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Jens Matheuszik — 7. November 2006, 16:42 Uhr

Wenn’s um Geld geht – Sparkasse… wirklich???


Irgendwie klingelt in meinen Ohren der Slogan Wenn’s um Geld geht – Sparkasse herum, und irgendwie bin ich da inzwischen doch anderer Meinung.

Ein großer Vorteil der Sparkassen (so erzählen sie es jedenfalls immer selbst) ist deren gemeinsames Sparkassen-Verbundsystem. Ein Sparkassen-Kunde aus München kann auch im tiefsten Ruhrgebiet Geld vom Automaten kostenlos abholen und umgekehrt.
Abgesehen davon, daß ich kürzlich hörte, daß das auch nicht immer gewährleistet ist (es soll einzelne Sparkassen geben, die das doch noch anders sehen und auch anderen Sparkassen-Kunden Gebühren berechnen) scheint die Verbundenheit der Sparkassen nicht wirklich vorhanden zu sein.

Zwar konnte ich heute (ich glaube es war in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)) lesen, daß die Sparkassen demnächst in Deutschland einheitlich rot als Farbe nutzen (es gibt einzelne Sparkassen die andere Farben nutzen – z.B. blau in Essen), dennoch scheinen sie noch nichts von einem vernünftigen Verbundsystem zu halten, wie ich gerade eben bei der Sparkasse in Bochum erfahren durfte.

Aufgrund von Rekordlottogewinnen bei uns im Büro (1,54 Euro – in Worten: ein Euro und vierundfünfzig Cent – pro Teilnehmer!) konnte ich als „Organisator“ die erzielten Gewinne mit den von mir vorausbezahlten Lottolosen verrechnen und aufgrund der Tatsache, daß das sogenannte Lotto Super-Ding von mir dann insgesamt sechsmal gespielt wurde, verwundert es vielleicht nicht, daß ich aus der hiesigen Lottobude mit ungefähr 340,- Euro ging.

Eine Summe die man natürlich nicht gerne bei sich trägt und daher wollte ich dann nach der Abrechnung (die als Maximalgewinn 1,54 Euro pro Teilnehmer ergab!) das restliche Geld wieder auf mein Konto zahlen. Das gehört ja schließlich mir, da ich für die Scheine vorgestreckt habe um aufgrund des Garantiegewinnes von jeweils 33,- Euro nicht umständlich hin und her rechnen zu müssen. Abgesehen davon hätte dies mein Konto auch einigermaßen entlastet, denn wenn man außerplanmäßig für über 300,- Euro Lottoscheine holt, dann endet das Geld auf dem Konto doch deutlich vor dem Ende des Monats. ;)

Also ging es nach der Arbeit zur nächstgelegenen Sparkasse (2 Minuten Fußweg), wo ich auch regelmäßig Geld über meine EC-Karte der Sparkasse Westmünsterland aus dem Geldautomaten ziehe. In der Sparkasse selbst war es extrem voll, leider nur eine von zwei Kassen auf und an der einen Kasse blockierte anscheinend ein Ladenbesitzer o.ä. das ganze Procedere, da dieser anscheinend mehrere Geldboxen aus Registrierkassen einzahlte… nun denn, warum auch die zweite Kasse öffnen, die Schlange geht ja schon fast bis zur Tür und es laufen ja auch nur eine handvoll Mitarbeiter der Sparkasse herum, von denen nur einer gerade ein Beratungsgespräch hat.

Nach einer Weile (es hat sich vorne immer noch nichts getan, außer daß jetzt gerade die 5,- Euro-Scheine des Einzahlers gezählt werden) komme ich auf die Idee einen der Mitarbeiter anzusprechen und zu fragen, ob es denn überhaupt möglich sei Geld auf ein Sparkassen-Konto einzuzahlen, welches nicht von der Sparkasse Bochum ist, sondern von einer anderen Sparkasse. Da meinte der Mitarbeiter recht freundlich, daß es kein Problem wäre, aber 7,- Euro an Gebühren kosten würde.

Mit einem freundlichen „Danke sehr, das lasse ich dann lieber bleiben“ auf den Lippen verließ ich dann die Sparkasse und die endlose Schlange, an deren Spitze sich immer noch nichts getan hatte.

Ganz ehrlich: Solche horrenden Gebühren, die für mich schon fast an Wucher grenzen, für eine Zahlung innerhalb des Sparkassen-Systems sind meiner Meinung nach lächerlich. Es ist ja nicht so, daß ich bei der Sparkasse ein kostenfreies Konto habe, und daher jede Dienstleistung extra honoriert werden müßte. Ich zahle ordentlich Kontoführungsgebühren (auch ein Grund für einen baldigen Komplettwechsel), wobei ich der Sparkasse bisher eigentlich kaum Kosten verursacht habe (da ich eigentlich seit Jahren nur Online-Banking betreibe). Insofern empfinde ich es gerade zu als grotesk, daß ich für eine solche Transaktion 7,- Euro Gebühren zahlen müßte.


15 Kommentare »

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