachliche Fehler (neben Rechtschreibfehlern usw.) vor und natürlich ist die Presse, seitdem Wikipedia immer bekannter ist, auch darauf erpicht solche Fehler zu entdecken.

Wobei man sich fragen muß, ob z.B. die Methoden der Süddeutschen Zeitung (SZ) dabei das wahre sind, denn wie in dem Artikel Geteert und gefedert berichtet wird, hat die SZ einfach mal mutwillig Fehler in die Wikipedia eingebaut und getestet, wie schnell diese auffallen und korrigiert werden.
Ob das eine vernünftige Methode ist, die den Qualitätsansprüchen der SZ Rechnung trägt – darüber kann man sich streiten.

Heute jedoch prescht die BILD in Sachen Wikipedia ganz weit vor:

Unter der Überschrift Wiki-Fehlia: So unzuverlässig ist Deutschlands beliebtestes Internet-Lexikon findet sich heute ein Artikel, der die dicksten Fehler der Wikipedia aufdeckt. Den Artikel gibt es auch online bei bild.t-online.de.

Wiki-Fehlia

Am Ende des Artikels wird dazu aufgerufen Fehler in der Wikipedia bei der BILD zu melden.

An und für sich ist es ja nett, wenn Fehler in der Wikipedia entdeckt werden. Diese sollten dann jedoch dort korrigiert werden. Ich habe mich dann mal gerade kurz an eine Fehlersuche gemacht, leider jedoch spontan nichts an Fehlern in der Wikipedia gefunden. Blättere ich jedoch in der selben BILD-Zeitung einfach mal drei Seiten weiter, findet sich folgendes:

weidenfeller-bild
Hervorgehoben ist in dem Artikel folgender Satz:

„Löws Entscheidung, Hannovers Robert Enke erstmal hinter Lehmann und Oliver Kahn als Nummer 3 zu nominieren, sorgte nicht nur in Dortmund für Verwunderung.

Der Satz sorgt auch bei mir für Verwunderung – nicht nur aus sportlicher Hinsicht, weil Roman Weidenfeller beim souveränen Sieg des BVB über Werder Bremen wirklich eine Glanzleistung abgeliefert hat.

Wundersamer wird es dadurch, da Oliver Kahn seit dem Ende der Fußball-WM 2006 nicht mehr zum Kader der deutschen Nationalmannschaft gehört! Das kann man im Wikipedia-Eintrag zu Oliver Kahn ganz einfach entdecken…
Eigentlich ist die BILD-Zeitung in Sachen Oliver Kahn immer recht gut informiert – gehörte sie doch im Vorfeld der WM zu einem der größten Fürsprecher des Bayern-Keepers.

PS: Um noch etwas aufklärend zu wirken: Hinter Jens Lehmann ist Timo Hildebrandt derzeit die Nr. 2 im deutschen Tor.

PPS: Auch die Blogs Indiskretion Ehrensache und BildBLOG haben sich der Sache angenommen.


8 Kommentare »

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